Seit der der Finanz- und Bankenkrise haben viele Anlager-Berater, die bisher als Einzelunternehmer oder Selbständiger Finanzprodukte verkauft oder vermittelt haben, eine UG oder eine GmbH gegründet, um das finanzielle Haftungsrisiko zu beschränken. Vorsicht: …
Autor: volkelt
Nach der gesetzlichen Rentenversicherung versuchen sich nun auch die ersten Krankenkassen daran, die spezielle Gesetzeslage für GmbH-Gesellschafter und Geschäftsführer zu Ihren Gunsten zu nutzen. Beispiel: In einer Familien-GmbH & Co. KG ist die Ehegattin …
Markus Söder
Kaum einer weiß, dass Markus Söders Leben ganz eng mit dem § 166 des Strafgesetzbuches verknüpft und verknotet ist – die meisten kennen ihn ja nur mit seinem charmanten Jakobslächeln, wenn er bei Jauch, Plasberg oder Beckmann auf dem Stuhl herumsödert und andere Leute anpflaumt. Bisweilen muss man ihn unsanft bremsen. Für uns Satiriker (oder schon Satiristen) ist das insofern ein Problem, weil mit der von Söder eingeforderten Ausweitung der Strafbarkeit von (insbesondere) religiös thematisierter Satire die gesamte Redaktion mit Zuchthaus bedroht ist. Im günstigsten Fall mit Klapse, so wie Söder es dem Grünenpolitiker Volker Beck mit seinem der „Volker Beck spinnt“ androhte. Weniger brisant ist dagegen sein Engagement beim Bundesliga-Fahrstuhl-Club aus seiner fränkischen Heimat Nürnberg . Als Aufsichtsratsmitglied führt er die Franken zwischen 2007 und 2011 immer mal wieder in die Zweitklassigkeit. Apropos Fußball: Zu diesem Wechselspiel haben wir dieses wunderschöne Zitat von ihm selbst gefunden. Das müssen Sie lesen: „Die Verantwortlichen für die Krise in Deutschland sind die Alt-68er. Aus „Made in Germany” ist „Murks in Germany” geworden. Typisch deutsche Tugenden wie Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit und Disziplin sind verloren gegangen. Jede Form von Patriotismus wird verneint. Es gibt leider eine Abkehr von religiösen Wertvorstellungen. Daher brauchen wir einen geistigen Aufbruch. Im Fußball sagt man, wenn’s schlecht läuft: Über den K®ampf zum Spiel finden“. Söders einsamer Kampf gegen die Windmühlen der APO-Opas. Da hat er sich ganz schön was vorgenommen. Wir fürchten, er wird scheitern.
Andrea Nahles
Zugegeben: Die 20 Semester haben uns stutzig gemacht. Zusammen mit Kita, Vorschule, Grundschule und Gymnasium hat die gestandene Vierzigerin Andrea Nahles damit immerhin 70 % ihres nicht mehr ganz jungen Lebens auf der Schulbank, im Hörsaal oder allenfalls in der Mensa oder auf den diversen Semester-Eröffnungs –und Abschlussfeiern erlebt. Mithin eine Perspektive, die Verantwortung eher als philosophische Anspruchshaltung denn als gelebte Erfahrung kategorisiert. Immerhin versuchte sich Andrae Nahles zumindest an dem Thema „Walter Scotts Einfluss auf die Entwicklung des historischen Romans in Deutschland“ mit einer Promotion, die sie aber präventiv gegen Plagiatsvorwürfe vorsorglich erst gar nicht zu Ende führte. Eine Einsicht, die an sich schon ein Kompliment verdient hat. Walter Scott – so muss man in diesem Zusammenhang wissen – gilt als Shakespeare der Erzählung und mithin als Erfinder der Fernsehserie Ivanhoe.
Zurück zu Andrea Nahles: Aus vielen Talkshows wissen wir, dass sie von ihren konservativen Berufskollegen nach dem offiziellen Schluss der Debatte in ihrem roten Hosenanzug in einer Ecke alleine stehen gelassen wird. Da ist nichts zu machen und da hilft auch nicht der teuerste Smalltalk-Kurs. Jahrzehnte langes Schicksal der Chefs der Jungsozialisten, die ja im Vorhof des Kommunismus stehen und damit nicht sehr weit von der Hölle auf Erden entfernt sind. Geradezu anrührend kommt da die Vorstellung, dass Andrea privat in den einsamen Weiten der Eifel im elterlichen Gutshof Heimat und Glück gefunden hat. Und das gönnen wir ihr wirklich. Denn nicht immer hat es das Leben gut mit ihr gemeint. Nach einem Unfall ist sie zu 50% schwer behindert und lässt es keinen merken. Das verdient unser dickes Kompliment.
