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Volkelt-Briefe

Steuergestaltung: Beteiligungen von Mitarbeitern am Verkaufserlös der GmbH 

Eine zulässige Form der Mitarbeiterbeteiligung besteht darin, die (leitenden) Mitarbeiter an einem zukünftigen Verkaufserlös zu beteiligen. Dazu der Bundesfinanzhof (BFH): Einkünfte des Arbeitnehmers aus einem Verkauf der GmbH gehören im Zeitpunkt des Zuflusses zu den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit und unterliegen der Lohnsteuer. Interessant: Der BFH stellt in seiner Urteilsbegründung ausdrücklich auf den „Zeitpunkt des Zuflusses“ ab (BFH, Urteil v. 3.7.2019, VI R 12/16).

Daraus ergeben sich konkrete Gestaltungshinweise. So können Sie etwa in einem „Vertrag über die Beteiligung am Veräußerungserlös“ vereinbaren, dass dieser zunächst auf ein Treuhandkonto eingezahlt wird. Anschließend wird ein anteiliger Erlös den Mitarbeitern in jährlichen Raten ausgezahlt und mit Lohnsteuer belastet. Wichtig ist, dass die vertraglichen Vereinbarungen klar definiert sind und diese Vereinbarungen auch tatsächlich so umgesetzt werden. Ältere Arbeitnehmer können so ihre Arbeitseinkünfte stückeln und damit eine anteilige Lohnsteuer auf mehrere Jahre verteilen.
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Balanced scorecard: Taugt auch für kleinere Unternehmen

Bei Unternehmensver- und -zukäufen kommt es nicht nur auf die Zahlen und Fakten aus dem Jahresabschluss oder dem Lagebericht des Unternehmens an. Auch die Bewertung von Kundenstrukturen oder die Marktchancen von Produkten, die Innovationsfähigkeit (auch: Grad der Digitalisierung) und das Know how eines Unternehmens wird dazu genutzt. Verbreitet ist die sog. balanced scorecard („ausgewogener Berichtsbogen“). Auch zur Bewertung und Steuerung von mittelständischen Unternehmen wird dieses Verfahren zunehmend angewandt.

Die balanced scorecard wurde ursprünglich mit dem Ziel eingeführt, die in Unternehmen mit finanziellen Größen gemessene Leistungsfähigkeit durch zusätzliche Informationen über die Kunden, die internen Geschäftsprozesse sowie die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens zu ergänzen. Inzwischen wird dieses Verfahren in vielen Unternehmen auch als Instrument des strategischen Managements eingesetzt, insoweit kommt ihr auch die Funktion zu, die Auswertungen aus den unterschiedlichen Bereichen zu integrieren. Die Grundidee der balanced scorecard beruht auf der Annahme, dass eine eindimensionale Beschreibung und Steuerung eines Unternehmens aus dem Zahlenwerk des Rechungswesens der Realität nicht gerecht wird. Mit ihrer Hilfe sollen die wesentlichen Dimensionen eines Unternehmens abgebildet und die für die Steuerung des Unternehmens benötigten Informationen verfügbar gemacht werden. Die als relevant erachteten Dimensionen eines Unternehmens sind: …

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Volkelt-Brief 17/2019

Geschäftsführer-Job: 10 Stunden und immer für die GmbH unterwegs + GmbH-Verkauf: Die neuen Gesellschafter können Sie (raus) mobben  Digitales: So schreiben sich die neuen Erfolgsgeschichten (II)  + Formsache: Gerichtsfest Protollieren – Beschlüsse, Zielvereinbarungen BAG aktuell: Fremd-Geschäftsführer ist kein Arbeitnehmer Steuer/GmbH – privat: FG Münster bietet Steuer-Podcast Mitarbeiter: Mindestlohn gilt auch für ausländische Speditionen Internet/Soziale medien: „Taggen“ mit Verweisen ist Werbung

 

BISS … die Wirtschaft-Satire

 

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GmbH-Verkauf: Die neuen Gesellschafter können Sie (raus) mobben

Viele Geschäftsführer sehen ihre Zukunftssicherung darin, die GmbH später einmal zu veräußern. Idealvorstellung dabei: Solange der Geschäftsführer gesundheitlich fit ist, bleibt er weiter im Konzern als (abhängig beschäftigter) Geschäftsführer tätig – am besten auf der Grundlage des bestehenden Anstellungsvertrages unter den neuen Gesellschaftern. Das kann gut gehen – muss es aber nicht. Gehen Sie immer auch davon aus, dass die neuen Besitzer/Gesellschafter eigene strategische Pläne mit dem Erwerb Ihrer GmbH verfolgen. Darauf sollten Sie vorbereitet sein.

