Die Offenlegungspflichten für kleinste Unternehmen (Bilanzsumme < 350.000 EUR, Jahresumsatz < 700.000 EUR, weniger als 10 Mitarbeiter) werden zurückgenommen. Nach der sog. Micro-Richtlinie genügt es, …
Kategorie: Volkelt-Briefe
Gerade in kleineren GmbHs wird über sog. Gesellschafter-Darlehen finanziert. Risiko: …
Der Rechtsausschuss der EU sucht derzeit nach Wegen, wie kleine und mittelgroße Unternehmen spürbar von Bürokratiekosten entlastet werden können. Dabei halten es die EU-Experten für sinnvoll, die Prüfungspflicht für mittelgroße Kapitalgesellschaften abzuschaffen. Das betrifft Unternehmen in der Rechtsform der GmbH und der GmbH & Co. KG in der entsprechenden Größenordnung laut Handelsgesetzbuch (§ 267 HGB). (Bilanzsumme zwischen 4,8 und 19,6 Mio. EUR, Umsatz zwischen 10 und 38 Mio. EUR, Mitarbeiter von 51 bis 250). In Deutschland gibt es ca. 100.000 Untenehmen in dieser Größenordnung. Diese Unternehmen zahlen jährlich im Durchschnitt ca. 15.000 EUR für die zusätzliche Prüfung ihrer Jahresabschlüsse. Insgesamt beträgt die Belastung durch die Pflichtprüfung die mittelständischen Unternehmen mindestens 1,5 Mrd. EUR, die nicht in die Produktion und in Mitarbeiter investiert werden können.
Gegen diese Einsparung wehren sich die deutschen Wirtschaftsprüfer. Mit Schreiben …
Seit der der Finanz- und Bankenkrise haben viele Anlager-Berater, die bisher als Einzelunternehmer oder Selbständiger Finanzprodukte verkauft oder vermittelt haben, eine UG oder eine GmbH gegründet, um das finanzielle Haftungsrisiko zu beschränken. Vorsicht: …
Nach der gesetzlichen Rentenversicherung versuchen sich nun auch die ersten Krankenkassen daran, die spezielle Gesetzeslage für GmbH-Gesellschafter und Geschäftsführer zu Ihren Gunsten zu nutzen. Beispiel: In einer Familien-GmbH & Co. KG ist die Ehegattin …
Nach SPD und Grünen haben sich jetzt auch erste Vertreter der CDU zum Thema Manager-Vergütung positioniert (vgl. Volkelt-Brief Nr. 25 und 28/2012). Den Anfang machte jetzt CDU-Bundestagspräsident Norbert Lammert. Wörtlich: …
Ist im Gesellschaftsvertrag ein Austritts- und Kündigungsrecht vereinbart und verhindert einer der Gesellschafter den Austritt mit einer Verzögerungstaktik (z. B. Verweigerung der Ausscheidensbilanz), kann der ausscheidenswillige Gesellschafter …
Über 5,5 Mio. Menschen aus dem Business nutzen alleine im deutschsprachigen Raum das Netzwerk XING. Das sind viele Berater und Freiberufler, aber auch die Belegschaften ganzer Firmen vernetzen sich auf XING mit ihren Kunden und Geschäftspartnern. Es gibt vor-Ort Regionalgruppen mit Brunch-Veranstaltungen und vor-Ort-Seminare, in denen die Funktionsweise und das Networken mit XING eingeübt werden kann. Nicht alle Angebote und Features machen Sinn. Für viele Geschäftsführer haben sich einige Essentials heraus kristallisiert, die im täglichen operativen Geschäft der Geschäftsführung Mehrwert bringen. Das sind: …
2009 titelte die ZEIT über die Schwarzwald-Gemeinde Eisenbach „Eisenbach kämpft“ und malte ein düsteres Bild vom Niedergang eines Industriestandortes. Die Negativ-PR schaffte es bis in die Tagesthemen. Die Betroffenen waren reichlich empört. Letzte Woche – also gerade 3 Jahre später – feierte eines der dortigen Zahnrad- und Getriebe (Gear) – Spezialisten, die Franz Morat Framo GmbH & Co. KG, 100jähriges Bestehen zusammen mit Kunden, Zulieferern und Geschäftsfreunden. 2011 war das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte. Geschäftsführer Gökhan Balkis: „Der Standort ist gesichert. Neue Standorte kommen dazu. Weltweit“. Am Sonntag fand dann das Dankeschön für die Mitarbeiter und deren Familien statt. Auch die waren mit daran beteiligt, dass die Krise gemeistert wurde – mit Gehaltsverzicht und unbeeindrucktem Engagement.
Fazit: Nicht zuletzt die schlechte Presse brachte für die gesamte Region einen Schub. Noch vor 3 Jahren hätte niemand auch nur einen Pfifferling auf die dort ansässigen Firmen gegeben. Unterdessen ist es der Geschäftsführung gelungen einen exklusiven Auftrag für eine Antriebskomponente des Elektromotors eines der weltweit größten Automobilzulieferer an Land zu ziehen. Ein praktisches Beispiel dafür, dass Know How und hochwertige Produktion den Standort-Nachteil leicht kompensiert.
Für die Praxis: Wichtig ist, dass in der Krise der Firma alle an einem Strang ziehen und die Stärken richtig eingesetzt werden. Dazu gehört: Besinnung auf das Kerngeschäft und Know How, Visionen und Marktorientierung, transparente Information für alle Beteiligten (Gesellschafter, Mitarbeiter, Öffentichkeit), Optimismus und eine Aufbruchmentalität. Dabei kommt der Geschäftsführung eine ganz wesentliche Rolle zu. Sie entwickelt Visionen und bereitet die notwendigen Geschäftsbeziehungen vor und vernetzt alle Lösungsansätze zu einem gemeinsamen Strang. Sie sind gefordert.
Eine gute Idee für den „Geschäftsführer-Test“ hat mir vor einigen Tagen der Vorstand der Geschäftsführung einer großen Firma gesteckt. Grund für die Test-Idee ist die Erfahrung des Senior-Geschäftsführers, dass es bei noch so sorgfältiger Vorauswahl durch den Personalberater immer wieder dazu kommt, dass ein neu einzustellender Geschäftsführer oder Leitender Angestellter nicht ins Unternehmen oder ins Team passt.
Der Dreh ist eine sog. Härtefall-Simulation …