Sigmar Gabriel
Ganz klar: Hier geht es weder um Gunter noch um den Erzengel. Sondern um Sigmar. Im zarten Alter von 3 Jahren haben sich seine Eltern getrennt und klein Sigmar wächst alleine mit dem Vater auf. Insofern ist der Wunsch, selbst aktiv und intensiv an der Erziehung seiner Töchter mitzuwirken und eine dauerhafte Auszeit mit gelegentlichen politischen Einwürfen aus dem „Off“ auch für den Außenstehenden durchaus nachvollziehbar.
Schwerer wiegt sein beruflicher Werdegang, der schon im Ansatz geeignet war, die schon im Kindesalter vorhandene leichte Übergewichtigkeit zu fördern. Wahrscheinlich eine Spätfolge seiner recht bewegungsarmen Erwachsenenbildungstätigkeit bei den Niedersächsischen Volkshochschulen. Soweit uns bekannt ist mit den Fächern Politik und Soziologie, was ja schon in den 60er Jahren das ein oder andere mehr oder weniger brauchbare Weltanschauungsmodell hervorbrachte. Über die Falken (Anm. d. Red.: So nennt sich die Sozialistische Jugend Deutschlands und es handelt sich nicht um eine Ornithologengemeinschaft) reüssierte Sigmar dann zum Bezirksvorsitzenden des marxistischen Flügels im nahen Braunschweig – also fast in Rufnähe zum sozialistischen Trotzwall.
Anschließend – halten Sie sich fest – übernahm Sigmar Gabriel das 2003 neu geschaffene Amt des Beauftragten für Popkultur und Popdiskurs der SPD (im Volksmund: Popbeauftragter). Was haben wir recherchiert, um herauszubekommen, was ein Popbeauftragter zu tun hat. Die wildesten Gerüchte reichen bis in Bettinas Rotlichtmilieu und gehören damit ins Reich der üblen Nachrede. Also nicht hierher. Zu seiner Entlastung muss an dieser Stelle angeführt werden, dass das Jahr 2003 rein Popmusikmäßig gesehen wohl eher zu den Langweilern gehörte, wenn man mal von Phil Collins „Can´t stop loving you“ absieht.
Über seine politischen Positionen ist uns leider nicht viel bekannt. Nur soviel, dass er sich für die Beschneidung von jungen Männern engagiert und den Palästinensern den rechtsfreien Raum eines Apartheits-Regimes bescheinigt. Irgendwo dazwischen liegt seine politische und religiöse Überzeugung. Noch Fragen?
Daniel Bahr
Kennen Sie Bahr. Klar. Egon Bahr. Das war doch der, der den Ostgrenzwall wie einen Schweizer Käse systematisch gelöchert hat. Nein. Den meinen wir nicht. Hier geht es um Daniel Bahr. Schon mal gehört?
Nur so ganz nebenbei haben wir herausgefunden, dass Daniel Bahr bis 2009 Beirat der ERGO-Versicherungsgruppe AG war. Viele unserer Leser kennen die Firma als Luxus-Reiseveranstalter für Event- und Amüsier-Reisen. Als Beirat war Bahr natürlich vom operativen Geschäft meilenweit entfernt und es hat ihn auch nie stutzig gemacht, dass der gesamte Vertriebsapparat ausschließlich mit männlichen Probanten besetzt war. Welche Frau lässt sich schon gerne als Drücker bezeichnen.
Zurück zum Thema: Eigentlich war ja zu erwarten, dass Daniel unter den Fittichen seines Vaters mehr zur allgemeinen Aufklärung im Gesundheitswesen beitragen würde. Schließlich war der Dozent an der Polizeischule in Münster (wie wird man denn so was?). Auch der Bruder Thomas scheint als Geschäftsführer des AOK-geförderten Unternehmens Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) was von der Materie zu verstehen.
