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Rechte des Geschäftsführers: Nahles rüttelt an den Grundlagen

Der Refe­ren­ten­ent­wurf zur Ände­rung des Arbeit­neh­mer­über­las­sungs­ge­set­zes wird in der jetzt vor­lie­gen­den Fas­sung Aus­wir­kun­gen für Geschäfts­füh­rer haben. Danach soll § 611a BGB geän­dert wer­den. Es gilt: „Alle Per­so­nen, die über­wie­gend für einen ande­ren tätig sind und ihre Leis­tung mit ihren Mit­teln und in des­sen Räu­men sowie in Zusam­men­ar­beit mit sei­nen Mit­ar­bei­tern erbrin­gen, sind …. als Arbeit­neh­mer anzu­se­hen“. …

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Ihre private ESt-2016: Nur Zahlungen über ein Konto zählen

Wenn Sie haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen in der ESt-Erklä­rung 2016 steu­er­lich anset­zen wol­len, geht das nur, wenn Sie die Zah­lung bar­geld­los als Zah­lung über ein Kon­to nach­wei­sen kön­nen. In letz­ter Zeit haben die Finanz­ge­rich­te die­se Rechts­la­ge immer wie­der bestä­tigt (z. B. FG Düs­sel­dorf, Urteil vom 12.6.2006, 15 K 3449/06 E, FG Sach­sen-Anhalt, Urteil vom 28.2.2008, 1 K 791/07) Fazit: Die Steu­er­ermä­ßi­gung für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen wird vom FA nur gewährt, wenn die Zah­lung unbar auf ein Kon­to des Leis­tungs­er­brin­gers gezahlt wird (§ 35a Abs. 2 EStG). …

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Solidaritätszuschlag: Gericht stoppt Zahlung

Nach einem soeben bekannt gewor­de­nen Urteil des Finanz­ge­richts (FG) Nie­der­sach­sen müs­sen Sie den Soli­da­ri­täts­zu­schlag dann nicht mehr abfüh­ren und zah­len, wenn Sie beim Finanz­amt – unter Beru­fung auf die­ses Urteils – Aus­set­zung der Voll­zie­hung bean­tra­gen und das Finanz­amt die Aus­set­zung gewährt (FG Nie­der­sach­sen, Urteil vom 22.9.2015, 7 V 89/14). …

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Steuer: Kinder müssen Miete zahlen

Wenn Sie eine Wohnung/ein Stu­die­ren­den-Appar­te­ment Ihren Kin­dern über­las­sen, müs­sen Sie ein neu­es Urteil des FG Düs­sel­dorf beach­ten. Es gilt: Ein steu­er­lich anzu­er­ken­nen­des Miet­ver­hält­nis liegt vor, wenn die Immo­bi­lie nach­weis­lich gegen Ent­gelt an Kin­der über­las­sen wird. Das aller­dings ist die Vor­aus­set­zung dafür, dass die für die Immo­bi­lie anzu­set­zen­den Wer­bungs­kos­ten auch für den über­las­se­nen Wohn­raum abge­rech­net wer­den – ansons­ten müs­sen die Werbungs­kosten gekürzt wer­den (FG Düs­sel­dorf, Urteil vom 20.5.2015, 7 K 1077/14 E). …

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Zu viel Gehalt angewiesen: GF muss zurückzahlen

Wird dem Geschäfts­füh­rer auf­grund Wei­sung sei­nes Mit-Geschäfts­­­füh­rers mehr Gehalt über­wie­sen als ihm zusteht, dann haf­tet er für die­sen Betrag, wenn er die für ihn erkenn­bar pflicht­wid­ri­ge Gehalts­aus­zah­lung nicht ver­hin­dert oder unter­bin­det (OLG Mün­chen, Urteil vom 22.10.2015, 23 U 4861/14). …

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Kommunale GmbH: Gemischte Chancen für Geschäftsführer-Gehälter

