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GmbH-Recht: Ausschluss eines Gesellschafters

Laut OLG Bran­den­burg ist der Aus­schluss eines GmbH-Gesell­schaf­ters grund­sätz­lich auch dann mög­lich, wenn es dazu kei­ne ent­spre­chen­de Bestim­mung im Gesell­schafts­ver­trag der GmbH gibt (OLG Bran­den­burg, Urteil vom 28.1.2016, 7 U 170/13). …

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Die (berechtigten) Ängste des Geschäftsführers vor den Herren der Consultings

Zuletzt hat­ten wir in Aus­ga­be 44 + 45/2015 über eine Bilanz­fäl­schung, deren Fol­gen und die Rol­le und Haf­tung der Geschäfts­füh­rung berich­tet. Die Eigen­tü­mer des mit­tel­stän­di­schen Beleuch­tungs-Her­stel­lers Hess woll­ten mit dem Bör­sen­gang und dem damit ver­bun­de­nen Ver­kauf ihrer Antei­le das „ganz gro­ße Rad“ dre­hen. Unter­des­sen läuft der Pro­zess wegen Bilanz­fäl­schung. Die finan­zi­el­len Zukunfts-Aus­sich­ten der ehe­ma­li­gen Eigen­tü­mer auf Ruhe und Wohl­stand sind dabei aber auf jeden Fall bes­ser als die Chan­cen der han­deln­den (Fremd-) Geschäfts­füh­rer, die vor Gericht die Ver­ant­wor­tung für Bilanz­fäl­schung und Insol­venz­ver­schlep­pung über­neh­men müssen. … 

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Outing: Manager haben Burnout – Geschäftsführer müssen durchhalten

Der­zeit plau­dern aus­ge­schie­de­ne Top-Mana­ger in der ARD-Serie Ein­sa­me Spit­ze (mon­tags 22.45 Uhr) über ihre beruf­li­chen Bio­gra­fien, über Pro­ble­me und Schwie­rig­kei­ten im Berufs­le­ben und die Ver­hält­nis­se hin­ter den ver­schlos­se­nen Türen der Chef-Büros. Dabei geht es um ein­sa­me Ent­schei­dun­gen, den rich­ti­gen Umgang mit Feh­lern und deren Aus­wir­kun­gen auf die Psy­che und die gesund­heit­li­che Befind­lich­keit (Stress, Burn-out) der Unter­neh­mens­len­ker. Her­bert Hen­z­ler, Ex-Euro­pa-Chef von McK­in­sey, beklagt: „Eige­ne Schwä­chen zuzu­ge­ben, ist sehr schwer. Wer Schwä­chen zeigt wird aus­ge­tauscht“. Bert Blei­cher, 2‑maligen Mana­ger des Jah­res, stellt fest: „Wer Feh­ler macht, bekommt statt sozia­ler Ach­tung sozia­le Äch­tung“. …

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Weniger Bürokratie: IHK muss abspecken

Nicht weni­ge der Unter­neh­men, die Pflicht­mit­glied der IHK sind, sind mit der Arbeit und dem Leis­tungs­an­ge­bot die­ser Ver­bän­de unzu­frie­den. Bis­her ende­ten alle Ver­su­che, die gesetz­li­che Pflicht­mit­glied­schaft abzu­schaf­fen, vor den Gerich­ten ergeb­nis­los. Jetzt schei­nen ande­re Ver­su­che erfolgreicher: …

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GmbH-Verkauf: So schützt sich der Minderheits-Gesellschafter

Vor dem Ver­kauf der GmbH oder eines GmbH-Anteils steht die Ermitt­lung des Prei­ses. Ent­we­der nach dem im Gesell­schafts­ver­trag fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren (z. B. ver­ein­fach­tes Ertrags­wert­ver­fah­ren) oder nach einem Wirt­schafts­prü­fer-Gut­ach­ten oder im sog. Due-Dili­gence-Ver­fah­ren. Letz­te­res ist sehr auf­wän­dig, kom­plex, umfasst nahe­zu alle unter­neh­mens­re­le­van­ten und zukunfts­be­zo­ge­nen Grö­ßen und ist in der Regel nur für mit­tel­gro­ße und grö­ße­re GmbHs geeig­net. In der Pra­xis durch­leuch­ten exter­ne Spe­zia­lis­ten (Wirt­schafts­prü­fer, Juris­ten, Steu­er­be­ra­ter, aber auch: Ver­si­che­rungs­fach­leu­te usw.) das gesam­te Unternehmen. … 

