Es gibt diese (Sch) verflixten Tage, an denen einfach nichts geht. Meistens fängt das schon beim Frühstück an. Aber dieser Tag hatte es wirklich in sich. Eigentlich begann die Pannen-Serie bereits vor dem Frühstück. Beim Zähneputzen. Christian L. (Name von der Red. geändert) war dermaßen in Gedanken (der Secutity-Chef muss dringend abgemahnt werden), dass er die Odol-Mundspülung für einen Schnaps hielt und sofort ex runterspülte. Kein Wunder, dass der Kaffee nicht schmeckte. Bei Durchsicht der Nacht-Faxe musste Carsten dreimal Luft holen: 17 schwerwiegende Parteiaustritte, die Julis gleich 5mal in der Presse und er abgerutscht auf Platz 79 im Poltibarometer (Schluck). Die Zahlenkolonnen vor seinen Augen begannen zu tanzen. Christians Nase begann zu laufen. Erste Anzeichen seiner Frühjahrsgrippe, die sich normalerweise bis in den Herbst zieht. Dann der AB. Dükur, seine bildhübsche Assistentin, kann heute nicht kommen (Magenschleimhaut). Der Gerichtsvollzieher wird gegen Mittag wegen der Beitragserhebung zur Künstlersozialversicherung wegen der letzten Wahlprospekte vorbei schauen. Die Fahrt ins Geschäft dauert. Außerdem streikt die Bahn. Christians Feinstaub-Plakette ist abgelaufen. Das W‑LAN ist unter der plötzlichen Hochdruck-Wetterlage zusammengebrochen. Die Mitarbeiter nutzen die Leerzeit zu einem Brainstorming über die arabischen Staaten. Nebenan sortiert der Betriebsprüfer Spendenbescheinigungen ins Notebook. Na ja – wenn sonst Nichts ist, fängt der Tag ja an wie der letzte aufgehört hat.
Autor: volkelt
Volkelt-Brief 12/2011
Themen heute: Wenn der Geschäftsführer in der GmbH-Immobilie wohnt – neue Steuer-Grundsätze für Vorsteuer + Jetzt prüfen: Darlehensverträge mit Ehegatten, Kindern und nahestehenden Dritten + neue Warnseite für dubiose Finanzanlagen + weiter unklare Rechtslage für Betriebsaufspaltungen + Darlehenszinsen sind nicht immer Werbungskosten + EU plant einheitliche Bemessungsgrundlage für KSt + BISS …
Volkelt-Brief 11/2011
Themen heute: Vorsicht bei Trennungsvereinbarungen mit dem Ex – das Finanzamt prüft mit + Wenn die GmbH aus der Mitbestimmung herausfällt … + Vorsicht bei sog. Überbrückungskrediten + Leiharbeit: in die 2010-Bilanz muss eine Rückstellung + Ermäßigter Steuersatz für mehr Lebensmittelverkäufe möglich + Vorkehrungen gegen Online-Ausforschung + BISS .…
Volkelt-Brief 10/2011
Häusliches Arbeitszimmer
Volkelt-Brief 09/2011
Themen heute: Geschäftsführer darf nicht für Alles und Jedes verantwortlich gemacht werden + Prozessrisiken: Sie müssen dafür eine Rückstellung bilden – u. U. müssen Sie sonst nachzahlen + Gehaltsverzicht kürzt auch Pensionsrückstellung + 5 % – Strafsteuer für Schwarzgeld + Neue Möglichkeiten bei Insolvenz + BGH untersagt Double-Opt-In für Telefonakquise + BISS …
Nachruf

Viele BISS-Leser haben nachgefragt, warum wir zur Fußnoten-Affaire nichts zu sagen haben oder ob es uns die Sprache verschlagen hat. Jetzt, nachdem Alles ausgestanden ist, dürfen wir reden. Die Dissertation selbst hat 15.000 Euros gekostet und wurde von einem gewissen Adrain von Schmalenbach geschrieben – einem glücklosen und verarmten Vertreter seiner Zunft. Das erklärt auch, warum es so lange gedauert hat. Von Schmalenbach musste zwischenzeitlich mehrmals in die Reha. In der Szene für sog. externe Promotionen gilt er als zuverlässiger Schreiberling, der auch gerne mal in genialistische Prosa fällt und gelegentlich die Grenze zwischen wissenschaftlicher Analyse und freimaurerischer Deutung als fließend begreift. Insider kennen ihn privat als tobsüchtig und tollpatschig, aber schweigsam wie ein riesiges verschlossenes Tor zu einem marokkanisches Kasbah, hinter dem Sodom und Gomorrha wüten. Die Guttenbergsche Arbeit war seine vorläufig letzte. Unterdessen lebt von Schmalenbach auf einer kleinen Farm in Paraguay und züchtet Pelikane, während der Verteidigungsminister zu Hause die Suppe auslöffeln muss. Noch Fragen?
