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Finanzbehörden müssen Einspruch per E‑Mail akzeptieren

Legt ein Steu­er­zah­ler z. B. gegen einen Steu­er­be­scheid oder einen Kin­der­geld­be­scheid per E‑Mail Ein­spruch ein, dann genügt die­ser den for­ma­len recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für einen wirk­sa­men Ein­spruch. Die Behör­de kann nicht ver­lan­gen, dass der Ein­spruch mit eigen­hän­di­ger Unter­schrift oder elek­tro­ni­scher Signa­tur ver­se­hen sein muss (BFH, Urteil vom 13.5.2015, III R 26/14). …

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BMF prüft Folgen der Selbstanzeige für Unternehmen

Mit der Ver­schär­fung der straf­be­frei­en­den Selbst­an­zei­ge gibt es auch Pro­ble­me für Unter­neh­men, die ihre Steu­er­erklä­run­gen nach­bes­sern müs­sen – z. B., weil die Zah­len nicht recht­zei­tig vor­la­gen oder feh­ler­haft erfasst wur­den. Nach der momen­ta­nen Rechts­la­ge sind sol­che Vor­gän­ge auch straf­recht­lich rele­vant. Nach dem Ent­wurf sol­len Selbst­an­zei­ge und Berich­ti­gung kla­rer abge­grenzt wer­den. Außer­dem sol­len die Unter­neh­men mehr Zeit bekom­men, um nach einer Selbst­an­zei­ge die Steu­er­erklä­run­gen nach­zu­bes­sern (vor­läu­fi­ger Dis­kus­si­ons­ent­wurf eines Anwen­dungs­er­las­ses zu § 153 AO vom 14.7.2015). …

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Wirtschaftspolitik: Wer vertritt die kleineren Unternehmen?

Jetzt auch noch ALFA. Damit ist zu befürch­ten, dass sich bei der nächs­ten Bun­des­tags­wahl im Herbst 2017 bis zu 14,7 % der kon­ser­va­ti­ven und in der Regel wirt­schafts­na­hen Wäh­ler­stim­men neu­tra­li­sie­ren wer­den. So groß könn­te die Sum­me der Stim­men an AfD, ALFA und FDP-Wäh­lern wer­den, die bei der Schluss­rech­nung nicht mit­ge­rech­net wer­den, weil die­se Par­tei­en an der 5 %-Hür­de schei­tern (vgl. Nr. 22/2015). Das ist viel und u. U. Wei­chen stel­lend für die Wirt­schafts­po­li­tik der nächs­ten Jahre. … 

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GmbH-Führung: Diese Spielregeln gelten beim Selbst-Coaching

Gera­de im klei­nen Team ist es wich­tig, wie Sie den Gegen­über füh­ren. Z. B. dann, wenn es um Ver­än­de­run­gen, um Kri­tik oder um neue Ziel­rich­tun­gen geht. Ohne Zustim­mung und Ein­sicht der Mit­ar­bei­ter wird es Ihnen kaum gelin­gen, Pro­zes­se zu ver­än­dern oder Neue­run­gen durch­zu­set­zen. Rich­tig ist aller­dings auch, dass vie­le Trai­ner und Coa­ches Geschäfts­ab­läu­fe aus der Ange­stell­ten-Per­spek­ti­ve ken­nen und wahr­neh­men, nicht aber aus der Per­spek­ti­ve des (Kos­ten-) ver­ant­wort­li­chen Entscheiders.… 

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GmbH-Finanzen: Bank darf bei fehlenden Unterlagen Kredite kündigen

Gewährt die Bank Kre­di­te von mehr als 750.000 €, ist sie ver­pflich­tet, sich vom Kre­dit­neh­mer die wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se offen legen zu las­sen. Z. B. durch die Vor­la­ge des voll­stän­di­gen Jah­res­ab­schlus­ses. Die Bank ist dazu sogar gesetz­lich ver­pflich­tet (§ 18 Kre­dit­we­sen­ge­setz). Ein Geschäfts­füh­rer-Kol­le­ge aus Hes­sen ließ es jetzt dar­auf ankom­men. Er ver­wei­ger­te der Bank kon­ti­nu­ier­lich die Vor­la­ge ent­spre­chen­der wirt­schaft­li­cher Nachweise. … 