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Wirtschaftsrecht: Miet- und Pachterhöhung für die GmbH-Immobilie

Der Ver­mie­ter, der Ihrer GmbH Büro­räu­me / Gewer­be­räu­me zur Mie­te bzw. Pacht über­lässt, kann eine Miet­erhö­hung nicht durch­set­zen, wenn er damit begrün­det, dass er bei einer Neuvermietung/Ver­pachtung einen höhe­re Miete/Pacht erzie­len kann. Laut OLG Hamm genügt die­se Begrün­dung bei Alt­ver­trä­gen nicht für eine Anpas­sung der Miet-/Pacht­hö­he (OLG Hamm, Urteil vom 5.1.2016, 10 W 46/15). …

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Steuer: VGA bei Verzicht auf ein Gesellschaftsdarlehen

Ver­zich­tet die GmbH gegen­über einer dem Gesell­schaf­ter nahe ste­hen­den Per­son auf Til­gung und Zin­sen für ein gewähr­tes Dar­le­hen, han­delt es sich um eine ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung (vGA). Dazu der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH): Die For­de­rung auf Rück­zah­lung des Dar­le­hens und die For­de­rung auf Zah­lung der ver­ein­bar­ten Dar­le­hens­zin­sen sind getrennt von­ein­an­der zu bilan­zie­ren. Dem­entspre­chend schlägt die als ver­deck­te Gewinn­aus­schüt­tung zu qua­li­fi­zie­ren­de Wert­be­rich­ti­gung der Dar­le­hens­for­de­rung nicht auf den Aus­weis der Zins­for­de­run­gen durch (BFH, Urteil vom 11.11.2015, I R 5/14). …

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Bürokratie: Strafzinsen unter Dauer-Beschuss

Jetzt hat auch der Bund der Steu­er­zah­ler (BdS) die Zins­po­li­tik des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums wäh­rend der unter­des­sen seit zwei Jah­ren andau­ern­den Nied­rig­zins­pha­se unter Beschuss genom­men (vgl. Nr. 13/2016). BdS-Prä­si­­dent Holz­na­gel bracht die Kri­tik auf den Nen­ner: „Wäh­rend Spa­rer sich mit fast gar kei­nen Zin­sen zufrie­den geben müs­sen, langt der Fis­kus selbst ordent­lich zu“. In den Jah­ren 2014 und 2015 nahm der Bund aus Straf­zin­sen zusätz­lich ins­ge­samt 1,92 Mrd. EUR ein.

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Wirtschaftspolitik: Staat zwackt immer mehr Geld ab

Das Finanz­mi­nis­te­ri­um ver­mel­det neue Rekor­de: Im Janu­ar stie­gen die ohne­hin hohen Ein­nah­men aus Steu­ern gegen­über dem Dezem­ber noch­mals um 3,7 %. Die Stei­ge­run­gen resul­tie­ren aus Mehr­ein­nah­men bei der Umsatz‑, der Lohn‑, der Ein­kom­men- und der Kör­per­schaft­steu­er. Rück­läu­fig sind die Ein­nah­men aus der Abgel­tungs­steu­er (- 8,6%) und der Erb­schaft- und Schen­kungs­steu­er. Bund, Län­der und Gemein­den „ver­die­nen“ also gut bis bestens.… 

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Bürokratie: Noch mehr Aufwand für ausländische Betriebsstätten

Seit 1.1.2015 gilt die Betriebs­stät­ten­ge­winn­auf­zeich­nungs­ver­ord­nung (BsGaV) für alle Unter­neh­men, die Betriebs­stät­ten unter­hal­ten. Für jede (aus­län­di­sche) Betriebs­stät­te ist zum Beginn eines Wirt­schafts­jah­res eine Hilfs- und Neben­rech­nung auf­zu­stel­len, wäh­rend des Wirt­schafts­jah­res fort­zu­schrei­ben und zum Ende des Wirt­schafts­jah­res abzu­schlie­ßen. Die Hilfs- und Neben­rech­nung muss spä­tes­tens zum Zeit­punkt der Abga­be einer Steu­er­erklä­rung erstellt sein, zu der das Unter­neh­men ver­pflich­tet ist (§ 149 der Abga­ben­ord­nung) und in der die Ein­künf­te der Betriebs­stät­te zu berück­sich­ti­gen sind. Alle Ein­zel­vor­schrif­ten dazu sind in der 30seitigen BsGaV vom 17.10.2014 ver­öf­fent­licht (BGBl. I 2014, S. 1603). …