Literatur: Fußnotengesellen, Aus dem Leben des Hochstaplers Adrian von Schmalenbach > zum Roman
Auch Frau Koch-Mehrin ist unterdessen ohne Doktor-Titel …
Frauenquote
Was für ein Thema. Das muss sich auch Heiner Thorborg von der Heiner Thorborg GmbH & Co. KG gedacht haben. Was? – noch nie gehört. Da wird es aber Zeit. Zumal uns der Mann vormacht, wie es geht. Von den fünf Angestellten seiner Executive Search gibt es einen Mann – sprich Heiner selbst – und vier Frauen, seine Personals Assists – wie es auf seiner etwas leblosen Internet-Seite in bestem business english heißt. Aufmerksam wurden wir jetzt durch seinen „Offenen Brief zur Frauenquote“, der punktgenau zum Medienhype in einer ganzseitigen Anzeige im Handelsblatt erschien – seit Merkels Brief zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz ja durchaus ein in die Mode gekommenes PR-Instrument. Bewährt hat sich nach eigenen Angaben sein Engagement für die Frauen ganz praktisch in der Beratung. So eröffnet er seit neuestem seine Kundengespräche mit den DAX-Aufsichtsräten mit: „Wie wäre es denn mal mit einer Frau?“. Dann antworten die meisten (männlichen) Klienten – so Thorberg – nach sekundenlangem Schweigen (und wahrscheinlich riesigengroßen Augen): „Warum eigentlich nicht!“. Na dann mal ran.
| Ansprechpartner: | Ulf Werner |
| Profil besuchen | |
| Adresse | Markt 27
99718 Greußen |
| Telefon | 03636/700272 |
| Fax | 03636/701273 |
| E‑Mail Direkt-Kontakt | mailto:ulf.werner@bundesversorgungswerk.de |
| Website | www.werner.bundesversorgungswerk.de |
Was macht eigentlich Scharping? Sie erinnern sich, unser glückloser Verteidigungsminister, der irgendwann mit seiner irdischen Prinzessin irgendwohin in den blauen Himmel entschwebte. Aber weit gefehlt: Ist der Ruf erst ramponiert, lebt es sich ganz ungeniert. Und zwar als Geschäftsführer der Beratungsfirma RSBK – was so viel heißt wie Rudolf Scharping Strategie Beratung Kommunikation GmbH – eine PR-Beratungsfirma für schwierige Fälle, die die Dinge so lange hin und her dreht, bis sie stimmen. Damit sind wir dann schon bei unserem eigentlichen Thema: Wer hat den Aufschwung gemacht? Die Schweizer waren es in diesem Fall ganz sicher nicht. Die Firma Riccola wollen wir hier aus Fairnissgründen mal ganz aus der Schusslinie nehmen. Bleibt eigentlich nur noch der Brüderle übrig. Dazu haben wir herausgefunden, dass der Minister bis 2009 im Beirat eben dieser RSBK saß und dort wömöglich seinen eigenen PR-Beratern aufgesessen ist. So, dass er sich tatsächlich selbst für den leibhaftigen Auslöser des Aufschwungs hält. Womöglich hat er jedes Mal, wenn er seinen Geldbeutel aufmacht – etwa um Butter und Brötchen einzukaufen – die waghalsige Vorstellung, dass er damit irgendwie eine Investition auslöst. Als Volkswirt kennt er das ja aus seinen Büchern.
