Kategorien
Volkelt-Briefe

Warum verdienen AG-Vorstände mehr als GmbH-Geschäftsführer?

Pro­vo­zie­ren­de Fra­ge eines Kol­le­gen: „Kann einer allei­ne (Ex-VW-Chef Win­ter­korn; Anm. d. Red.) so viel Ver­ant­wor­tung tra­gen, dass er 16 Mio. EUR pro Jahr wert ist“? (plus 28 Mio. EUR Pen­si­ons­an­sprü­che). Gemeint ist: Für Geschäfts­füh­rer in mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men bestimmt die Finanz­ver­wal­tung, wie viel sie ver­die­nen dür­fen. Im Kon­zern bestimmt „die Ver­ant­wor­tung, die sie tra­gen“, wie viel ver­dient wird. So die mora­li­sche Argumentation. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Terminsache: Kleine GmbHs müssen Jahresabschluss beschließen

Klei­ne GmbHs haben gera­de noch 7 Wochen Zeit, den Gesell­schaf­tern der GmbH den Jah­res­ab­schluss für das ver­gan­ge­ne Geschäfts­jahr (2014) vor­zu­le­gen, die­sen fest­stel­len und beschlie­ßen zu las­sen (Frist: 30.11.2014 gemäß § 42a GmbH-Gesetz). Für Sie als Geschäfts­füh­rer ist zusätz­lich wich­tig: Las­sen Sie den Beschluss über Ihre Ent­las­tung fas­sen. Pla­nen Sie die Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung recht­zei­tig und fas­sen Sie alle Beschluss for­mal kor­rekt. Das bedeutet: … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Kommunale GmbHs: Geschäftsführer-Gehälter immer transparenter

Bereits nach einem Jahr zeigt die MONI­TOR-Sen­dung zur Trans­pa­renz der Geschäfts­füh­rer-Gehäl­ter in kom­mu­na­len GmbHs Wir­kung. In der Zwi­schen­zeit haben zahl­rei­che Kom­mu­nen ihre Sat­zun­gen so geän­dert, dass die an die Geschäfts­füh­rer der kom­mu­na­len GmbHs gezahl­ten Gehäl­ter offen gelegt wer­den müs­sen. Damit bleibt jetzt für vie­le Kom­mu­nen nur noch das Pro­blem, wie sie die­se Trans­pa­renz in den lau­fen­den Geschäfts­füh­rer-Ver­trä­gen umset­zen kön­nen (vgl. zuletzt Nr. 49/2014). Der­zeit von fast allen Kom­mu­nen prak­ti­zier­te Lösung: … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Firmenwagen: Finanzamt muss Luxus zulassen

Dient der Fir­men­wa­gen der Reprä­sen­ta­ti­on des Unter­neh­mens und der Pro­duk­te des Unter­neh­mens (hier: Kar­bon-Karos­se­rien), muss das Finanz­amt auch außer­ge­wöhn­lich hohe Kos­ten (hier: Lea­sing­ra­ten) für ein eben sol­ches Fahr­zeug in vol­ler Höhe als Betriebs­auf­ga­ben aner­ken­nen (FG Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 22.12.2014, 6 K 238/14). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Mindestlohn: Stichproben jetzt auch in anderen Branchen

Nach den Min­dest­lohn-Kon­trol­len in den Bran­chen Gas­tro­no­mie, Fri­seu­re und Taxi-Unter­neh­men, die in bun­des­deut­schen Bahn­hö­fen kon­trol­liert wur­den, nimmt sich die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS) jetzt die Bran­chen Logis­tik, Trans­port und Paket­zu­stel­ler vor. Kon­trol­liert wird an Rast- und Park­plät­zen ohne Vor­war­nung. Die Fah­rer wer­den befragt nach Min­dest­lohn, Schein­selb­stän­dig­keit und Schwarz­ar­beit. Geprüft wird auch, ob die Per­so­nen Leis­tun­gen aus der Sozi­al­ver­si­che­rung bezie­hen (Harz 4). Nach offi­zi­el­len Zah­len gab es z. B. in Süd­ba­den bei 285 kon­trol­lier­ten Paket­zu­stel­lern ca. 5 % Bean­stan­dun­gen, bei denen der Ver­dacht auf Ver­stoß gegen das Min­dest­lohn­ge­setz vor­lag und zu denen wei­te­re Ermitt­lun­gen geführt wer­den. Dann aller­dings vor Ort in den betrof­fe­nen Unternehmen. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Arbeitsrecht: Sie müssen über Kündigungen informieren

