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BFH aktuell: Bessere Möglichkeiten mit Gesellschafter-Darlehen

Investieren die Gesellschafter die Geschäfte der GmbH mit einem Darlehen, müssen sie aufpassen. Die Finanzbehörden waren bisher nicht bereit, den Verlust eines solchen Darlehens als nachträgliche Anschaffungskosten zu bewerten – etwa dann, wenn die GmbH zahlungsunfähig wurde. Dazu hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt entschieden: „Gesellschafter, die ihrer GmbH bis zum 27.9.2017 eine (ehemals) eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfe geleistet haben, können den Ausfall ihrer Ansprüche im Fall der Veräußerung oder Auflösung der Gesellschaft als nachträgliche Anschaffungskosten geltend machen“ (BFH, Urteil v. 2.7.2019, IX R 13/18). Bisher hatte der Bundesfinanzhof eine steuerliche Anerkennung des Darlehensverlustes als nachträgliche Anschaffungskosten nur für die Fälle ab dem 27.9.2017 zugelassen (dazu: BFH, Urteil v. 11.7.2017, IX R 36/15).

ACHTUNG: Im Urteilsfall bezweifelt das Finanzamt, dass es das in der GmbH-Bilanz ausgewiesene Darlehen tatsächlich gegeben hatte. Dazu stellt der BFH jetzt klar: Ist der Jahresabschluss von den Gesellschaftern ordnungsgemäß festgestellt, ist davon auszugehen, dass diese Bilanz rechtsverbindlich ist und die darin ausgewiesenen Bilanzposten – auch das Gesellschafter-Darlehen – faktischen Bestand haben. Diese Anfechtung des Finanzamts ist damit gegenstandslos.

Das Urteil ist allerdings eine Einladung an die Finanzbehörden, in allen Fällen, in denen der Jahresabschluss (noch) nicht ordnungsgemäß festgestellt ist, Gesellschafterdarlehen „anzuzweifeln“ – und damit die steuerliche Anerkennung zu versagen. Betroffenen bleibt dann nur der neuerliche Gang durch die Finanzgerichts-Institutionen.
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Volkelt-Brief 41/2019

Riskant: Geschäftsführung in Zeiten der Rezession + Plan B: KUG gibt es auch für kleinere Unternehmen Compliance: Großes „Achtung“ … für Geschäftsführer im Konzern + Unternehmens-Recht: Das kommt … das müssen Sie veranlassen … Digitales: Neue Plattform für Bauaufträge und Immobilien-Ausstatter GmbH/Recht: Wie der Versammlungsleiter manipulieren kann + GmbH/Recht: Vertretung der GmbH auf der WEG-Eigentümerversammlung + GmbH/Steuer: Anzeigepflicht für grenzüberschreitende Gestaltungen + Finanzen: Gestundete Gesellschafter-Forderung wird zum DarlehenBürokratie: Mehr Zeit für die Kassenumstellung

 

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GmbH/Steuer: Aus für die „Abgeltungssteuer“ – mit Folgen für GmbHs

Von der GroKo – wir haben dazu berichtet (vgl. zuletzt Nr. 18/2018, Seite 2, Stichwort: Gesellschafter-Darlehen) – ist in Sachen Gesellschaftsrecht und Steuerrecht für Unternehmen in den kommenden 3 1/2 Jahren nicht viel zu erwarten. Im Koalitionsvertrag gibt es keine entsprechenden Vereinbarungen. Auch in Sachen Solidaritätszuschlag für Kapitalgesellschaften wird sich wohl nichts tun. Allerdings gab es im Koalitionsvertrag (Randziffer 3116 ff.) den lapidaren Hinweis darauf, dass „die Abgeltungssteuer auf Zinserträge mit Etablierung des automatischen Informationsaustauschs (zwischen den Banken) abgeschafft wird“. Auf die Folgen …

