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Betriebsausgaben: Oldies gehören zu IHRER privaten Lebensführung

Ob Auto-Fan, Anti­qui­tä­ten-Lieb­ha­ber oder Kunst-Samm­ler: Vie­le Gesell­schaf­ter-Ge­­schäfts­­­füh­rer lieb­äu­geln damit, ent­spre­chen­de Lieb­ha­ber-Stü­cke über die GmbH zu erwer­ben. Gelingt es, die Kos­ten als Betriebs­aus­ga­ben anzu­set­zen, erfolgt der Erwerb aus unver­steu­er­tem Geld. Die­se Begüns­ti­gung bleibt auch dann erhal­ten, wenn der ent­spre­chen­de Gegen­stand nach der Abschrei­bung güns­tig ins Pri­vat­ver­mö­gen über­nom­men wird. In der Regel macht das auch kei­ne Pro­ble­me mit dem Finanz­amt, wenn es um ange­mes­se­ne Wert­ge­gen­stän­de geht, z. B. die Aus­stat­tung des Chef-Büros mit einem reprä­sen­ta­ti­ven Gemäl­de eines regio­na­len Künstlers. … 

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Geschäftsführer unterwegs – Nötigung im Straßenverkehr

Wer viel fährt, erlebt viel – bis­wei­len auch Nöti­gungs-Situa­tio­nen. Dazu gibt es ein inter­es­san­ten Urteil des Amts­ge­richts Nien­burg: Danach dür­fen Auf­nah­men, die Sie mit einer sog. dash­cam machen, im gericht­li­chen Ver­fah­ren zur Beweis­auf­nah­me ver­wen­det wer­den. In der Pra­xis wird das Ver­kehrs­ge­richt im Ein­zel­fall ent­schei­den – bei grö­be­ren Ver­stö­ßen und man­geln­der Ein­sicht des Nöti­gers dürf­te das aller­dings regel­mä­ßig der Fall sein (AG Nien­burg, Urteil vom 20.1.2015, 4 Ds 155/14). …

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Zurückhaltung ist der bessere Umgang mit der Berufsgenossenschaft

Unfäl­le auf der Weg­stre­cke zwi­schen der Arbeits­stät­te auf dem Weg zur „Nah­rungs­auf­nah­me“ (Kan­ti­ne, Restau­rant) ereig­nen, sind von der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung gedeckt. Nicht aber Unfäl­le auf Weg­stre­cken, auf denen pri­va­te Erle­di­gun­gen vor­ge­nom­men wer­den – also z. B. pri­va­te Ein­käu­fe oder Behör­den­gän­ge (Hes­si­sches Lan­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 24.3.2015, L 3 U 225/10). …

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Volkelt-Brief 19/2015

Volkelt-NLMin­dest­lohn: Nicht der Lohn ist das Pro­blem – der Gene­ral­ver­dacht ist Anma­ßung + Geschäfts-Inter­na: Wenn ein Gesell­schaf­ter „Alles“ wis­sen will – was tun? + Geschäfts­füh­rer-Pflich­ten: Daten­schutz gilt auch gegen den Gesell­schaf­ter + Inter­net: So tes­ten Sie Ihre Home­page nach den neu­en Goog­le-Kri­te­ri­en + Steu­ern: Abkom­men zum auto­ma­ti­schen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zeigt Wir­kung + Wirt­schafts­recht: Zustel­lung eines Ver­säum­nis­ur­teils an Ange­stell­te der GmbH + Mit­ar­bei­ter-Recrui­ting über die Unter­neh­mens-Web­sites immer erfolg­rei­cher + BISS

 

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Mindestlohn: Der Generalverdacht ist das Problem

Nach 100 Tagen Min­dest­lohn hat­te man die von der Min­dest­lohn-Büro­kra­tie betrof­fe­nen Unter­neh­men ver­trös­tet: Im April woll­te der Koali­ti­ons­aus­schuss ernst­haft prü­fen, neu bewer­ten und even­tu­ell nach­bes­sern. Doch dar­aus ist Nichts gewor­den. In der Pra­xis der Unter­neh­men wird sich wohl nichts mehr ändern. Das ist nicht nur ärger­lich. Das wird das Ver­hält­nis von Unter­neh­men und Behör­den wei­ter ver­schlech­tern. Spür­ba­res Ergeb­nis des Min­dest­lohns: Die Unter­neh­men müs­sen (wie­der ein­mal) ein schlecht gemach­tes Gesetz ausbaden. … 

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Geschäfts-Interna: Wenn ein Gesellschafter „Alles“ wissen will – was tun?