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Büroratie-Kosten: Steuerberater wollen Preise retten

In einem Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­ren prüft die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on zur Zeit u. a. auch die Steu­er­be­ra­ter­ver­gü­tungs­ver­ord­nung (StBVV) und hier ins­be­son­de­re die sog. Min­dest­sät­ze für Bera­tungs­leis­tun­gen. Die­se ent­spre­chen nicht den laut Dienst­leis­tungs­ver­ord­nung vor­ge­schrie­be­nen Grund­sät­zen der Erfor­der­lich­keit und auch nicht Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. Der­zeit berei­tet die Bun­des­re­gie­rung eine Stel­lungs­nah­me dazu vor (Quel­le: Wirt­schafts­prü­fer­kam­mer, PM vom 20.8.2015).…

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Mitarbeiter: Neues Urteil zur Kündigung wegen Bagatelldelikt

Laut Arbeits­ge­richt Ham­burg recht­fer­tigt die Ent­wen­dung gering­wer­ti­ger Sachen (hier: 8 beleg­te Bröt­chen­hälf­ten) nur dann eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung, wenn es nicht mög­lich ist, mit einer Abmah­nung ver­lo­ren gegan­ge­nes Ver­trau­en wie­der her­zu­stel­len. Das ist der Fall, wenn der Arbeit­neh­mer 1. nicht heim­lich han­delt, 2. den Feh­ler ein­räumt und 3. Unrechts­be­wusst­sein und Reue zeigt (Arbeits­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 1.7.2015, 27 Ca 87/15). …

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Recht: Gesellschaftervereinbarung überstimmt Gesellschaftsvertrag

Ver­ein­ba­ren die Gesell­schaf­ter ent­ge­gen dem GmbH-Gesel­l­­schafts­ver­trag, dass die Abfin­dung für den aus­schei­den­den Gesell­schaf­ter nur nach dem Nomi­nal­wert und nicht wie im Gesell­schafts­ver­trag vor­ge­se­hen zum Ver­kehrs­wert erfol­gen soll, dann kann das als schuld­recht­li­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen den Gesell­schaf­ter wir­ken und damit recht­li­chen Bestand haben. Die­se kann als wil­lent­li­che Ände­rung des Gesell­schafts­ver­tra­ges zu deu­ten sein (BGH, Urteil vom 15.3.2010, II ZR 4/09). …

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Jahresabschluss 2014: Im Ernstfall sind Sie draußen

Bereits in Nr. 32/2015 hat­ten wir unter der Head­line „Ter­min­sa­che“ auf die ulti­ma­tiv letz­te Frist (31.8.2015) zur Vor­la­ge und Fest­stel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses 2014 für mit­tel­gro­ße und gro­ße GmbHs hin­ge­wie­sen. Dazu die Fra­ge eines Kol­le­gen: „Ist das Sze­na­rio rea­lis­tisch oder malen Sie hier Schreck­ge­spens­ter?“. …

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GmbH-Verkauf: Wie Sie als Geschäftsführer Alles richtig machen

Möch­te einer von meh­re­ren Gesell­schaf­ter einer Fami­li­en-GmbH sei­nen Anteil ver­kau­fen, ist der in der Regel dar­an inter­es­siert einen Höchst­preis zu erzie­len. Das geht aber nur, wenn ihm zur Bewer­tung des Anteils sämt­li­che Infor­ma­tio­nen und Inter­na aus der GmbH zur Ver­fü­gung ste­hen, also z. B. aus dem Geschäfts­be­richt oder dem Jah­res­ab­schluss. Als Gesell­schaf­ter hat er Zugang zu die­sen Infor­ma­tio­nen. Weder Sie als Geschäfts­füh­rer noch die Mit-Gesell­schaf­ter haben dann einen Ein­fluss dar­auf, wenn der ver­kaufs­wil­li­ge Gesell­schaf­ter die­se Inter­na – die aus­führ­li­cher sind als die offi­zi­ell im Unter­neh­mens­re­gis­ter aus­ge­wie­se­nen Infor­ma­tio­nen über die GmbH – an einen poten­zi­el­len Käu­fer wei­ter gibt. Was aber, wenn er zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen über die GmbH anfor­dert, z. B. um ein aus­führ­li­ches Due-Dili­gence-Gut­ach­ten erstel­len zu lassen? …