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Volkelt-Briefe

Kaum noch Chancen gegen Fuhrpark-Rundfunkgebühren

Jetzt ist auch das letz­te grö­ße­re Auf­bäu­men gegen die neue Rund­funk­ge­büh­ren­ord­nung geschei­tert. Der Auto­ver­mie­ter Sixt AG woll­te zuletzt gericht­lich prü­fen las­sen, ob es zuläs­sig ist, dass für jedes der 91.000 Fahr­zeu­ge und für jede der 500 Betriebs­stät­ten auch zwangs­läu­fig Rund­funk­ge­büh­ren gezahlt wer­den müs­sen (Baye­ri­scher Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, Urteil vom 27.5.2015, 7 Bv 15.344). …

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Steuer: Fünftelregelung hat Vorrang

Der ermä­ßig­te Steu­er­satz für Betriebs­auf­ga­be­ge­win­ne muss von den Finanz­be­hör­den auch dann zugrun­de gelegt wer­den, wenn ein Teil des Ver­äu­ße­rungs­er­lö­ses aus der Kapi­tal­ge­sell­schaft in eine (steu­er­be­frei­te) Rück­la­ge in einem Per­so­nen­un­ter­neh­men ein­ge­stellt wird. Die Anwen­dung der sog. Fünf­tel­re­ge­lung wird damit nicht aus­ge­schlos­sen. Eine Dop­pel­be­güns­ti­gung liegt nach Auf­fas­sung des Gerich­tes nicht vor (Finanz­ge­richt Müns­ter, Urteil vom 23.9.2015, 10 K 4079/14 F). …

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Leiharbeit: Nach der Mitbestimmung ist vor dem Kündigungsschutz

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat ent­schei­den, dass Leih­ar­beit­neh­mer bei der Anwen­dung der Mit­be­stim­mung (ab 8.000 Mit­ar­bei­ter wer­den Auf­sichts­rä­te nach dem Dele­gier­ten-Wahl­ver­fah­ren gewählt) mit­zäh­len (BAG, Beschluss vom 4.11.2015, 7 ABR 42/13). …

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BISS - DIE Wirtschafts-Satire

WM-Abgabe

WM-AbgabeEin wenig über­rascht waren wir schon – als Regie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert heu­te Mor­gen im Früh­stücks­fern­se­hen fast neben­sätz­lich vor lau­fen­den Kame­ras die Abschaf­fung des Soli­da­ri­täts­zu­schlags ver­kün­de­te. Ein Hauch von Schab­ow­ski husch­te über die deut­sche Früh­stücks-Körn­chen-Land­schaft. Und zwar die – sei­nes Wis­sens – sofor­ti­ge Abschaf­fung. Was er zu die­sem Zeit­punkt noch nicht wuss­te: Die Kanz­le­rin hat­te sich – getra­gen von den letz­ten Umfra­ge­er­geb­nis­sen – dazu ent­schlos­sen, den Soli in eine WM-Abga­be umzu­wan­deln. In der Gewiss­heit, dass nach dem Rein­fall von Katar die Zustim­mung für die nächs­te WM in Deutsch­land bei nahe­zu 150 Pro­zent­punk­ten lie­gen wür­de. Mario Göt­ze wäre dann aller­dings bereits 30 Jah­re und es wäre frag­lich, ob der sich das noch antun woll­te. Aber das ein oder ande­re Pro­zent wür­de sicher­lich auch bei der Kanz­le­rin hän­gen blei­ben. Unser Cle­ver­le. So jeden­falls über­steht man nicht nur die Nach­spiel­zeit son­dern auch die Ver­län­ge­rung. Ein­zi­ger Trost: Irgend­wann ist das Elf­me­ter­schie­ßen vor­bei und dann muss auch die Kanz­le­rin in der Kabi­ne beim Duschen die Hül­le fal­len lassen.

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Archiv: Volkelt-Briefe

Volkelt-Brief 45/2015

Volkelt-FB-01GF-Grat­wan­de­rung: Wie ris­kant darf ein Geschäfts­mo­dell sein? + Gestal­tung: Geschäfts­füh­rer als Mini-Job­ber + Ende der Netz­neu­tra­li­tät: 30 – 35% Mehr­kos­ten für alle­Fir­men + Dyna­mic Pri­cing: Wie fle­xi­bel pla­nen Sie Prei­se und Umsatz ? + Wer­be­brie­fe: Dür­fen nicht wie eine amt­li­che Mit­tei­lung wir­ken +  Geschäfts­füh­rer pri­vat: Fah­ren mit Aus­lands-Füh­rer­schein + Con­trol­ling: Umsatz­be­tei­li­gung für schnel­les Inter­net + Arbeits­recht: Ver­gü­tungs­an­spruch für Arbeits­vor­be­rei­tung + Gut infor­miert: Wirt­schafts-Infor­ma­tio­nen haben einen Preis + BISS

 

 

Der Vol­kelt-Brief 45/2015 > Down­load als PDF – lesen im „Print”

 

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GF-Gratwanderung: Wie riskant darf ein Geschäfts-Modell sein ?

