Themen heute: Mittelstand muss sich mehr in die Politik einmischen – und das geht so! + Unternehmensregister: Zweigniederlassungen werden nur noch am Hauptsitz geführt + Grunderwerbsteuer: GmbHs müssen Immobilien-Erwerb schneller planen + Ein Gesellschafter braucht Geld – was tun? + Schrottimmobilie gekauft? – BGH bringt Hoffnung + elektronische Lohnsteuerkarte kommt weiterhin 2012 + Mit fremden Marken werben – was geht? + BISS …
Autor: volkelt
Satire – wieso?
Diese Woche gab es ziemlich bedröppelte Gesichter in der BISS-Redaktionskonferenz. Schließlich hat unser Chef-Satiriker (in seiner unvergleichlichen Knappheit) das Wort ergriffen und ein paar klärende (und damit tröstende) Worte aufgebracht: „Realität toppt derzeit Satire“. Aber: Gegen einen kleinen Obulus gelingt es uns Pressefritzen immer wieder, der Satire zumindest einen kleinen Informationsvorsprung zu verschaffen: So wissen wir aus einem Nebenflügel des Vatikan, dass Benedikt anlässlich seines Freiburg-Besuchs die gute Mama Kohl heilig sprechen wird (September 2011). Aus dem Wissenschaftsministerium haben wir in Erfahrung gebracht, dass für Doktoranten-Ghostwriter ein offizielles Genehmigungsverfahren eingeführt wird (2012). Der japanische Energie-Konzern Tepko plant im Nordosten Japans einen gigantischen Natur- und Freizeitpark mit zeitlich befristeter Aufenthaltsdauer für die Besucher (2013). Euro und Dollar werden reformiert und zusammengelegt in den DoRO (2014). Stuttgart 21 geht erst etwas verspätet in Betrieb (2029). Und so weiter (usw.). Wir wollen Ihnen an dieser Stelle aber keineswegs die Spannung nehmen. Eine gewisse Neugier war schon immer Treibfeder für die ein- oder andere Innovation.
Volkelt-Brief 29/2011
Themen heute: Unternehmen brauchen keine Steuererleichterungen – wir brauchen planbare Rahmenbedingungen + Geschäftsführer kann ab sofort Prozesskosten von der Steuer absetzen + „Aus” für ELENA – Doppelbelastung bleibt + Geschäftsführer muss Entmachtung nicht hinnehmen + Bundesrat plant Verschärfung gegen Schwarzarbeit – mit Kolateral-Effekten für alle Unternehmen + BISS …
Volkelt-Brief 28/2011
Themen heute: Wann wird gegen Deutschland spekuliert? – kehren vor der eigenen Haustür – wo liegt der Systemfehler? + BGH: Höhere Strafen bei Kartellverstößen + Sommerpause: Klare Vorgaben für Aushilfen + Vorsicht: Verlustabzug geht bei Umwandlung verloren (hier: kommunale GmbH) + Geschäftsführer darf nicht schummeln + Starker Geschäftsführer begründet Betriebsaufspaltung + Mitarbeiter muss nicht Alles sagen + BISS …
Kilimandscharo

Haben Sie es auch gemerkt: Als die KanzlerIn jüngst auf dem legendären Flughafen von Mogadischu die Ehrengarde abschritt, trug sie am Revers ihrer dunkelgrünen Kostümjacke einen kleinen, sehr unscheinbaren Sticker. Wir haben mal genauer hingeschaut und die Pressebilder mit einem Vergrößerungsglas gecheckt. Sie werden es nicht glauben: Sie trug ein Sticker von ALDI und zwar von ALDI Nord. Unser Chefredakteur hat lange gegrübelt und sich am Hinterkopf gekratzt. Doch dann ist es ihm wie Schuppen von den Augen gefallen. Klaro: Schon seit Jahren tummeln sich hier in Ostafrika indische Großmogule und Nachfahren chinesischer Seidenstricker und kaufen wie bekloppt Grund und Boden, und zwar für einen Apfel und ein Ei wie man so schön sagt. Insider munkeln, Äthiopien sei schon zu 25 % fest in der Hand der neuen Herren. Aha – haben wir gedacht. Das hat sie – also die Kanzlerin – gemeint, als sie die 1 Mio. Spende überreicht hat und das an „Bedingungen“ geknüpft hat. Sie hat sich im schönen Kenia ein großes Grundstück gekauft. Quasi eine ALDI-finanzierte Immobilie für ihren Alterssitz – mit Blick auf den Kilimandscharo und die Serengeti vor der Haustür. Na ja – Hauptsache, ein wenig ökonomischer Sachverstand kann wieder in die Politik Einzug halten.
Volkelt-Brief 27/2011
Themen heute: Unternehmenskultur – der Mittelstand macht es vor – hier: Kendrion-Binder-Magnetics GmbH + Steuerberater: Kann der für verdeckte Gewinnausschüttung veranwtwortlich gemacht werden? – JA + Bundesfinanzhof lässt vGA-Urteil überprüfen + EuGH erschwert Anspruch auf Steuerrückerstattung + Abspaltung von Unternehmensteilen in eine Mini-GmbH geht nicht + Betriebsrat muss sich nicht immer abmelden + BISS …
Volkelt-Brief 26/2011
Themen heute: Der Fall Demnig – was Unternehmer von Künstlern lernen können – wir brauchen einen Steuer-BLOG + Europa-GmbH (SPE): Ministerialbürokratie erweist Mittelstand einen Bärendienst + Achtung: Bei Zukauf von GmbH-Anteilen droht Grunderwerbsteuer – was tun? + Quellensteuer steigt auf 35% + Mitarbeiter müssen Deutsch können + BISS …
Steuerversprechen
Für die Bundestagswahl 2013 kommen Steuersenkungs-Ankündigungen ja nicht mehr in Frage. Das glaubt keiner mehr – selbst wir als absolute Steuer- und Publizitätsverweigerer gehen im Moment nicht davon aus, dass es besser wird. Konsequenterweise versucht man es jetzt also mit einem vorgezogenen (womöglich nachhaltigen) Steuerversprechen, dass dann bis 2013 im Gleichklang mit der Konjunktur auf ein kleines Etwas zusammenschrumpft – so in der Größenordnung von 10 € pro Kopf und Haushalt. Parallel dazu wird die Steuerverwaltung vereinfacht – der Steuerbürger muss seine Steuererklärungen dann nur noch alle 2 Jahre abgeben. Den damit verbundenen Zinsverlust versteht ohnehin nur noch ein verschwindend kleiner Teil der Steuerzahler. Und da es mit dem Zinseszinsrechnen beim Bundesbürger nicht besonders gut steht, muss die Kanzlerin auch nicht befürchten, dass irgendjemand nachrechnet. Das ist dann die hohe Kunst der Steuersenkung, ohne die Steuern zu senken. Streichen wir doch einfach Löhne und Gehälter ein wenig zusammen, dann sinkt automatisch auch die Steuer. Darüber müssen wir reden. Versprochen.