Unvergessen dagegen sind Daniel Bahrs Attacken auf die CSU. So wird ihm ein Zitat aus der renommierten Passauer Neuen Presse zugeschrieben, dass es dank Internet-Gedächtnis zur Unvergänglichkeit geschafft hat: „Die CSU ist als Wildsau aufgetreten“. Zugegeben: Da wären wir gerne dabei gewesen. An diesen Waldwege zerfurchenden Auftritt wird man sich noch in Generationen erinnern, wenn Daniel Bahr längst wieder zurück als Sachbearbeiter einer kleinen privaten Krankenkasse Anträge abbügelt. Wahrscheinlich noch mit 67 und mit einer Rente untern Existenzminimum. Wir meinen: Ehre für ihn, an dieser Stelle überhaupt genannt zu werden.
Ilse Aigner
Als unser Chef-Rechercheur Ilse Aigner zu einem ersten satirischen vor-Ort-Gespräch im elterlichen Elektrohandwerksbetrieb in Feldkirchen-Westerham besuchte, ging es schnell ans Fachsimpeln. Eigentlich wollte Sie Hubschrauberpilotin werden, Peter Ramsauer heiraten und 24 kleine Bayern zeugen. Aber als es dann ganz anders kam, hat sie sich einer politischen Karriere nicht widersetzt. Schließlich war es kein Vergnügen, im Röhrenzeitalter alte Radioapparate und schwarz-weiss Fernseher unter Lebensgefahr zu reparieren oder in Rohbauten Kabel zu verlegen, Schlitze zu klopfen und Steckdosen zu montieren.
Lassen Sie uns aber zuerst einmal klarstellen: Es gibt keine wie auch immer geartete Nähe zur Eigner-Nordwand oder zu den Eignern von Nestlé oder Kraftfood. Ilse Aigner war auch nie passives Mitglied bei Foodwatch. Richtig ist lediglich, dass sie über einige Jahre Landesvorsitzende der Wasserwacht des bayrischen Roten Kreuzes war. Wobei nie geklärt werden konnte, ob Ilse damit beim Fadenschwimmerabzeichen nachhelfen oder ob sie damals für das bundesdeutsche Turmspringerinnen-Team für die Olympiade in Regensburg nominiert werden wollte.
Zurück zur Politik: Das Ende der Facebook-Partys ist bereits eingeläutet. Die Bankgebühren sind exorbitant niedrig. Alle Lebensmittel sind ausgezeichnet. Auf Youtube gibt es einige Sequenzen, die darauf hindeuten, dass Horst Seehofer zu ihr mehr als ein Kronprinzessinnen-Verhältnis hat. Das wird sich nach der Wahl schnell klären. Wir trauen Ilse Aigner jedenfalls zu, zum ersten weiblichen Ministerpräsidenten Bayerns aufzusteigen. Den Hubschrauber-Flugschein für den Weg nach oben hat sie ja schon in der Handtasche. Die perfekte Mischung aus Herz, Heimat und Hightech. Auf geht´s.
Volkelt-Brief 30/2012
Themen heute: Konjunktur-Abschwung – die anspruchsvolle Aufgabe der Geschäftsführung – worauf kommt es an? + Geschäftsführer- und Manager-Gehälter: Jetzt meldet auch die CDU Handlungsbedarf – es läuft auf stille Steuererhöhungen für den Mittelstand hinaus + Wie clevere Geschäftsfüher das Business-Netzwerk XING für sich und ihre GmbH nutzen + Neuer Dreh: Gesellschafter kann bei Verzögerung oder Nicht-Zahlung der Abfindung die GmbH auflösen lassen + BISS .…
Nach SPD und Grünen haben sich jetzt auch erste Vertreter der CDU zum Thema Manager-Vergütung positioniert (vgl. Volkelt-Brief Nr. 25 und 28/2012). Den Anfang machte jetzt CDU-Bundestagspräsident Norbert Lammert. Wörtlich: …
Ist im Gesellschaftsvertrag ein Austritts- und Kündigungsrecht vereinbart und verhindert einer der Gesellschafter den Austritt mit einer Verzögerungstaktik (z. B. Verweigerung der Ausscheidensbilanz), kann der ausscheidenswillige Gesellschafter …