Ob Flow­tex, Schle­cker oder Hess-AG: Der Grat zwi­schen ris­kan­tem Geschäfts­mo­dell und Betrug ist schmal. Jetzt hat der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) dazu einen inter­es­san­ten Fall ent­schie­den. Tenor: „Der Geschäfts­füh­rer haf­tet für alle Schä­den aus einem Schwin­del­un­ter­neh­men“ – also einem Unter­neh­men, das von vor­ne­her­ein auf Betrug ange­legt ist (Urteil vom 14.7.2015, VI ZR 463/14). Was macht den Unter­schied zum Risi­ko-behaf­te­te­ten Geschäftsmodell? … 

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Gestaltung: Geschäftsführer als Mini-Jobber

Um es vor­weg zu neh­men: JA – aber ! Nicht alle Unter­neh­men beschäf­ti­gen einen Geschäfts­führer, der im Full­time-Job für die GmbH tätig ist oder sein muss. So fal­len z. B. in der Ver­mö­gen ver­wal­ten­den GmbH, in der GmbH & Co. KG oder in der Frei­be­ruf­ler-GmbH oft nur weni­ge Geschäfts­füh­rungs-Auf­ga­ben an. Aus einem aktu­el­len Urteil des Finanz­ge­richts (FG) Baden-Würt­tem­berg ergibt sich hier eine inter­es­san­te Gestal­tungs­mög­lich­keit. Und zwar immer dann, wenn der Geschäfts­füh­rer nicht beherr­schend an der GmbH betei­ligt ist. Im Urteil heißt es näm­lich: „Der Geschäfts­füh­rer mit beherr­schen­der Betei­li­gung hat kei­nen Anspruch auf Lohn­steu­er-Pau­scha­lie­rung“ (§ 40a Abs. 2a EStG). …

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Ende der Netzneutralität: 30–35%-Mehrkosten für Firmen

Erfah­run­gen, was da kommt, machen Kol­le­gen, die via mobi­le Kom­mu­ni­ka­ti­on grö­ße­re Daten­men­gen bewe­gen, z. B. Power­points ver­schi­cken oder Ange­bots-Kata­lo­ge beför­dern. Die 2 GB Daten­men­ge, die der Grund­ta­rif monat­lich abdeckt, ist schnell auf­ge­braucht. Der Kol­le­ge zahlt ab der 2. Woche einen 70 % höhe­ren Tarif, damit die Daten-Über­tra­gung nicht 20mal län­ger dau­ert. IT-Exper­ten rech­nen mit Mehr­kos­ten für die Stan­dard-Kom­mu­ni­ka­ti­on im Unter­neh­men (E‑Mail, Inter­net) von 30 bis 35 %. Noch teu­rer wird die mobi­le Kom­mu­ni­ka­ti­on: Hier müs­sen Sie mit Auf­schlä­gen bis zu 70 % rech­nen, wenn Sie die glei­che Leis­tung haben wol­len.

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Dynamic Pricing: Wie flexibel planen Sie Preise und Umsatz ?

Beim Tan­ken hat sich Dyna­mic Pri­cing (dyna­mi­sches Preis­ma­nage­ment) flächen­deckend durch­ge­setzt. Man hat sich dar­an gewöhnt und stellt sein Tank­ver­hal­ten ent­spre­chend dar­auf ein. Eini­ge Inter­net Anbie­ter und ‑Shops prak­ti­zie­ren bereits seit eini­gen Jah­ren unter­schied­li­che Prei­se je nach Bestel­ler, Bestell­vor­gang oder Bestell­zeit (Tag, Nacht, Feri­en usw.). Ten­denz: Im Inter­net ist Dyna­mic Pri­cing in allen Bran­chen auf dem Vor­marsch. Im Ein­zel­han­del darf wei­ter vor Ort gefeilscht werden. … 

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Werbebriefe: Dürfen nicht wie eine amtliche Mitteilung wirken

Wenn Ihr Unter­neh­men Wer­be­brie­fe ver­schickt, dür­fen die nicht wir offi­zi­el­le amt­li­che Mit­tei­lun­gen auf­ge­macht sein. Das betrifft sogar den Umschlag. Hier muss die Absen­der­adres­se für den Emp­fän­ger deut­lich und ein­deu­tig ver­merkt wer­den (Land­ge­richt Braun­schweig, Urteil vom 19.3.2015, 21 O 726/14). …