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Volkelt-Briefe

GmbH-Jahresabschluss: Weniger Bürokratie für kleinste GmbHs

Bereits im April 2012 hat­te die EU-Kom­mis­si­on ange­mahnt, die büro­kra­ti­sche Hür­den für kleins­te GmbHs zu ver­ein­fa­chen (vgl. Nr. 31/2012). In der Zwi­schen­zeit hat das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um die Haus­auf­ga­ben gemacht. Jetzt hat auch der Bun­des­tag dem vor­ge­leg­ten Kleinst­ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten-Bilanz­rechts­än­de­rungs­­­ge­setz (Micro­BilG) zuge­stimmt. Für klei­ne GmbH gibt es damit zumin­dest eini­ge Erleichterungen: …

  1. Für wen kom­men Erleich­te­run­gen? Umsatz­er­lö­se bis 700.000 €, Bilanz­sum­me bis 350.000 €, bis zu durch­schnitt­lich 10 Mit­ar­bei­tern. Zwei von drei Kri­te­ri­en müs­sen unter­schrit­ten sein. Nach ers­ten Schät­zun­gen sind das ca. 500.000 Unter­neh­men in Deutsch­land (GmbH, UG).
  2. Wel­che Erleich­te­run­gen kom­men? Die­se GmbHs/UG kön­nen eine stark ver­kürz­te Bilanz mit nur noch weni­gen Bilanz­pos­ten auf­stel­len. Sie brau­chen kei­nen Anhang mehr zu ver­öf­fent­li­chen. Sie müs­sen den Jah­res­ab­schluss nicht mehr Pflicht­ver­öf­fent­li­chen. Es genügt eine Hin­ter­le­gung im Unter­neh­mens­re­gis­ter. Vor­teil: Nur wer zahlt, kann den Jah­res­ab­schluss anschauen.
  3. Was Sie noch wis­sen müs­sen? GmbHs/UG wer­den bei Ver­säum­nis­se bei der Pflicht­ver­öf­fent­li­chung nicht mehr so hart ange­packt. Ein Ord­nungs­geld wird nur noch ver­hängt, wenn ein Ver­schul­den vor­liegt. Das Buß­geld, dass die Behör­de bei Ver­säum­nis fest­set­zen kann, wird von 2.500 € für kleins­te GmbHs auf 500 und für klei­ne GmbHs auf 1.000 € her­ab­ge­setzt. Ach­tung: Das redu­zier­te Buß­geld gibt es aber nur, wenn der Jah­res­ab­schluss inner­halb der Nach­reich­frist (6 Wochen) nach­ge­reicht wird.

Für die Pra­xis: Noch ist das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren nicht abge­schlos­sen. Es ist aber davon aus­zu­ge­hen, dass es zu die­sem Vor­ha­ben eine brei­te Zustim­mung in allen Gre­mi­en und damit auch im Bun­des­rat geben wird (letz­te Sit­zung 2012 am 14.12.2012). Nach Beschluss wer­den die neu­en Vor­ga­ben für Jah­res­ab­schlüs­se ab 2013 wirk­sam wer­den. Das heißt: Die Erleich­te­run­gen kom­men für den Jah­res­ab­schluss des dann ange­lau­fe­nen Geschäfts­jah­res 2013.

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Neu im Amt: Jetzt die Altersvorsorge anpacken

Nach­wuchs-Geschäfts­füh­rer müs­sen zum Jah­res­en­de prü­fen, ob für sie eine Pensions­zusage in Fra­ge kommt. Das ist die steu­er­güns­ti­ge Mög­lich­keit, der Steu­er-Gewinn der GmbH nach­hal­tig zu sen­ken. Vor­aus­set­zung:

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Archiv: Volkelt-Briefe

Volkelt-Brief 50/2012

The­men heu­te: Vor­teil­haf­te Steu­er-Gestal­tun­gen: Über­stun­den oder Tan­tie­me – bei­des geht nicht + Kar­tell­ver­fah­ren: GN Store Nord klagt gegen deut­sche Kar­tell­be­hör­den um 1,1 Mrd. EUR + GmbH-Jah­res­ab­schluss: Weni­ger Büro­kra­tie für kleins­te GmbHs + Neu im Amt: Jetzt die Alters­vor­sor­ge anpa­cken + GmbH-Recht: Beschlüs­se gegen den Gesell­schafts­ver­trag sind mög­lich + Geschäfts­füh­rer-Haf­tung: Was gilt, wenn der Geschäfts­füh­rer Haus­ver­bot hat? + Pflicht­ver­öf­fent­li­chung: Kei­ne Scho­nung für Kleinst-GmbHs/UGs + BISS .….