Ist ein Stel­len­ab­bau geplant, kön­nen Sie den Betriebs­rat nicht zur Geheim­hal­tung die­ser Maß­nah­me gegen­über der Beleg­schaft ver­pflich­ten. Es han­delt sich nicht um ein Geschäfts­ge­heim­nis (Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Urteil vom 20.5.2015, 3 TaBV 35/14). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Leere Staatskassen: Pläne für mehr Steuern auf den GmbH-Gewinn

Der­zeit ver­steu­ern GmbH-Gesell­schaf­ter aus­ge­schüt­te­ten GmbH-Gewinn mit 25% Abgel­tungs­steu­er oder – bei gerin­ge­rem per­sön­li­chen Steu­er­satz – nach dem für ihn güns­ti­ge­ren Teil­ein­künf­te­ver­fah­ren. Ziel der Bun­des­rats-Initia­ti­ve ist es, aus­ge­schüt­te­te GmbH-Gewin­ne wie­der nach dem (in der Regel höhe­ren) per­sön­li­chen Steu­er­satz des Gesell­schaf­ters zu besteu­ern (BR vom 25.9.2015). …

Kategorien
Volkelt-Briefe

Geschäftsführer-Haftung: Wie viel „VW” dürfen SIE?

Man darf wirk­lich gespannt sein, wie der „VW-Kom­plex“ auf­ge­ar­bei­tet wird. Juris­tisch, PR-tech­nisch, unter Wett­be­werbs­aspek­ten usw. Und man muss davon aus­ge­hen, dass die offen geleg­te Mani­pu­la­ti­on nicht der ein­zi­ge Lap­sus ist, der in die­sem Zusam­men­hang auf­ge­deckt wird. So wer­den ja auch die Ver­brauchs­wer­te moder­ner Kfz nicht nach Füll­men­gen im Tank son­dern nach sta­tis­ti­schen Durch­schnitts­wer­ten anhand der geleitste­ten Kilo­me­ter hoch­ge­rech­net. Auch in vie­len ande­ren Berei­chen geht es nicht mehr um Rea­li­tä­ten: So wird in der Lebens­mit­tel­bran­che nicht wirk­lich im Labor getes­tet, son­dern nach (zer­ti­fi­zier­ter) Akten­la­ge, sie­he z. B. bei vie­len Umwelt-Pro­duk­ten (vgl. Nr. 14/2014) oder man neh­me den Sili­kon-Skan­dal (vgl. Nr. 29/2015). Oder wenn der Kurs eine Aktie, die im Betriebs­ver­mö­gen gehal­ten wird, zur Bewer­tung des Fir­men­ver­mö­gens ermit­telt wer­den muss, schaut man ja auch nicht in den Index son­dern lässt den Wahr­schein­lich­keits-Rech­ner ans Werk. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

GmbH-Marketing: Die Unternehmens-Pressekonferenz im Livestream

Pres­se­ar­beit und PR sind wich­tig und gewin­nen an Bedeu­tung. Z. B., wenn Ihr Unter­neh­men in der Öffent­lich­keit wenig bekannt ist und Sie neue Mit­ar­bei­ter brau­chen. Regio­na­le Pres­se und Jour­na­lis­ten haben jetzt schon Pro­ble­me damit, dass immer mehr Unter­neh­men in die Öffent­lich­keit wol­len. Immer mehr Pres­se­mit­tei­lun­gen gehen ein und müs­sen bear­bei­tet wer­den. Damit wird es für das ein­zel­nen Unter­neh­men schwe­rer, eine Pres­se­mit­tei­lung zu plat­zie­ren. Eine gute Mög­lich­keit, der regio­na­len Jour­nail­le auf­zu­fal­len, ist es, Zah­len und Unter­neh­mens-Neu­ig­kei­ten per Pres­se­kon­fe­renz vor­zu­stel­len und die­se zeit­gleich auch im Inter­net zu übertragen. … 

Kategorien
Volkelt-Briefe

Kündigungsschutz: Fremd-Geschäftsführer und Praktikanten zählen

Nach EuGH-Recht­spre­chung zäh­len Fremd-Geschäfts­füh­rer und Prak­ti­kan­ten bei der Mit­ar­bei­ter­zahl mit. Bei­spiel: Hat die GmbH 18 fest ange­stell­te Mit­ar­bei­ter, einen Fremd-Geschäfts­füh­rer und 2 Prak­ti­kan­ten, ergibt das 21 Mit­ar­bei­ter. Fol­ge: Das Kün­di­gungs­schutz­ge­setz gilt. Dann muss das Unter­neh­men z. B. bei meh­re­ren Kün­di­gun­gen eine sog. Mas­sen­ent­las­sungs­an­zei­ge. Unter­las­sen Sie das, sind die Kün­di­gun­gen unwirk­sam (vgl. Nr. 32/2015). Für die Pra­xis ist wichtig: …