Das BMF hat das neue Formular für die Lohnsteuer-Anmeldung 2011 ins Netz gestellt
Autor: volkelt
Westerwelle
Gerne erinnern wir uns an den Kult-Filmklassiker „Zur Sache Schätzchen” und Werner Enke mit seinem legendären Satz: „Das wird böse enden“ – was ja für den ein oder anderen Recken aus der 68-Generation dann auch tatsächlich so eingetreten ist. Und in etwa die Gefühlslage der Nation beschreibt, wenn sie auf Guido Westerwelle angesprochen wird. Nun sind wir nicht dazu da, sich auf Kosten anderer lustig zu machen oder jemanden zu beleidigen. Das soll der Boulevard machen – wir beschränken uns an dieser Stelle schon immer auf die Rolle des Mahners und Visionärs. Vielleicht wurzelt das Problem ja bereits in der Herkunft – wer möchte schon freiwillig in einen juristischen Doppel-Haushalt hineingeboren werden respektive aufwachsen. Dagegen ist eine Lehrer-Herkunft reinstes Zuckerschlecken. Guidos erster Teddy war denn auch weniger Eigentum denn dauernde Last. Kauf und Rücktritt beherrschten schon seine früheste Kindheit. Die Eltern haben sich dann in juristischer Eigenregie getrennt – d. h. man verzichtete auf einen Scheidungsanwalt, um Kosten zu sparen und um noch besser mit gezinkten Karten um das Sorgerecht und Unterhaltsansprüche schachern zu können. Als 6‑Jähriger soll er Mitschüler geschlichtet und Mitschülerinnen Verleumdungen untersagt haben. Mit 16 musste er sein Kinderzimmer vom Vater anmieten mit klaren Vorgaben zu Ruhezeiten und Schönheitsreparaturen. So gesehen ist ihm der Wunsch nach Reform des Steuersystems praktisch in die Wiege gelegt. Konsequenterweise ist seine Promotion („Das Parteienrecht und die politischen Jugendorganisationen“) eine schonungslose Abrechnung mit verkrusteten Strukturen. Allerdings – und diese Kritik darf man uns nicht als Polemik auslegen – begnügt sich Westerwelle mit dem Theoretischen. Was für die Republik ein wahrer Segen ist.
Jetzt ist es amtlich: Laut Oberlandesgericht (OLG) Schleswig-Holstein „muss sich der Geschäftsführer die notwendigen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Kenntnisse verschaffen, um das Amt auszuführen“. Ganz konkret muss er in der Lage dazu sein, eine Jahresbilanz einer Plausibilitätsprüfung zu unterziehen (OLG Schleswig-Holstein, Urteil vom 11.2.2010, 5 U 60/09). Wichtig für Sie > Unsere TIPPS
Volkelt-Brief 33/2010
Heute: häusliches Arbeitszimmer: Rückerstattung nur auf Antrag + Achtung: Gericht verlangt vom GmbH-Geschäftsführer gute kaufmännische Kentnnisse – Achtu ng bei Ressortverteilung und für Geschäftsführer ohne kaufmännische Grundkenntnisse + Umwandlung der UG in ein Einzelunternehmen + Vorsicht bei Verwendung des Musterprotokolls + Betriebsrat hat Anspruch auf PC und Internet + BISS > Bildungs-Chip
Geschäfts-Konten gesperrt – was tun?
Das kann schneller gehen als Sie denken. Schon wenn Sie nur wenige Male rückständig beim Steuerzahlen sind, wendet das Finanzamt „erzieherische” Maßnahmen an. Was tun, wenn nichts mehr geht oder Sie von einem Lieferanten erfahren, dass Überweisungen/Lastschriften nicht ausgeführt werden? > Unsere TIPPS
BMF-Schreiben zum Arbeitszimmer
Bildungs-Chip
Wir durften dabei sein. Aber keine Bilder machen – das mussten wir dem Oberarzt versprechen. Eine kleine Klinik westlich von Berlin. Draußen zwitschern die Vögel. Blauer Himmel und saubere Morgenluft. Punkt 6 Uhr. Der ideale Tag für eine gute Operation. Der Professor ist auch schon da. Man wartet auf die Ministerin. Wahrscheinlich steckt ihr Wagen irgendwo im täglichen Supergau auf der Autobahn.
Der Eingriff an sich ist einfach. Zuerst wird rund herum aufgesägt. Dann klappt man die obere Schädelhälfte hoch, wie ein weich gekochtes Ei, das man mit dem Messer köpft und die obere Schalenhälfte aufklappt – natürlich etwas sensibler. Parallel wird der Chip programmiert, die Software heißt Elen-Star und ist eine Mischung aus Elster und Elena. In Anwesenheit der Ministerin wird der nur Millimeter große Chip genau zwischen den beiden Hirnhälften eingesetzt – er wird da die Aufgabe übernehmen, den Datentausch zu beschleunigen. Das ermöglicht schnellere Rechenoperationen und insgesamt weniger Reibungsverluste beim Übergang von der Ganztagsschule in die Nachtschicht.
Man applaudiert, der Schädel wird wieder zusammengeflickt. Draußen warten schon ganze Schulklassen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Noch immer scheint die Sonne. Es wird ein herrlicher Tag. Pisa, wir sind wieder wer – dank unserer Hochleistungstechnologie.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat 3 Urteile gegen Manager gekippt, die wegen Untreue verurteilt worden waren (Siemens u.a., z. B. wg. Bestechung). Tenor des Urteils: Schadensersatzansprüche können nur geltend gemacht werden, wenn ein nachweisbarer Schaden für das Unternehmen eingetreten und zu belegen ist (Beschlüsse vom 23.6.2010, 2 BvR 2559/08, 105/09, 491/09).
Das Urteil im Volltext > Hier
Weitere Ausführungen zum Urteil > Hier
Darüber wird noch zu berichten sein. Wir halten Sie über die Konsequenzen auf dem Laufenden.
Grundsteuer: BFH verlangt Neubewertung
Der Bundesfinanzhof (BFH) nimmt die derzeitige Regelung zur Grundsteuer nicht mehr weiter hin – zunächst hatte der BFH die bisherige Regelung mit den altenb Feststellungszeitpunkten aus 1964 (neue Bundesländer) und 1035 (alte Bundesländer) noch zugelasssen. Seit 2007 ist die Frist zur Korrektur der Grundsteuer-Regelung aber abgelaufen – entsprechende Bewertungen können ab sofort gerichtlich angegangen werden (Urteil vom 30.6.2010, II R 60/08).
Das BFH-Urteil im Volltext > Hier
Folge: …
Ertragswertverfahren
Seit 1.1.2009 werden GmbH-Anteile für die Erbschaftsteuer nach dem sog. vereinfachten Ertragswertverfahren bewertet. Dieses Verfahren wird auch in GmbH-Gesellschaftsverträgen zur Bewertung der Abfindung des Gm bH-Anteils zugrunde gelegt. Wie danach gerechnet wird lesen Sie hier >