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GmbH-Recht: Beschlüsse gegen den Gesellschaftsvertrag sind möglich

Beschlie­ßen die Gesell­schaf­ter abwei­chend vom Gesell­schafts­ver­trag eine höhe­re Gewinn­aus­schüt­tung an die Gesellschafter, …

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Volkelt-Briefe

Kartellverfahren: GN Store Nord klagt gegen deutsche Kartellbehörden um 1,1 Mrd. EUR

Über die Unge­reimt­hei­ten in den euro­päi­schen und deut­schen Kar­tell­ver­fah­ren haben wir an die­ser Stel­le regel­mä­ßig berich­tet (vgl. zuletzt Nr. 24/2012). Zum Bei­spiel auch dar­über, dass die betrof­fe­nen Unter­neh­men kei­ne Mög­lich­keit haben, …

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Geschäftsführer-Haftung: Was gilt, wenn der Geschäftsführer Hausverbot hat?

Ist der ordent­lich bestell­te Geschäfts­füh­rer nicht in der Lage, sei­ne Geschäfts­füh­rungs-Auf­ga­ben zu erfül­len (z. B. weil er kei­nen Zugang mehr zu den Geschäfts­räu­men hat), haftet …

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Pflichtveröffentlichung: Keine Schonung für Kleinst-GmbHs/UGs

Als Geschäfts­füh­rer einer Kleinst-GmbH müs­sen Sie die Jah­res­ab­schlüs­se 2011 wie bis­her ver­öf­fent­li­chen. Die geplan­ten Erleichterungen … 

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BISS - DIE Wirtschafts-Satire

CEOs (Vorstandsvorsitzende)

Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler (Sprach­for­scher) der Uni Hohen­heim haben die Rede­fer­tig­kei­ten unse­rer CEO´s (Vorstands­vorsitzenden) ana­ly­siert (unter­sucht). Pro­blem: Die meis­ten Share­hol­der (Aktio­nä­re) ver­ste­hen Sät­ze mit mehr als 20 Wor­ten nicht. Fach­jar­gon (Fach­be­grif­fe) schon gleich gar nicht. Kein Wun­der, dass Lin­de Vor­stands-Chef Wolf­gang Reit­zle auf dem letz­ten Platz des Ran­kings (der Wett­be­werbs­aus­wer­tung) lan­de­te. Jeder fünf­te sei­ner Sät­ze war län­ger als 20 Wör­ter. Aber auch sonst kön­ne sich die Results (Ergeb­nis­se) sehen las­sen. Heri­bert Hai­ners, CEO von Adi­das, Reden sind danach „noch anschau­li­cher als die Tex­te der Bild-Zei­tung“ und das in Eng­lich. Mög­li­cher­wei­se waren es Sub­jekt (1. Fall), Prä­di­kat (Tu-Wort), Objekt (4. Fall)- wahl­wei­se Adjek­tiv (Eigenschaftswort)-Sätze. Alli­anz-Chef Diek­mann nuschelt beim Vor­trag. BASF-Chef Boch mun­tert sei­ne Aktio­nä­re gele­gent­lich auf mit: „Jetzt klat­schen Sie doch mal“. Der hol­län­di­sche BAYER-CEO Dek­kers ver­blüfft durch einen brei­ten Wort­schatz. BMW-Chef Nor­bert Reit­ho­fer erhält sogar die Aus­zeich­nung „bes­ser als BILD. Zet­sche gilt als Show­ta­lent. Rene Ober­mann über­zeugt mit ver­ständ­li­chen Sprach­bil­dern ohne Band­wurm­sät­ze. Fre­se­ni­us-Chef Schnei­der neigt zu Sub­stan­ti­vie­run­gen. EON-CEO Teys­sen redet zu lang und kom­pli­ziert. Sie­mens-Chef Löscher gilt ohne­hin nicht als gro­ßer Red­ner. SAP-CEO McDer­mott weiß, dass „mehr Men­schen ein Han­dy als eine Zahn­bürs­te besit­zen“. VW-Chef Win­ter­korn gip­felt mit: „Der Golf ist ein glo­ba­les Phä­no­men“. Der Erkennt­nis­ge­winn hielt sich nach dem Stu­di­um der Stu­die in Gren­zen. Aber auf jeden Fall haben wir es jetzt amt­lich und jeder der Kri­ti­sier­ten kann jetzt mit sei­nem Stab von Per­for­mance-Coa­ches üben bzw. den PR-Bera­ter, der die Rede geschrie­ben hat, ein­fach feu­ern. Uns jeden­falls hat das Kri­te­ri­um „Echt­heit” des Men­schen (Authen­ti­zi­tät) gefehlt.

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Geschäftsführer: Urlaubs- und Weihnachtsgeld für 2013 jetzt noch beschließen

Gehalts­zah­lun­gen an den Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer einer GmbH wer­den nur dann als Betriebs­aus­ga­ben aner­kannt, wenn es eine schrift­li­che Vor­ab-Ver­ein­ba­rung gibt. Das gilt auch für Urlaubs- und Weih­nachts­geld. Wich­tig:

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Whistleblowing (Anschwärzen) rechtfertigt fristlosen Rauswurf

Zeigt ein Arbeit­neh­mer den Arbeit­ge­ber an, ohne vor­her in einem inter­nen Gespräch eine Klä­rung ver­sucht zu haben, …