Für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärungen vom Steuerberater erstellen lassen, gilt automatisch eine Frist-verlängerung. Dieses Steuererklärungen müssen dann spätestens zum Ablauf des Folgejahres eingereicht werden. Danach müssen Sie zum 31.12.2011 Ihre privaten Steuererklärungen und die der GmbH für das Steuerjahr 2010 dem Finanzamt vorlegen. Ausnahme: …
Autor: volkelt
Zum 1.4. wird für deutsche Exporteure, die ins EU-Ausland (§ 4 Nr. 1 Buchst. a i.V. m. § 6 UStG) liefern, die sog. Gelangensbestätigung als Voraussetzung für die Umsatzsteuerbefreiung der Lieferung verbindlich eingeführt (Muster: Gelangensbestätigung). Dieses neben der bisher üblichen Lieferbestätigung zusätzliche Dokument bedeutet für Exporteure und Frachtunternehmen einen enormen zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Nach heftigen Protesten aus der Wirtschaft hat sich das Bundesfinanzministerium jetzt bereit erklärt, vor der endgültigen Umsetzung dieser Bürokratievorschrift erneut zu prüfen, ob hier eine einfachere Lösung möglich ist.
Für die Praxis: Dazu gab es jetzt ein Absprache …
Volkelt-Brief 02/2012
Themen heute: Steuerprüfen nutzen immer mehr websites für Nachforschungen + Der Fall „Märklin”: Sanierungskonzept muss mehr bringen als Papier + Unternehmensregister wird europaweit + WICHTIG: FG München erschwert Umsatz-Hinzuschätzungen nach Durchschnittsverfahren + Ausbildungskosten: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen + BGH will klare Vorgaben für Geschäftsführer-Haftung im Bankrott-Fall + BISS …
Bisher kann der Geschäftsführer bei missbräuchlicher Verwendung von GmbH-Vermögen im Insolvenzfall nur dann wegen betrügerischem Bankrott strafrechtlich belangt werden, wenn er dabei „gegen die Interessen der Gesellschaft“ handelt. Hier lässt der 3. Strafsenat des BGH jetzt prüfen, …
In Sachen steuerliche Anerkennung von Ausbildungskosten für die Erstausbildung ist das letzte Wort immer noch nicht gesprochen. Laut BMF können diese nur noch als Sonderausgaben bis zur Höchstgrenze (bis 6.000 €) abgezogen werden. Laut Deutschem Steuerberaterverband ist aber dazu noch ein wichtiges Finanzgerichts-Verfahren anhängig. Danach …
Schützenhilfe für alle Unternehmen, deren Umsätze nach Durchschnittssätzen geprüft werden, gibt es vom Finanzgericht München. Danach dürfen bei Prüfungen in geldintensiven Branchen (Gastronomie, landwirtschaftliche Erzeuger) nicht einfach Durchschnittswerte und Rohgewinn-Durchschnittssätze schematisch angewandt und danach die Umsätze bzw. die Umsatz- und Einkommenssteuer errechnet werden. Danach muss der Steuerprüfer beachten: …
Unterdessen haben die EU-Kommission und der Rechtsausschuss des europäischen Parlaments die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Zentral‑, Handels- und Gesellschaftsregister europaweit verknüpft werden. Zunächst …
Inzwischen – rund 2 Jahre nach Anklageerhebung gegen die Beraterfirma Alix – hat ein unabhängiges Schiedsgericht den Investoren der Fa. Märklin (Kingsbridge Capital) Recht gegeben und Schadensersatzzahlungen in Höhe von 14 Mio. Euro gegen die Beraterfirma verhängt (vgl. Volkelt-Brief 10/2009). Hintergrund: Die Investmentgesellschaft hatte vor der Beteiligung an Märklin die Beraterfirma Alix mit der Prüfung der Buchhaltung und der Bilanzwerte beauftragt. Später stellt sich heraus, dass die geprüften Zahlen nicht mit den realen Sachverhalten übereinstimmten. Daraufhin hatte der Investor die Beraterfirma verklagt.
Neu an diesem Verfahren ist: …
Auf dem jährlichen IHK-Neujahrsempfang ergibt sich immer wieder die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen mit Geschäftsführer-Kollegen zu Themen, über die sonst nur am Rande gesprochen wird. Dieses Jahr zum Beispiel über die neuen Methoden der Betriebsprüfer. Auffällig sind vor allem 2 Punkte:
- Besonders ärgerlich wird von vielen Unternehmern die Praxis der Finanzbehörden moniert, wonach Umsätze nach Durchschnittswerten „verprobt“ werden (vgl. zuletzt Volkelt-Brief Nr. 50/2011).
- Auffällig auch: Viele Kollegen berichten übereinstimmend, dass die Steuerbehörden zunehmend Informationen aus dem Internet zu Zwecken der Besteuerung nutzen.
Auch bei uns in der Redaktion melden sich immer mehr Geschäftsführer von GmbHs (Beratung, Dienstleistung, Werbung, Weiterbildung) – die vom Steuerprüfer zu ihren auf den Websites angezeigten Aktivitäten, Geschäftsreisen, Referenzen und anderen mehr oder weniger vertraulichen Geschäfts-Informationen befragt werden. Das Ziel des Prüfers: Gesucht werden Anhaltpunkte für Zusatz-Umsätze, die aus den Steuerunterlagen nicht hervorgehen. Rechtlich ist das nicht zu beanstanden. Die Finanzbehörden dürfen alle öffentlichen Informationen im Besteuerungsverfahren nutzen und dem Geschäftsführer dazu Fragen zu stellen.
Für die Praxis: Richten Sie sich darauf ein, dass alle Informationen, …
Unternehmer sind pragmatische Menschen und deswegen wollen wir das Phänomen „Freundschaft“ an dieser Stelle nicht weiter unter moralischen, psychosomatischen oder Finger erhebenden Gesichtspunkten vertiefen. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Rein steuerlich unterscheiden wir zwischen privat und betrieblich veranlassten Ausgaben. Und – schön, dass es den Gesetzgeber gibt – hierzu gibt es klare Ansagen. So ist zum Beispiel der Geburtstag des Geschäftsführers eine ganz private Angelegenheit. Hier kommt jetzt der sog. Geschäftsfreund ins Spiel. Das ist ein Mensch, den der Geschäftsführer im Rahmen seiner Tätigkeit kennen gelernt hat und dabei festgestellt hat, dass der freundschaftlichen Kriterien standhält, also z. B. in punkte Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Vertraulichkeit. Feiert der Geschäftsführer seinen Geburtstag also mit seinen Mitarbeitern und seinen Geschäftsfreunden (aber ausschließlich), dann darf er alle Kosten als betrieblich veranlasste Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Schwierig wird es allerdings, wenn einer der Geschäftsfreunde ins Lager der privaten Freunde wechselt und in dieser Eigenschaft etwa zum Paten des Filius wird und an der Geburtstagsfeier teilnimmt. Für den Betriebsprüfer ist dann ganz offensichtlich: Wenn der mitfeiert, wird es steuerschädlich.