Kategorien
Volkelt-Briefe

Paukenschlag: Solidaritätszuschlag kommt erneut auf den Prüfstand

Das Finanz­ge­richt (FG) Nie­der­sach­sen ist in einem Ver­fah­ren zur Zuläs­sig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlags (erneut) der Über­zeu­gung, dass die Erhe­bung des Soli­da­ri­täts­zu­schlags ver­fas­sungs­wid­rig ist. Das Gericht hat jetzt im Ver­fah­ren gegen einen Steu­er­be­scheid aus dem Jah­re 2012 so ent­schie­den. Die­ses wird nun abschlie­ßend in der Sache ent­schei­den müs­sen (FG Nie­der­sa­chen, Urteil vom 22.9.2015, 7 V 89/14). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Ausreden: Der „Mitarbeiter” ist die Schwachstelle – was tun?

War­um kön­nen die nicht ein­fach ihren Job machen“? So die Bemer­kung eines Kol­le­gen über die Fra­ge, was ihn an sei­nen Mit­ar­bei­tern am meis­ten nervt. Tat­sa­che ist, dass die meis­ten Geschäfts­füh­rer „den Mit­ar­bei­ter“ als die Schwach­stel­le ihres Unter­neh­mens aus­ma­chen. Und zwar unab­hän­gig davon, ob der Chef schon vie­le Füh­rungs-Trai­nees besucht hat, bera­tungs­re­sis­tent ist oder moderns­te Füh­rungs-Tech­ni­ken prak­ti­ziert. Es gilt, sich damit zu arran­gie­ren. Z. B., indem Sie für die ner­vigs­ten Ange­wohn­hei­ten Ihrer Mit­ar­bei­ter eine pas­sen­de Erklä­rung parat haben: … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Konflikte in der GmbH: Wann geht es nicht mehr ohne Anwalt

Man kennt es aus Schei­dungs- oder Sor­ge­rechts­ver­fah­ren: Ist das Ver­fah­ren erst ein­mal beim Anwalt gelan­det, gibt es in der Regel kein „zurück“ mehr. Die Streit­geg­ner rücken ins zwei­te Glied und geben damit die Chan­ce aus der Hand, sich außer­ge­richt­lich zu ver­stän­di­gen. Das gilt auch für Strei­tig­kei­ten mit Mit-Gesell­schaf­­tern in der GmbH. Trotz­dem gilt: Es gibt gera­de im Gesell­schafts­recht kla­re Indi­ka­to­ren, die den Gang zum Anwalt (zügig) ange­ra­ten sein las­sen. Das sind: … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

GmbH-Vermögen: Wie anlegen ohne Haftungs-Risiko?

GmbHs, die in den letz­ten Jah­ren gut ver­dient haben und hohe Rück­la­gen bil­den konn­ten, haben zuneh­mend Pro­ble­me: Was tun mit den Gewinn-Rück­la­gen? Nur noch Risi­ko-Anla­gen brin­gen eini­ger­ma­ßen Ren­di­te. Tra­di­tio­nel­le Spar­an­la­gen in fest­ver­zins­li­chen Anla­gen brin­gen kei­ne Ver­zin­sung (Spar­kas­sen, Volks­ban­ken) oder bei den Pri­vat­ban­ken nur noch mini­ma­le Zin­sen (bis max. 2,0 %). Für (Allein-) Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer ist das ledig­lich ein Ver­mö­gens-Poker. Ent­we­der begnügt er sich mit leicht schrump­fen­den Ver­mö­gens­wer­ten oder er ent­schei­det sich für eine Risi­ko­an­la­ge. Wenn es gut geht, haben Sie gewon­nen. Wenn nicht: Wo kein Rich­ter, da kei­ne Strafe. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Steuern: Wohnen in der GmbH-Immobilie

Nach 2 abwei­chen­den Urtei­len von Finanz­ge­rich­ten, muss jetzt der BFH ent­schei­den, wann das Finanz­amt bei einer zu nied­ri­gen Mie­te zusätz­lich eine fik­ti­ve Mie­te als vGA besteu­ern darf. Tenor: Wenn die gezahl­te Mie­te unter den tat­säch­li­chen Kos­ten für das Haus liegt, ist die Dif­fe­renz eine vGA. Und zwar unab­hän­gig davon, ob es sich um eine Luxus­vil­la oder eine Nor­mal­aus­stat­tung han­delt (FG Köln, Urteil vom 20.8.2015, 10 K 12/08). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Arbeitsrecht: Kündigung wegen Mindestlohn ist unzulässig