Anzei­chen für die Ver­kaufs-Absicht eines GmbH-Gesell­schaf­ters: Er inter­es­siert sich nicht mehr nur  tur­nus­ge­mäß zur Fest­stel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses über sei­ne GmbH. Viel­mehr ver­langt er plötz­lich wäh­rend des Geschäfts­jah­res aus­führ­li­che Ein­sicht und Aus­kunft zum Geschäfts­ver­lauf. Als Geschäfts­füh­rer sind Sie dann gut bera­ten, die­sen Vor­gang nicht unge­prüft durch­ge­hen zu las­sen. U. U. muss befürch­tet wer­den, dass Unter­neh­mens-Inter­na in unbe­fug­te Hän­de gelan­gen und Sie dafür in die Haf­tung genom­men wer­den können. … 

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Geschäftsführer-Pflichten: Datenschutz gilt auch gegen den Gesellschafter

Neben den oben dar­ge­stell­ten Ein­schrän­kun­gen zum Aus­kunfts- und Ein­sichts­recht des Gesell­schaf­ters gehört aber auch, dass ande­re gesetz­li­che Vor­ga­ben nicht ver­letzt wer­den. Dazu gehö­ren z. B. auch die Vor­ga­ben aus dem Bun­des­da­ten­schutz-Gesetz (BDSG). Danach dür­fen per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten nicht bzw. nur bei einem berech­tig­ten Inter­es­se her­aus­ge­ge­ben wer­den. Das gilt so auch für Daten, die von der GmbH ver­wal­tet wer­den. Das sind z. B. per­so­nen­be­zo­ge­ne Kun­den­da­ten, wie Tele­fon-Num­mern oder Bank­ver­bin­dun­gen. Als Geschäfts­füh­rer sind Sie ver­ant­wort­lich dafür, dass die Vor­schrif­ten zum Daten­schutz ein­ge­hal­ten wer­den. Bei Ver­stö­ßen dro­hen Buß­gel­der, im Ein­zel­fall bis zu 50.000 € bei leich­ten Ver­stö­ßen und bis zu 300.000 €, z. B. bei einem Ver­stoß gegen die Zweck­bin­dung der ermit­tel­ten per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten. … 

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Internet: So testen Sie Ihre Homepage nach den neuen Google-Kriterien

Goog­le hat – wir haben dar­über berich­tet – neue Such­kri­te­ri­en ein­ge­führt, nach denen Inter­net-Sei­ten bewer­tet und gelis­tet wer­den (vgl. Nr. 18/2015). Wich­tig ist die­se Ände­rung für Unter­neh­men, die sich an ein jun­ges Publi­kum rich­ten oder die Online-Shops betrei­ben. Es geht dar­um, wie kom­for­ta­bel auf den Inter­net-Sei­ten mit dem Smart­phone navi­giert wer­den kann. Das ist wich­tig, weil – so die Anga­ben laut Goog­le – 74 % aller Nut­zer eine Sei­te nur dann noch­mals besu­chen, wenn die­se für das Smart­phone opti­miert ist. Ten­denz: stei­gend. Häu­figs­te Aus­schluss-Kri­te­ri­en sind: Die Schrift ist zu klein und damit nur schwer les­bar, die Navi­ga­ti­ons­punk­te lie­gen zu eng nebeneinander. … 

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Abkommen zum automatischen Informationsaustausch zeigt Wirkung

Auch nach der Ver­schär­fung des Geset­zes zur steu­er­li­chen Selbst­an­zei­ge bleibt die Zahl der reu­igen Steu­er­sün­der hoch. So gab es im 1. Quar­tal wie­der­um bereits 8.154 Selbst­an­zei­ger. Zuletzt gab es 2014 ins­ge­samt 40.000 Selbst­an­zei­gen mit 1,5 Mrd. EUR Steu­er­mehr­erlö­sen. Zunächst waren alle Exper­ten davon aus­ge­gan­gen, dass es nach einer Ver­schär­fung des Geset­zes zum 1.1.2015 zu einer spür­ba­ren Abnah­me bei den Selbst­an­zei­gen kom­men wird. … 

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Wirtschaftsrecht: Zustellung eines Versäumnisurteils an Angestellte der GmbH

Nimmt ein Ange­stell­ter der GmbH eine Zustel­lungs­ur­kun­de, die gegen den Geschäfts­füh­rer als Ver­tre­ter der GmbH aus­ge­stellt ist, an und ver­weist er dar­auf, dass der Geschäfts­füh­rer nicht anwe­send ist, dann gilt die Urkun­de den­noch als zuge­stellt (BGH, Urteil vom 4.2.2015, III ZR 513/13). …