Nicht nur nach dem Trans­pa­renz-Gesetz NRW müs­sen immer mehr Vor­stän­de und Geschäfts­füh­rer kom­mu­na­ler Unter­neh­men ihre Gehäl­ter offen legen. Auch in ande­ren Bun­des­län­dern gibt es ent­spre­chen­de Vor­schrif­ten. Aus­nah­me: Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg und Nie­der­sach­sen. Unter­des­sen haben die meis­ten Kom­mu­nen reagiert und neue Ver­trä­ge mit den Geschäftsführern/Vorständen abge­schlos­sen oder nur mit einer ent­spre­chen­den Ver­öffentlichungsklausel ver­län­gert (vgl. Nr. 41/2015). …

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Pflichtversicherung: Mini-Gesellschafter müssen GmbH-Vertrag prüfen

Mit dem neu­en Geschäfts­jahr müs­sen sich Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer und mit­ar­bei­ten­de Gesell­schaf­ter mit einer unter 50 % – Betei­li­gung an der GmbH dar­auf ein­stel­len, dass die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung (DR) bei einer Betriebs­prü­fung ihren sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Sta­tus prüft. Auch, wenn bereits ein offi­zi­el­les und abge­schlos­se­nes Sta­tus­fest­stel­lungs­ver­fah­ren vor­liegt. Nach der Recht­spre­chung des BSG ist der Min­der­heits-Gesell­schaf­ter-Geschäfts­­­füh­rer oder der mit­ar­bei­ten­de Gesell­schaf­ter nur dann kein Mit­glied der Pflicht­ver­si­che­rung, wenn er auf­grund einer Klau­sel im Gesell­schafts­ver­trag über eine Sperr­mi­no­ri­tät (26 % und Beschlüs­se müs­sen mit einer 75 % – Mehr­heit gefasst wer­den) ver­fügt oder wenn Ein­stim­mig­keit für Beschlüs­se vor­ge­schrie­ben ist (vgl. BSG, Urtei­le vom 11.11.2015, B 12 R 2/14, B 12 KR 13/14, B 12 KR 10/14R). Bis dahin war es mög­lich, die Pflicht­ver­si­che­rung zu umgehen, … 

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Geschäftsmodell „GmbH“: Konflikte gehören zum Geschäft

Wie vie­le Gesell­schaf­ter hat Ihre GmbH? Hin­ter­grund die­ser Fra­ge: Je mehr Gesell­schaf­ter eine GmbH hat, umso häu­fi­ger kommt es zu (recht­li­chen) Pro­ble­me zwi­schen den Gesell­schaf­tern – sei es um Mit­spra­che­rech­te, um die Geschäfts­po­li­tik oder um die Nachfolgeregelung. … 

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Bürokratie: Angabe eines Mindestlohns in Stellenausschreibungen

Zur För­de­rung der Frau­en will Fami­li­en­mi­nis­te­rin Manue­la Schwe­sig, dass Unter­neh­men in Stel­len­an­zei­gen einen Min­dest­lohn für jede aus­ge­schrie­be­ne Stel­le ange­ben. Die­ses Vor­ha­ben soll gesetz­lich fixiert wer­den. Bei einem Ver­stoß kön­nen danach Abmah­nun­gen aus­ge­spro­chen bzw. Buß­gel­der ver­hängt wer­den (Refe­ren­ten­ent­wurf eines Geset­zes für Lohn­ge­rech­tig­keit zwi­schen Frau­en und Män­nern). Frau­en sol­len damit eine bes­se­re Ver­hand­lungs­po­si­ti­on für das Gehalts­ge­spräch bekom­men. Mehr noch: Ist der Arbeit­ge­ber bereit, mehr als den aus­ge­schrie­be­nen Min­dest­lohn zu zah­len, soll er das eben­falls in der Anzei­ge bekun­den (vgl. Nr. 1/2015, „Argu­men­te für eine Gehaltserhöhung“). … 

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E‑Mail-Werbung: BGH setzt neue Standards

Wenn Sie in Ihrem Inter­net-Shop oder in der stan­dar­di­sier­ten E‑Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kun­den (z. B. in E‑Mail-Bestel­l­­be­stä­ti­gun­gen oder PDF-Rech­nungs­ver­sand) werb­li­che Text oder Bil­der ver­wen­den (auch für eige­ne Pro­duk­te), soll­ten Sie die neue Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) zur Sache beach­ten und zügig umsetzen. …