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Vorsorge: Geschäftsführer-Altersversorgung wird entlastet

Laut Kabinetts­beschluss wer­den GmbHs, die für Betriebs­ren­ten Rück­stel­lun­gen bil­den, steu­er­lich ent­las­tet wer­den. Dazu wird der Rech­nungs­zins, nach dem die Höhe der Rück­stel­lung berech­net wird, dem all­ge­mein nied­ri­gen Zins­ni­veau ange­passt, indem der Durchschnitts­berechnungszeitraum für die­sen Zins von 7 auf 10 Jah­re ver­län­gert wird. Fol­ge: Die Rück­stel­lun­gen müs­sen in Zukunft nur noch mode­rat erhöht wer­den. Umge­kehrt soll aber der so ent­stan­de­ne zusätz­li­che Bilanz­ge­winn nicht besteu­ert werden. … 

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Geschäftsführer-Firmenwagen ist keine Lizenz zur Steuerbefreiung

Der Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer einer Bera­tungs-GmbH gönn­te sich einen Mase­r­a­ti als Fir­men­wa­gen. Im Rah­men sei­ner Tätig­keit als Bera­ter ging er (zu selbst­ver­ständ­lich) davon aus, dass „ein Augen­schein-Beweis“ dafür aus­rei­chen müss­te, dass der Wagen aus­schließ­lich geschäft­lich und nicht pri­vat genutzt wird. Die­se Art Beweis­füh­rung hat vor dem Bun­des­fi­nanz­hof kei­nen Bestand. Der Geschäfts­füh­rer muss­te sei­nen pri­va­ten Nut­zungs­an­teil nach­träg­lich ver­steu­ern (BFH, Beschluss vom 30.9.2015, I B 85/14). …

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Arbeitskosten: Sonderzahlungen auf den Mindestlohn anrechnen

Zahlt die Fir­ma regel­mä­ßi­ge Son­der­zah­lun­gen (hier: regel­mä­ßig 2 hal­be Monats­be­zü­ge pro Jahr antei­lig monat­lich aus­ge­zahlt), dann kann das bei der Berech­nung des Min­dest­lohn ein­be­rech­net wer­den (LAG Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 12.1.2016, 19 Sa 1851/15). …

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GF-Haftung: Daimler-Verfahren eingestellt (Scheinselbständigkeit) – zweierlei Recht?

wenn Sie als Geschäfts­füh­rer vor­sätz­lich der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Sozi­al­bei­trä­ge vor­ent­hal­ten, ist das ein straf­recht­lich rele­van­ter Vor­gang. Aller­dings: Vor­satz ist nicht gleich Vor­satz. Wenn die Daim­ler Benz AG z. B. die Arbeits­ver­hält­nis­se ihrer Test­fah­rer so lan­ge gestal­tet, dass die­se schluss­end­lich „selbst­stän­dig“ tätig sind, dann – so jetzt die Staats­an­walt­schaft Stutt­gart – kann ein­zel­nen Per­so­nen, die am Gestal­tungs­pro­zess betei­ligt sind, ein bewusst vor­sätz­li­ches und damit straf­ba­res Ver­hal­ten nicht vor­ge­wor­fen wer­den (dazu in: Spie­gel vom 25.1.2016). Schließ­lich haben die Kri­te­ri­en, nach denen Schein­selb­stän­dig­keit vor­liegt, eine gewis­se Unschär­fe. Wer an die­ser Stel­le gestal­tet, han­delt jeden­falls nicht vorsätzlich. … 

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Firmenwagen: Auch das Finanzamt muss Beweise vorlegen

Sind im Haus­halt des Geschäfts­füh­rers pri­va­te Pkw ver­füg­bar, kann der Geschäfts­füh­rer die Lohn­steu­er für den Fir­men­wa­gen ein­spa­ren, wenn er Fahr­ten­buch führt und damit nach­weist, dass kei­ne pri­va­ten Fahr­ten mit dem Pkw unter­nom­men wer­den. Für einen reprä­sen­ta­ti­ven Fir­men­wa­gen (z. B. Audi A 6 mit Anschaf­fungs­kos­ten von 80.000 €) spart der Geschäfts­füh­rer damit Monat für Monat bis zu 400 EUR Lohnsteuer. … 

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Flüchtlinge: Ab wann dürfen Sie wen einstellen?