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Volkelt-Brief 01/2018

Gemischte Gefühle: Wer weiß schon, was 2018 wirklich kommt + GmbH 2018: Die wichtigsten Eckdaten für Ihre Planung + Digitalisierung: Dosierte „Skalierung“ heißt das Zauberwort + BGH-aktuell: Wichtiges Urteil zur „Stillen Beteiligung“ an der GmbH + Gender Pay Gap: Frauen in großen Unternehmen besonders benachteiligt + GF/Vorsorge: 26 %-Beteiligung reicht nicht gegen die Pflichtversicherung

BISS … die Wirtschaft-Satire

 

 

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BGH aktuell: Wichtiges Urteil zur „Stillen Beteiligung“ an der GmbH

Gewährt der Gesellschafter einer GmbH neben der Einlage eine typische Stille Beteiligung in die GmbH, stellt der Anspruch auf Rückgewähr der stillen Einlage eine einem Darlehen gleichgestellte Forderung dar. Folge: …  Im Krisenfall gelten die Vorgaben für Gesellschafter-Darlehen. Rückzahlungen und Gewinnbeteiligungen können vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden (BGH, Urteil v. 23.11.2017, IX ZR 218/16).

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Volkelt-Brief 48/2017

Führung: Guter Stil lohnt sich allemal + Geschäftsführer-Gehalt: Tantiemen steigen auch in den Einzelhandel-GmbHs + Transparenzregister: Fehler in der Gesellschafterliste werden bestraft + Digitalisierung: Fordern Sie von den Mitarbeitern Weiterbildung ein + GmbH-Steuern: BFH will Grundsatzentscheid zu Gesellschafter-Darlehen + GmbH/Recht: Privat-Grundstück – von der GmbH bezahlt?

BISS … die Wirtschaft-Satire

 

 

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Volkelt-Brief 47/2017

Krach in der Familien-GmbH: Wer darf den Geschäftsführer bestimmen? + Geschäftsführer-Gehalt: Tantiemen steigen auch in den Dienstleister-GmbHs + ACHTUNG: FA moniert neuerdings unverzinsliche Gesellschafter-Darlehen + Digitalisierung: Geschäftsführer hat die Compliance-Verantwortung + GmbH-Steuern: Ausgleichszahlungen gefährden den Gewinnabführungsvertrag + GmbH-Fuhrpark: Firmenwagen und Dieselgate + GmbH-Finanzen: Neue Plattform für Fördermittel

BISS … die Wirtschaft-Satire

 

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ACHTUNG: Finanzamt streicht unverzinsliche Gesellschafter-Darlehen

Dass die Finanzbehörden den Gewinn der GmbH mit fiktiven Annahmen nach oben rechnen, ist nicht neu. Z. B. bei der Berechnung der steuerlich zulässigen Pensionsrückstellung oder bei der Versteuerung von fiktivem Gehalt, wenn der Geschäftsführer auf die Gehaltszahlung verzichtet hat. Noch drastischer: Die Umsatzverprobung. Dann wird der Gewinn nach fiktiven Zahlen berechnet und versteuert. Das kostet in der Regel einiges an Mehrsteuern.

Achtung:

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NEU: Auch Klein-Gesellschafter haben Anschaffungskosten – Sie haben mehr Spielraum für Darlehen

GmbH-Gesellschafter, die bis zu 10 % der Anteile halten, können bei Verlust eines der GmbH gewährten Gesellschafter-Darlehens keine nachträglichen Anschaffungskosten auf die Beteiligung geltend machen. Es gilt das sog. Kleinanleger-Privileg. Voraussetzung:

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Volkelt-Brief 20/2014

Themen heute: Neue Gesetze: Zahlungseingang soll beschleunigt werden + Geschäftsführer-Haftung: Verkauf von besichertem GmbH-Vermögen + Kündigungsgrund: Vorsicht mit Gefälligkeiten an Verwandte und Freunde + NEU: Mehr Spielraum für Zinsen auf Gesellschafter-Darlehen + Nachwuchs-Förderung: Richtig drauflegen bei der Azubi-Vergütung + Mitarbeiter: Urlaubsanspruch bleibt Urlaubsanspruch + Bilanzrecht: Neue Vorgaben für GmbH-Anteile + Kündigung des Geschäftsführers: Sanierung ist kein Grund + BISS