Eine interessante Form von EK-Beteiligung in Höhe von insgesamt 500 Mio. EUR für mittelständische Unternehmen hat jetzt die KfW aufgelegt > Unser TIPP
Autor: volkelt
Volkelt-Brief 24/2010
Themen heute: Keine Privilegien für Betriebsprüfer + OLG stoppt Zugriff auf privates Vermögen des GmbH-Gesellschafters + Abfindung nach dem Stuttgarter Verfahren bringt immer noch Probleme + Mindestlaufzeit des Gewinnabführungsvertrages + Geschäftsführer kann Kündigungsschutz extra vereinbaren + Auch der neu bestellte Geschäftsführer muss Wettbewerbsverbot einhalten + u.v.m.
Der Neue ASTRA BPI
Wahrscheinlich ist es ja nur ein letztes Aufbäumen der alten Industrien – so wie damals mit der Erfindung des automatischen Web-Automaten und der damit direkt verbundenen Abschaffung des Fuß getriebenen Webstuhls – Gehart Hauptmann hat das Ganze in seinem Drama „Die Weber“ eindrucksvoll der Nachwelt überliefert. Oder das elende Sterben der Eisen- und Stahlhütten, die erst jetzt hunderte von Jahren später als Weltkulturerbe (Völklinger Hütte + 2,3) zum Refugium für Kunstbeflissene wieder entdeckt werden. Riesige Hotellandschaften entstehen derzeit rund herum, um den Besucherstrom einigermaßen zu bändigen (Hilton + 2,8).
Kurz vorm endgültigen Ende der Erdölreserven gibt es jetzt natürlich erhöhten Handlungsbedarf. Und ganz langsam steigen wir durch: Bevor das solargetriebene Elektro-Automobil den Ölpreis (BP – 4,7 %) in den Keller rutschen lässt und alle Opel-Arbeiter arbeitslos auf der Straße stehen, haben sich die Konzern-Strategen von Opel und BP etwas Außergewöhnliches einfallen lassen: Zuerst haben die BP-Leute den Ölpreis stabilisiert, indem Sie das Angebot künstlich verknappt haben. Mit den zusätzlichen Erträgen wurde dann ein Aktientausch mit General Motors (+ 1,1 %) eingefädelt.
Im Gegenzug wird der Opel ASTRA BPI aufgelegt – eine Art Mini-Kopie eines Ferrari Quattro mit dankbaren Verbrauchswerten. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in Ihrem Golf GTI sitzen und beim Ampelstart ein dunkel-/hellgrün-karierter wahlweise gestreifter ASTRA BPI Sie wie einen Anfänger aussehen lässt. Derweil haben die BP-Justitiare die Verträge für die Franchise-Partner etwas abgeändert, so dass man als BP-Tankstellenpächter für den ASTRA Prozente bekommt – was den Minimum-Absatz von 120.000 Exemplaren aus dem Stand sichert – inkl aller Mitnahmeeffekte durch Fanilien-Angehörige und Freude. Ein mithin genialer Marketing-Streich aus der Sixt-Kiste (+ 1,3 %), ein gandioses britisch/amerikanisches Meisterstück anspruchsvoller Monopolkultur. Aber nicht zu früh freuen. Der Siegeszug des Elektroautomobils ist schließlich durch nichts nicht mehr aufzuhalten. Höchstens, wenn fallende Strompreise die Kurse unserer Atomenergie-Aktien (RWE – 2,4 %) so einbrechen lassen, dass unsere Alterssicherung schrumpft. Aber da wissen wir ja jetzt, was man da tun kann.
PS: angegebene Aktienkurse im Monatsvergleich Mai 2009/2010
Das ist neu: Laut Bundesgerichtshof (BGH) kann der Geschäftsführer einer GmbH mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, dass die Vorschriften des Kündigungsschutzgesetzes für den Dienstvertrag eingehalten werden müssen. Vorteil für den Geschäftsführer: …
Volkelt-Brief 23/2010
Heute: Unklare Steuerbescheide kosten + Was erwarten die Familien-Gesellschafter von einem Fremd-Geschäftsführer + OFD verlangt klare Selbstanzeigen – sonst gibt es keine Strafbefreiung + Golf bleibt Privatsache + Ausscheidender Mitarbeiter darf keinen Wettbewerb machen u. v. m.
Volkelt-Brief 22/2010
Gemüse-Allerlei
Inzwischen hat Berlusconi klein beigeben müssen, insofern sind unsere Wahrsagungen für Viva Italia leider nicht eingetroffen. Aber mit der Realität ist das ja so eine Sache. Mal so. Mal anders. Inzwischen spricht man ja schon überall und ganz offiziell von den Schweine-Staaten Portugal, Griechenland, Spanien und Italien. Wobei wir uns für unsere südlichen Nachbarn gerne eine etwas nettere Bezeichnung gewünscht hätten, z. B. Coruptinis oder Minestroninis – als nett gemeinte Anspielung auf ihre Liebe zum Gemüse-Allerlei, wahlweise Gaspachos oder Gauchillos.
Trotzdem Zeit, mal wieder einen Blick in die Zukunft zu riskieren – schließlich müssen wir ja wissen, wo und in was wir investieren können. Zum Beispiel Futures: Auf jeden Fall Warenterminsachen. Wasser, Luft, Feuer und die üblichen Basics. Ein Riesentipp sind Lebensmittel, Tomaten, Kartoffeln, Rindvieh. Wer noch weiter vorausschaut, setzt auf landwirtschaftliche Nutzfläche, Düngemittel, eventuell Papiere eines Traktorenherstellers und veterinäre Pharma-Produkte. Deutsche Bank bleibt auf jeden Fall ein Muss.
Bis hierher ist das ja Alles kein Teufelszeug. Was wichtig ist, dass Sie rechtzeitig kaufen und verkaufen. Auf keinen Fall eigenes Geld einsetzen. Davon sollten Sie sich ein schönes Leben machen. Vielleicht mal die Gattin zu einem tollen Essen einladen. Wie lange ist es eigentlich her, dass es das letzte Mal Blumen gab? Oder neue Zähne (Gold?) – damit der BISS nicht verloren geht.
Ihre konstruktiven Vorschläge können Sie ja unten in den Kommentierungen abgeben. Danke.
Volkelt-Brief 21/2010
Heute: Rückstellung für Aufwendungen für den Jahresabschluss + Was tun bei einer fehlerhaften Bilanz ? + Innovations-Gutschein senkt Beraterkosten um 50 % + Achtung: vGA bei Bau-GmbH – zu niedrige Verrechnungspreise + EK und Mitarbeiterbeteiligungsmodelle vom Spezialisten
Wenn die eigene GmbH nicht richtig ins Laufen kommt, kann es eine Alternative sein, sich als Fremd-Geschäftsführer – z. B. in einem Familien-Unternehmen ohne geeigneten Nachfolger – zu bewerben. Unser TIPP >