Will der Arbeit­ge­ber Weih­nachts- und Urlaubs­geld auf den Min­dest­lohn „ver­tei­len“ und begrün­det er damit eine Ände­rungs­kün­di­gung, dann ist die­se Kün­di­gung unzu­läs­sig und damit unwirk­sam (LAG Ber­lin Bran­den­burg, Urtei­le vom 11.8.2015, 19 Sa 819/15 u. a.). … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Neue Pläne für die GmbH-Besteuerung – jetzt trifft es die Gesellschafter

Dass die nächs­te Kon­junk­tur­kri­se eine neue Debat­te um Steu­er­erhö­hun­gen aus­lö­sen wird, ist abzu­se­hen. Im Fokus der Debat­te steht dann auch die Besteue­rung der GmbH. Genau: Die Besteue­rung der Gesell­schaf­ter der GmbH. Argu­men­ta­ti­on der „Refor­mer“: Bei allen ande­ren Ein­kom­mens­ar­ten wird nach dem per­sön­li­chen Steu­er­satz ver­steu­ert – also pro­gres­siv. Die Pro­gres­si­on ist Teil der Steu­er­ge­rech­tig­keit. Nur Kapi­tal­ein­künf­te wer­den in Deutsch­land pau­schal mit 25 % – Abgel­tung­s­teu­er besteu­ert. Das ist – so die Kri­ti­ker der jet­zi­gen Besteue­rungs­pra­xis – ein ekla­tan­ter Ver­stoß gegen das Prin­zip der Besteue­rung nach der Leistungsfähigkeit. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Steuern 4.0: Alles wird elektronisch – auch die automatische Kontrolle

Der­zeit wird der Gesetz­ent­wurf zur Moder­ni­sie­rung des Besteue­rungs­ver­fah­rens dis­kutiert (Refe­ren­ten­ent­wurf des BMF vom 26.8.2015). Damit sol­len die Vor­aus­set­zun­gen für kom­plet­ten elek­tro­ni­schen Daten­aus­tausch zwi­schen Bür­gern, Unter­neh­men und den Finanz­be­hör­den neu gere­gelt wer­den. In einem ers­ten Schritt wer­den nun die Vor­aus­set­zun­gen für die elek­tro­ni­sche Ein­kom­men­steu­er-Erklä­rung geschaf­fen. Im Ein­zel­nen ist geplant: … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Verbands-Geschäftsführer kann vor´s Arbeitsgericht

Wird der Geschäfts­füh­rer eines Ver­ban­des (hier: Dach­de­cker-Innung) abbe­ru­fen und gekün­digt, hat er grund­sätz­lich die Mög­lich­keit, vor einem Arbeits­ge­richt gegen die Kün­di­gung vor­zu­ge­hen. Ins­be­son­de­re dann, wenn sein Anstel­lungs­ver­trag kla­re Ver­ein­ba­run­gen und Vor­ga­ben bezüg­lich Arbeits­zeit, Dau­er, Ort und Durch­füh­rung der Tätig­keit ent­hält (BAG, Urteil vom 8.9.2015, 9 AZB 21/15). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Geschäftsführer-Versicherung: Doppelt hält besser (D & O)

Die Prä­mi­en für sog. D & O – Poli­cen, mit denen sich der Geschäfts­füh­rer gegen Haf­tungs­ri­si­ken absi­chern kann, sind in den letz­ten Jah­ren deut­lich gesun­ken. Auch, weil sich immer mehr Geschäfts­füh­rer gegen die zuneh­men­den Haf­tungs­ri­si­ken (Stich­wort: Com­pli­ance) absi­chern. Wich­tig ist dabei, dass der Leis­tungs­um­fang der Poli­ce spe­zi­ell auf die Risi­ken des jewei­li­gen Geschäfts­füh­rers abge­stimmt ist. In der Pra­xis wird die Ver­si­che­rung in ers­ter Linie für Feh­ler im Insol­venz­ver­fah­ren einer GmbH oder – damit im Zusam­men­hang – für eine feh­ler­haf­te Ein­la­ge­zah­lung in Anspruch genommen.…