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GmbH-Fuhrpark: Tanken, wenn es billig ist – geht nicht immer

Mit der Mel­de­pflicht der Sprit­prei­se der Tank­stel­len an die Markt­trans­pa­renz­stel­le gibt es unter­des­sen zwar voll­stän­di­ge Trans­pa­renz über die aktu­el­len Sprit­prei­se (vgl. Nr. 36 + 43/2013). Das eigent­li­che Anlie­gen der Kar­tell­be­hör­den ist aber längst nicht erreicht: Offi­zi­el­les Ziel war es u. a. auch, die (will­kür­li­chen) Schwan­kun­gen der Sprit­prei­se aus­zu­schal­ten. In der Pra­xis ist aller­dings genau das Gegen­teil ein­ge­tre­ten. Die Prei­se schwan­ken noch stär­ker und das im Minu­ten­takt. Fol­ge für den Ver­brau­cher und damit natür­lich auch für das Fuhr­park-Con­trol­ling: Ratio­na­les Ein­kaufs­ver­hal­ten in Sachen Ben­zin­prei­se ist nicht zu machen. Unter­des­sen haben zwar vie­le Kol­le­gen das Tank­ver­hal­ten umge­stellt und nut­zen den neu­en Ser­vice. Ent­we­der im Inter­net mit einem der offi­zi­el­len Ver­gleichs­por­ta­le oder als App aufs Handy. … 

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Vorsicht: Garantieversprechen des Geschäftsführers bindet

Ein Kun­de – er ist Geschäfts­füh­rer einer GmbH – hat mir ver­si­chert, dass er not­falls per­sön­lich den Kopf hin­hält, falls die Fir­ma zah­lungs­un­fä­hig wird. Wel­che recht­li­chen Fol­gen hat das? Kann ich mich dar­auf ver­las­sen?“. So die Anfra­ge des Geschäfts­füh­rers einer Elek­tro-GmbH, der für die­sen Fir­men­kun­den die kom­plet­ten Instal­la­tio­nen für die Büro-Tech­nik neu ver­le­gen soll. Gesamt-Aus­schrei­bungs­vo­lu­men rund 55.000 EUR. Was müs­sen Sie bei einem sol­chen Garan­tie­ver­spre­chen beachten? … 

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Falsche Angaben hindern Bestellung zum GF nicht

Bestä­tigt der neu bestell­te Geschäfts­füh­rer, dass es kei­ne Grün­de die sei­ner Bestel­lung ent­ge­gen­ste­hen (§ 6 GmbH-Gesetz), obwohl er wegen Untreue vor­be­straft ist (er also fal­sche Anga­ben macht), steht das einer Bestel­lung nicht ent­ge­gen, wenn die gegen ihn ver­häng­te Stra­fe unter dem Maß liegt, das im Gesetz fest­ge­schrie­ben ist (hier gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3: min­des­tens 1 Jahr). Die Bestel­lung ist wirk­sam (KG Ber­lin, Urteil vom 8.4.2015, 121 Ss 25/14, Quel­le: GmbH-Rund­schau 2015, S.868). …

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Pflichtoffenlegung: Behörde muss Ordnungsgeld nicht zurücknehmen

Hat das Bun­des­amt für Jus­tiz (BfJ) erst ein­mal ein Ord­nungs­geld ver­hängt, weil die GmbH bzw. ihr Geschäfts­füh­rer den Jah­res­ab­schluss nicht recht­zei­tig ver­öf­fent­licht hat, ist nichts mehr zu machen. Sie müs­sen das Ord­nungs­geld zah­len. Weder das BfJ noch das Land­ge­richt sind dann berech­tigt, das Ord­nungs­geld her­ab­zu­set­zen oder etwa zu erlas­sen (OLG Köln, Urteil vom 29.6.2015, 28 Wx 1/15). …

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GmbH-Finanzen: Zinswende muss warten

Noch sind die Fol­gen der chi­ne­si­schen Wachs­tums­schwä­che nur ver­ein­zelt oder wenig spür­bar in der deut­schen Wirt­schaft ange­kom­men. Wer als Zulie­fe­rer in den Bran­chen Auto­mo­bi­le und Maschi­nen- und Anla­gen­bau unter­wegs ist, weiß, wie schnell die Räder unter­des­sen dre­hen. Die Mar­gen, die abge­ru­fen wer­den, sind in eini­gen Berei­chen bereits verkleinert. … 

