Heute: Unklare Steuerbescheide kosten + Was erwarten die Familien-Gesellschafter von einem Fremd-Geschäftsführer + OFD verlangt klare Selbstanzeigen – sonst gibt es keine Strafbefreiung + Golf bleibt Privatsache + Ausscheidender Mitarbeiter darf keinen Wettbewerb machen u. v. m.
Autor: volkelt
Volkelt-Brief 22/2010
Gemüse-Allerlei
Inzwischen hat Berlusconi klein beigeben müssen, insofern sind unsere Wahrsagungen für Viva Italia leider nicht eingetroffen. Aber mit der Realität ist das ja so eine Sache. Mal so. Mal anders. Inzwischen spricht man ja schon überall und ganz offiziell von den Schweine-Staaten Portugal, Griechenland, Spanien und Italien. Wobei wir uns für unsere südlichen Nachbarn gerne eine etwas nettere Bezeichnung gewünscht hätten, z. B. Coruptinis oder Minestroninis – als nett gemeinte Anspielung auf ihre Liebe zum Gemüse-Allerlei, wahlweise Gaspachos oder Gauchillos.
Trotzdem Zeit, mal wieder einen Blick in die Zukunft zu riskieren – schließlich müssen wir ja wissen, wo und in was wir investieren können. Zum Beispiel Futures: Auf jeden Fall Warenterminsachen. Wasser, Luft, Feuer und die üblichen Basics. Ein Riesentipp sind Lebensmittel, Tomaten, Kartoffeln, Rindvieh. Wer noch weiter vorausschaut, setzt auf landwirtschaftliche Nutzfläche, Düngemittel, eventuell Papiere eines Traktorenherstellers und veterinäre Pharma-Produkte. Deutsche Bank bleibt auf jeden Fall ein Muss.
Bis hierher ist das ja Alles kein Teufelszeug. Was wichtig ist, dass Sie rechtzeitig kaufen und verkaufen. Auf keinen Fall eigenes Geld einsetzen. Davon sollten Sie sich ein schönes Leben machen. Vielleicht mal die Gattin zu einem tollen Essen einladen. Wie lange ist es eigentlich her, dass es das letzte Mal Blumen gab? Oder neue Zähne (Gold?) – damit der BISS nicht verloren geht.
Ihre konstruktiven Vorschläge können Sie ja unten in den Kommentierungen abgeben. Danke.
Volkelt-Brief 21/2010
Heute: Rückstellung für Aufwendungen für den Jahresabschluss + Was tun bei einer fehlerhaften Bilanz ? + Innovations-Gutschein senkt Beraterkosten um 50 % + Achtung: vGA bei Bau-GmbH – zu niedrige Verrechnungspreise + EK und Mitarbeiterbeteiligungsmodelle vom Spezialisten
Wenn die eigene GmbH nicht richtig ins Laufen kommt, kann es eine Alternative sein, sich als Fremd-Geschäftsführer – z. B. in einem Familien-Unternehmen ohne geeigneten Nachfolger – zu bewerben. Unser TIPP >
Zeitarbeit
Laut BFH-Rechtsprechung können (lohnsteuerpflichtige) freiwillige Zuzahlungen des Arbeitgebers in steuerfreie Zuschüse umgewandelt werden. Unser TIPP >
Volkelt-Brief 20/2010
Heute: Mit der Immobilien-GmbH ins Ausland + Gesellschafter-Darlehen: Geschäftsführer ist verantwortlich für die Finanzen + Vorsicht: Wann ist die Geschäftsführer-Tantieme fällig und damit steuerpflichtig? + BMF: Verzicht auf Pensionszusage + Verschwiegenheitsklausel über Gehaltsvereinbarung für Mitarbeiter ist unwirksam u.v.m.
Sparschwein
Es ist meistens aus dickem Porzellan oder Terracotta. Wahlweise tut es auch eine Blechdose, die das Familienoberhaupt mit dem Dosenöffner öffnet (bitte verletzungsfrei bleiben), damit Sohnemann am Weltspar-Tag seine mühsam zusammen gesparten EUROS auf sein Sparkonto bei der Sparkasse einzahlen kann, um damit den Führerschein mit 17 zu „finanzieren“. So jedenfalls bisher – auch wenn das eine etwas verklärte Vorstellung vom Sparen ist. Laut Volkswirtschaftslehre ist Sparen = Bruttonationaleinkommen wahlweise BSP (hat nichts zu tun mit BSE) minus Konsum. Klingt irgendwie logisch – bringt aber nicht wirklich irgendeinen Erkenntnisgewinn. In den nächsten paar Jahren werden wir jetzt alle gemeinsam sparen, indem wir mehr Mehrwertsteuer zahlen müssen. Ganz besonders auf dem Kieker hat der Finanzminister den ermäßigten Mehrwerteuersatz – der muss von 7 um 12 auf dann 19 % heraufgesetzt werden. So gesehen ein Beitrag zur Entbürokratisierung, weil wir damit sicherlich das ein oder andere Formular vergessen können. Na dann wollen wir mal auflisten (§ 12 Abs. 2 UStG):
Der ermäßigte MWSt-Satz von 7% gilt für die Lieferung von Lebensmitteln, für Milch und Milchmischgetränke, nicht jedoch (anderweitige) Getränke (Ausnahme: Milch und Milchmischgetränke mit einem Milchanteil von mehr als 75 %, unabgefülltes Wasser), für die Lieferung von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften (wenn jugendkonform, keine sexuellen Inhalte), für den öffentlichen Personenahverkehr (öffentliche Verkehrsmittel auf Strecken kürzer als 50 km), für die Einräumung, Übertragung und Wahrnehmung von Rechten, die sich aus dem Urheberrechtsgesetz ergeben, die Leistungen aus der Tätigkeit als Zahntechniker sowie die in § 4 Nr. 14 Satz 4 Buchstabe b bezeichneten Leistungen der Zahnärzte, die Eintrittsberechtigung für Theater, Konzerte und Museen, sowie die den Theatervorführungen und Konzerten vergleichbaren Darbietungen ausübender Künstler, die Überlassung von Filmen zur Auswertung und Vorführung sowie die Filmvorführungen, soweit die Filme nach § 6 Abs. 3 Nr. 1 bis 5 des Gesetzes zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit oder nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 des Jugendschutzgesetzes gekennzeichnet sind oder vor dem 1. Januar 1970 erstaufgeführt wurden, die Zirkusvorführungen, die Leistungen aus der Tätigkeit als Schausteller sowie die unmittelbar mit dem Betrieb der zoologischen Gärten verbundenen Umsätze, für die Leistungen der Zweckbetriebe von Körperschaften, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen (§§ 51 bis 68 der Abgabenordnung) usw.und so fort.
Damit Sie wenigstens mal eine Vorstellung davon haben um was es geht und wir hier nicht im Nebel herumstochern müssen. Vielleicht wird das ja wirklich der ganz große Wurf. Wie gesagt: Sparen/respektive Investieren = B – C. So kompliziert ist das doch gar nicht. Etwas schwieriger ist da schon das mit dem Multiple-Choice für den Führerschein.