Vorsicht:

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Volkelt-Brief 32/2018

Achtung: So rechnet Ihr Finanzamt den GmbH-Verkaufsgewinn nach oben + Chef-Fitness: Coole Tipps gegen die heißen Tage + Digitales: Mobiles Bezahlen bis 2020 an fast allen Kassen möglich + GroKo: Keine Steuererleichterungen für Pensionsrückstellung von Geschäftsführern + Heubeck´sche Tafeln: Neue Werte für Pensionsrückstellungen + Gläsern: Immer mehr Kontodaten-Abfragen + Neues Urteil: Geschäftsführer darf bei GV-Einladung nicht manipulieren

 

BISS … die Wirtschaft-Satire

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Achtung: So rechnet Ihr Finanzamt den GmbH-Verkaufsgewinn nach oben

Eigentlich selbstverständlich: Verkauft einer der GmbH-Gesellschafter (-Geschäftsführer) seinen GmbH-Anteil zum Jahresende, bleibt der Anspruch auf seinen Gewinnanteil und aus seiner gewinnbezogenen Tantieme zu seinem Geschäftsführer-Gehalt aus dem abgelaufenen Geschäftsanteil bestehen. Sollte man meinen. Das Finanzamt Köln sah das anders. Die eifrigen Sachbearbeiter rechneten die ihm zustehende Tantieme zum steuerpflichtigen Gewinn aus der Veräußerung des GmbH-Anteils. So nicht, sagt der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt dazu (BFH, Urteil v. 13.3.2018, IX R 35/16).

Im Klartext:

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In diesen Branchen brauchen Sie für einen (Anteils-) Verkauf eine Genehmigung

Das Bundeswirtschaftsministerium hat – die Medien haben darüber berichtet – neue Vorschriften für den Verkauf von Unternehmen/Unter­nehmens­teilen ins (EU-) Ausland beschlossen. Die Einzelheiten dazu sind …

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Geschäftsführer Altersversorgung: Achtung – Neue Vorgaben für Ihre Pensionszusage

Eine einmal vereinbarte Pensionszusage für den Gesellschafter-Geschäftsführer kann später zum Verkaufshindernis für die GmbH werden. Unterdessen legen die meisten Käufer Wert darauf, dass eine solche Pensionszusage vor dem Verkauf abgelöst wird. Etwa, indem die Zusage auf einen Versicherer übertragen oder ganz aufgelöst wird.

Achtung:

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Volkelt-Brief 22/2017

GF/Finanzen: Terminsache – Meldung an das FA + GmbH-Verkauf: Als Geschäftsführer sind Sie der Projekt-Manager + Terminsache: Kleine GmbH müssen den Jahresabschluss 2016 vorlegen + GF/Pflichten: Befugnis zur Änderung der Gesellschafterliste + GmbH-Steuer: Attacke auf die Abgeltungssteuer scheitert + GF/Haftung: Falsche Bilanzzahlen sind strafbar + BISS …

 

 

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GmbH-Verkauf: Als Geschäftsführer sind Sie der Projekt-Manager

Ob die GmbH Anteile an Tochtergesellschaften verkaufen will oder ob die GmbH zukaufen will: Der Geschäftsführer ist für die ordnungsgemäße Abwicklung der Deals zuständig. Das betrifft Fragen wie: Wie viel darf/muss für den Anteil gezahlt werden? Was ist die richtige Bewertungsmethode? Was gehört in den Kaufvertrag? Fehlt dem Geschäftsführer dafür die „Sachkunde“, muss er sich beraten lassen (OLG Oldenburg, Urteil vom 22.6.2006, 1 U 34/03). Schwierig: …