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Marketing-Ressort: Werbepartner müssen zusammenpassen

Ob Micha­el Bal­lack, Rei­ner Call­mund, Rudi Völ­ler oder Bay­er Lever­ku­sen im All­ge­mei­nen: Sel­ten hat ein Unter­neh­men mit sei­ner Wer­be­part­nern so dane­ben gele­gen wie der Fuß­ball­club aus der Che­mie-Stadt. Bal­lacks Abschied aus der Natio­nal-Mann­schaft glich einem unend­li­chen Trau­er­spiel um eine Wade. Lever­ku­sens Liai­son mit Tel­da­fax ende­te in einem Mar­ke­ting-GAU mit einem Ver­brau­cher-Betrug­skan­dal um atem­beraubende Beträ­ge. U. U. muss Bay­er Lever­ku­sen Spon­so­ren­gel­der in Mil­lio­nen­hö­he in die Insol­venz­mas­se zurückbezahlen. … 

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BFH-aktuell: Vorsicht bei Zahlungen auf das Privat-Konto

Wenn ein Kun­de der GmbH die Rech­nung auf das Pri­vat­kon­to des Gesell­schaf­ter-Geschäfts­­­füh­rers der GmbH zahlt, hat das Steu­er­fol­gen. Zum einen han­delt es sich um eine ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung. Das Finanz­amt ist dann berech­tigt, den Steu­er­be­scheid ent­spre­chend zu ändern (KSt, GewSt). Begleicht der Gesell­schaf­ter dann aus die­ser Über­wei­sung auch noch offe­ne Rech­nun­gen der GmbH, gilt das als ver­deck­te Ein­la­ge. Wei­te­re Steu­er­fol­ge: Auch das kann zu einer Erhö­hung des GmbH-Gewinns füh­ren (BFH, Urteil vom 20.10.2014, VIII R 11/12). …

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Neues EU-Recht: Der Senior-Gesellschafter lebt im Ausland

Ab sofort gilt auch für allen Deut­schen, die dau­er­haft im Aus­land leben, die EU-Erb­rechts­­ver­ord­nung. Fol­ge: Hat der Seni­or-Gesell­schaf­ter sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halts­ort in einem ande­ren Land, gilt für ihn das dor­ti­ge Erbrecht (Aus­nah­me: Groß­bri­tan­ni­en, Irland und Däne­mark). Stich­tag ist der 17.8.2015. Das EU-Erbrecht ist auf alle Todes­fäl­le nach die­sem Stich­tag anzu­wen­den. Aus­nah­me: Ergibt sich aus der Gesamt­heit der Umstän­de, dass der Erb­las­ser im Zeit­punkt sei­nes Todes eine offen­sicht­lich enge­re Ver­bin­dung zu einem ande­ren als dem Staat des gewöhn­li­chen Auf­ent­halts hat­te, so ist auf die Rechts­nach­fol­ge von Todes wegen das Recht die­ses ande­ren Staa­tes anzuwenden. … 

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Werbung: Unzulässige Aussagen über angebliche Standorte

Wirbt ein Unter­neh­men damit, vor Ort an einem bestimm­ten Stand­ort tätig und prä­sent zu sein, dann genügt es nicht, wenn das Unter­neh­men ledig­lich ein Mini-Lager unter­hält und einen Brief­kas­ten mit Fir­men­schild anbringt (OLG Cel­le, Urteil vom 7.7.2015, 13 W 35/15). …

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Recht: Post muss ungenehmigtes Porto zurückzahlen

Gute Nach­rich­ten für Post­ver­sen­der. Die Bun­des­netz­agen­tur hat­te der Post die Preis­er­hö­hun­gen in den Jah­ren 2003 bis 2005 fälsch­li­cher­wei­se geneh­migt. Der Klä­ger kann die zuviel gezahl­ten Ent­gel­te zurück­ver­lan­gen (Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 5.8.2015, 6 C 8.14, 6 C 9.14 und 6 C 10.14). …