Wol­len Sie Flüchtlinge/Asylbewerber ein­stel­len, dann brau­chen die Bewer­ber neben der Beschei­ni­gung über die Mel­dung als Asyl­su­chen­der (BüMA) bzw. der Beschei­ni­gung über die Auf­ent­halts­ge­stat­tung bzw. Dul­dung zusätz­lich eine Erlaub­nis der Aus­län­der­be­hör­de zur Auf­nah­me einer Beschäf­ti­gung In vie­len Fäl­len ist zudem die Zustim­mung der Bun­des­agen­tur für Arbeit erfor­der­lich. Grund­sätz­lich gilt, dass Per­so­nen mit den genann­ten Auf­ent­halts­pa­pie­ren zunächst einer War­te­frist unter­lie­gen, in der sie kei­ne Beschäf­ti­gung auf­neh­men dürfen. … 

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Geld: GmbHs mit Bargeschäft müssen Kassensoftware updaten

GmbHs, die Bar­ge­schäf­te mit Regis­trier­kas­sen, Waa­gen mit Regis­trier­kas­sen­funk­ti­on oder mit Taxa­me­tern abrech­nen, müs­sen die ver­wen­de­te Software/Hardware spä­tes­tens bis zum 31.12.2016 an die neu­en Vor­schrif­ten zur Auf­be­wah­rung digi­ta­ler Daten anpas­sen (BMF-Schrei­ben vom 26.11.2010, IV A 4 – S 0316/08/10004–07). Dann läuft die bis­lang zuge­stan­de­ne Über­gangs­frist aus. Damit ist die Schon­zeit für die alten Kas­sen­sys­te­me, die bau­art­be­dingt die vom Finanz­amt gefor­der­ten Pflicht­auf­zeich­nun­gen nicht ermög­li­chen, abgelaufen. … 

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Zuschüsse: Berater darf für Ihre GmbH bürgen und den Verlust absetzen

Bürgt der Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer einer Steu­er­be­ra­tungs-GmbH für einen sei­ner Man­dan­ten (z. B. für Ihre GmbH), kann er die Auf­wen­dun­gen dafür (Zin­sen für ein dem Man­dan­ten gewähr­tes Dar­le­hen, Ver­lust) als Wer­bungs­kos­ten bei sei­nen Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit gel­tend machen (FG Müns­ter, Urteil vom 15.10.2015, 3 K 472/14 E). …

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Internet-Marketing: Amazon-Weiterempfehlungsfunktion taugt nicht für Werbezwecke

Nicht zuläs­sig ist es, nach mit der bei Ama­zon ange­bo­te­nen Wei­ter­emp­feh­lungs­ak­ti­on per E‑Mail wei­te­re Kon­tak­te zu bewer­ben, die kei­ne Zustim­mung zum Emp­fang ent­spre­chen­der Wer­be­bot­schaf­ten gege­ben haben (OLG Hamm, Urteil vom 9.7.2015, 4 U 59/14). …

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Kein Tabu für Geschäftsführer-Gehälter in kommunalen GmbHs

Die For­de­rung nach Trans­pa­renz der Geschäfts­füh­rer-Gehäl­ter von kom­mu­na­len GmbHs (vgl. Nr. 2/2016) zeigt flä­chen­de­ckend Wir­kung. So sind die Gehäl­ter der GmbHs mit städ­ti­scher Betei­li­gung in Frei­bur­g/­Ba­den-Würt­tem­berg ab sofort schwarz auf weis in der Badi­schen Zei­tung vom 27. Janu­ar 2016 nach­zu­le­sen. Dar­in wird nicht nur die Höhe des gezahl­ten Gehalts aus­ge­lobt. Dane­ben sind die betrof­fe­nen Geschäfts­füh­rer mit Kon­ter­fei abge­bil­det. Wie die Betrof­fe­nen die­se Öffent­lich­keit bewer­ten, ist der Ver­öf­fent­li­chung nicht zu ent­neh­men und war dem­entspre­chend auch kein Gegen­stand der Recherche. …