Als Geschäftsführer der GmbH sind Sie verantwortlich dafür, dass die beim Registergericht hinterlegte Liste der Gesellschafter korrekt geführt ist. Falscheinträge gehen zur Ihren lasten, z. B. wenn der Erwerber eines GmbH-Anteils feststellen muss, dass der Kauf nicht rechtmäßig war. Jetzt gibt es 2 neue Urteile dazu, die Sie kennen müssen: …
Kategorie: Volkelt-Briefe
Gegen das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen versucht die SPD neue Themen zu besetzen. Wie schon im Bundestagswahlkampf 2013 wird die Manager-Gehaltsdebatte gepuscht – die Diskussionen um die Boni-Ansprüche des (gestrauchelten) VW-Vorstand liefern dazu derzeit das passende PR-Umfeld. 2013 waren SPD und GRÜNE mit der Forderung nach einer Gehaltsobergrenze von 500.000 € angetreten. Das sollte zunächst nur für Geschäftsführer und Vorstände in öffentlich-rechtlichen Unternehmen gelten. …
Laut ArbG Köln darf ein Arbeitgeber eine Arbeitnehmerin suchen, wenn er sein Service-Team mit Frauen und Männern besetzen will und er nur männliche Angestellte beschäftigt. Dann handelt es sich bei der geschlechtsspezifischen Suche nicht um einen Verstoß gegen das AGG (Urteil vom 10.2.2016, 9 Ca 4843/17). …
Wo steht Ihre GmbH? „Wenn ich das nur wüsste!“ oder „Noch läuft es“. Oder: „Wir haben ein zukunftsfähiges Portfolio“. Fakt ist, dass fast alle Branchen vor gewaltigen Herausforderungen und großen Veränderungen stehen. Wie werden Sie in 5 oder 10 Jahren Ihr Geld verdienen? …
2005 mussten die deutschen börsennotierten Unternehmen erstmals detaillierte Vergütungsberichte für ihre Vorstände offen legen. Mit den jetzt veröffentlichten Zahlen liegen damit fundierte Vergleichswerte über einen 10-Jahres-Zeitraum vor. Ergebnisse: 6 Unternehmen legten in dieser Zeit eine Steigerung von über 100 % hin. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von 10 % und mehr über 10 Jahre. Spitzenreiter ist das Chemie-Unternehmen Merck. Hier lag die Steigerung mit + 190 % absolut an der Spitze. Der Durchschnittsverdienst jedes einzelnen Vorstands-Mitglieds betrug im Jahr 2015 6,26 Mio. EUR. …
Größtes Hindernis bei der Einstellung von Flüchtlingen und Migranten ist die Sprach-Barriere. In der Praxis müssen Sie davon ausgehen, dass es selbst bei der Erledigung einfach(st)er Aufgaben ohne Sprachkenntnisse zu Problemen kommen kann, im schlechtesten Fall sogar zu Haftungsfällen. Dazu die Anfrage eines Kollegen: „Gibt es bei der Einstellung von Mitarbeitern so etwas wie eine Sorgfaltspflicht?“.
JA: Gibt es! …
Spätestens nach der 3‑SAT Expertenrunde Bye-bye-Bargeld ist klar: In Deutschland wird es nach Experten-Einschätzungen auch nach der Obergrenze für Barzahlungen (5.000 EUR) und nach Abschaffung des 500-EURO-Scheins mindestens bis 2030 Bargeld geben (vgl. Nr. 10/2016). Unterdessen hat nämlich auch die Bankenbranche erkannt, dass mit der Abschaffung des Bargeldes u. U. auch das Geschäftsmodell Bank auf dem Prüfstand steht. Hintergrund: Ist es möglich, ein „neutrales“ Überweisungssystem – vgl. dem Internet-Betrieb – zu installieren, entfällt die Überweisungs-Hoheit der Banken. In Schweden gibt es bereits eine solche neutrale Clearing-Stelle für Echtzeit-Überweisungen. …
Kehrseite des Enthüllungs-Journalismus über Briefkastenfirmen, Steuerbetrug und Schwarzgeld in Panama: Auch so mancher Journalist hierzulande dürfte sich in seiner unternehmenskritischen Haltung bestärkt fühlen. Was tun gegen eine schlechte Presse? Selbstverständlich darf die Presse auch über Ihre GmbH berichten. Zum Beispiel über alle Fakten aus dem (öffentlichen) Unternehmensregister oder aus Geschäftsberichten zitieren, die Sie der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Solange die Grundsätze des Presserechts bzw. der ordentlichen Presseberichterstattung eingehalten sind, können Sie darauf auch keinen wirklichen Einfluss nehmen. …
Wird der Jahresabschluss einer GmbH nach einer ersten Ordnungsgeldandrohung (2.500 EUR) durch einen Fehler des Steuerberaters auch nicht innerhalb der Nachfrist veröffentlicht, ist das Bundesamt für Justiz (BfJ) berechtigt ein weiteres Ordnungsgeld (hier: 5.000 EUR) festzusetzen und beizutreiben. Und zwar auch dann, wenn die GmbH das Registergericht auf den Fehler des Steuerberaters verweist und deswegen nachträglich eine Aussetzung des Ordnungsgeldes beantragt (OLG Köln, Beschluss vom 2.2.2016, 28 Wx 20/15). …
Dass AG-Vorstände mehr verdienen als GmbH-Geschäftsführer ist öffentlich. Das liegt auch daran, dass die Finanzbehörden bei GmbH-Geschäftsführern genau hinschauen. Wird zu viel gezahlt, kostet das Strafsteuer in Form einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA). Der Fiskus bemisst das nach Vergleichszahlen deutscher GmbHs. Konzerne zahlen Vorstände im internationalen Vergleich – da geht es um andere Dimensionen. …