Das Bundeskabinett hat das Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften verabschiedet und ins Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Erfreulich: Damit wird es zusätzliche Möglichkeiten der Verlustverrechnung bei der Veräußerung von Unternehmen geben. Nach der jetzigen Regelung gehen nicht genutzte Verluste ganz oder teilweise verloren, wenn mehr 25 % eines Unternehmens übertragen bzw. erworben werden (§ 8c KStG, qualifizierter Anteilseignerwechsel bzw. Konzernklausel). In der Praxis führte das oft dazu, dass …
Autor: volkelt
„Darf unser Gesellschafter-Geschäftsführer als Versammlungsleiter der Gesellschafterversammlung die Sitzung einfach abbrechen?“, so die Anfrage eines Kollegen, der eine strenge und autoritäre Leitung bemängelt. In der Praxis …
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat zur Zwangskürzung von Vorstands-Gehältern in der wirtschaftlichen Krise des Unternehmens Stellung genommen. Danach gilt: …
Die Finanzminister der Länder haben sich darauf verständigt, zahlreiche Ausnahmeregelungen für Unternehmen bei der Befreiung von der Grunderwerbsteuer abzuschaffen. Das betrifft z. B. auch den sog. Share-Deal – danach ist die Übertragung von Immobilien im Rahmen einer Unternehmensveräußerung grunderwerbsteuerfrei, wenn lediglich 95 % der Anteile übertragen werden. Dieses Steuerprivileg soll ersatzlos gestrichen werden (Finanzminister der Länder). …
Nach einem neuesten Beschluss des Oberlandesgerichts Köln ist das Bundesamt für Justiz (BfJ) berechtigt, ein erhöhtes Bußgeld anzusetzen, wenn die GmbH/der Geschäftsführer bereits öfter mit Verstößen gegen die Veröffentlichungsvorschriften aufgefallen ist (OLG Köln, Beschluss vom 20.7.2016, 28 Wx 9/16). …
In letzter Zeit häufen sich die Hinweise von Kollegen, wonach Gesellschafter-Geschäftsführer, deren GmbH von der Rentenversicherung überprüft wurde, einen Nachzahlungsbescheid erhalten haben. Dabei geht es z. T. um fünfstellige Beträge. Z. B., wenn sich eine Nachzahlung bis zur Beitragsbemessungsgrenze über den Verjährungszeitraum von 4 Jahren ergibt.
Beispiel: …
Volkelt-Brief 41/2016
Pflichtversicherung: Geschäftsführer schon wieder im Visier der DR-Prüfer + Finanzen: Bargeld-Obergrenze kommt in Sichtweite + Nachfolge/Erbschaft: Den Gesellschaftsvertrag jetzt prüfen und nachbessern + Haftung: Geschäftsführer muss Lohnsteueranmeldung prüfen und gekürzte Lohnauszahlungen belegen + GmbH-Finanzen: Fördermittel für strukturschwache Regionen im Westen + Geschäftsführer privat: Scheidungsfolgekosten keine außergewöhnliche Belastung + BISS …
Unternehmen mit 25 Geschäftsreisen pro Monat können nach Schätzungen jährlich ca. 3.500 € an Verwaltungskosten einsparen, wenn nicht mehr mit Bargeld abgerechnet wird. Soweit die eine Seite der Medaille. Dagegen steht: Branchen, in denen gerne mit Bargeld gezahlt wird (Kfz, Schmuck, Kunst), sind nicht besonders gut darauf zu sprechen, wenn der Bundesfinanzminister den Bargeld-Verkehr regulieren will.
Zuletzt hatte das Bundesfinanzministerium geprüft, ob ..
Bund und Länder haben sich auf die Eckdaten der neuen Besteuerung für die Vererbung von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen (GmbH-Anteile) geeinigt (Nr. 23/2016). Fazit: Unternehmen mit einem Firmenwert unter 26 Mio. EUR werden zum Teil deutlich entlastet, wenn sie die Voraussetzungen für die Verschonung erfüllen. Für Firmen mit einem höheren Firmenwert kommt es im Einzelfall zu einer (erheblich) höheren Belastung als nach der bisherigen Regelung. Grundlage für die Bewertung von Unternehmen ist das vereinfachte Ertragswertverfahren. NEU: Für die Bewertung von Unternehmen wird dabei mit einem Kapitalisierungsfaktor von 13,75 gerechnet (bisher: 17,86). Für die Gestaltung von Erbschaften können Sie sich an den folgenden Eckdaten orientieren: …
Ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter in der Krise der GmbH bestellt, haftet der eingetragene Geschäftsführer weiterhin für die ordnungsgemäße Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer (FG Mecklenburg Vorpommern, Urteil vom 4.7.2016, 2 K 203/16, Revision zugelassen). …