Das ist die Technologie (Near Field Communication), mit der Kunden per Smartphone kontaktlos an der Kasse bezahlen können. Damit werden die Daten per Funk über maximal 4 Zentimeter vom Smartphone an das Kassensystem übermittelt. Die Überweisung ist kostenfrei. Die maximale Datenübertragungsrate beträgt 424 kBit/s. Jede Bank und jeder Kartenanbieter legt ein Zahl-Limit selbst fest und daher wird bei einigen Kreditkarten bereits über 25 Euro eine PIN bei der Zahlung nötig. Die Volksbanken habenderzeit rund 14 Mio. Girokarten mit Kontaktlos-Funktionen an ihre Kunden ausgegeben. Bis 2020 werden 27 Mio. Karten mit der entsprechenden Technologie ausgestattet sein. Bei den Sparkassen sind 23 Mio. Girokarten mit NFC-Technologie im Umlauf. Noch breiter sind die US-Bezahl-Plattformen von Google (GoogleWallet) und Payback Pay aufgestellt, Apple plant seine Version Apple Pay noch für den Herbst 2018 – sie alle sind Vorreiter in Sachen Abschaffung des Bargelds. Umgekehrt ist in Deutschland an ca. 475.000 Kassenterminals das kontaktlose Zahlen möglich.
Autor: volkelt
Digitale Geschäftsmodelle leben davon, dass die Anwendungen bzw. angebotenen digitalen Lösungen quasi unendlich multipliziert werden können, die Beschränktheit des lokalen Marktes damit aufgehoben ist und Startups auf diese Weise den herkömmlichen Anbietern kosten- und angebotsmäßig überlegen sind. Diesen Prozess des Größer-Werdens, der Möglichkeit zu neuem Wachstum, bezeichnet man als Skalieren. Allgemein beschreibt Skalierung eine Größenveränderung. In der IT spricht man von Skalierung, wenn Objekte vergrößert oder verkleinert werden. Auch Schriftgrößen können skaliert werden. In der Wirtschaft skalieren Unternehmen. Das heißt in den meisten Fällen, dass sie expandieren. Sie bekommen mehr Aufträge und erwirtschaften höheren Gewinn. Damit wird auch die Kalkulation nach vorne verlagert – man rechnet mit dem Wachstum – mit steigenden Umsätzen und Erträgen. Mit Auswirkungen auf Preise, Services und Konditionen.
Beim StartUp denkt man unwillkürlich an junge, engagierte Menschen, die in der Garage der Eltern an neuen Produktideen herumbasteln, um diese irgendwann Gewinn bringend an den Mann zu bringen. Diese Zeiten sind vorbei. Unterdessen bezeichnet man mit StartUp ganz allgemein ein innovative, junges Unternehmen in der Gründungs- und/oder Entstehungsphase. Ganz allgemein bezeichnet ein StartUp eine Unternehmensgründung in digitalen Zeiten – es geht also nicht nur um die Gründung eines Unternehmens.
Ein StartUp zeichnet sich aus durch eine Innovation, eine Neu- oder Weiterentwicklung. Mit dem ersten Business-Plan wird das neue „Geschäftsmodell“ definiert und begründet. Wesentlicher Bestandteil des Business-Planes ist die Darstellung der Finanzierung des Vorhabens bis zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Viele StartUps werden bereits in der Absicht begründet, dieses später an Investoren zu verkaufen oder es an die Börse zu bringen. StartUps werden in Gründerzentren und von Inkubatoren gefördert. Um die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, gibt es zahlreiche staatliche Förderprogramme. Unterdessen gibt es auch immer mehr private Investoren, die gezielt StartUps aussuchen, fördern und finanzieren. Dazu gibt es zahlreiche TV-Formate (z. B. „Höhle des Löwen“), in denen Gründer ihre Ideen präsentieren und bewerten lassen können.
„Unicorn” – zu Deutsch: Einhorn – heißen in den USA StartUp-Neugründungen, die bereits nach kürzester Zeit die 1 Mrd. Dollar Bewertungsgrenze durchbrechen. Beispiele aus Deutschland: Celonis – Das 2011 gegründete Unternehmen wurde mit Mitteln aus dem StarUp-Programm EXIST gegründet und hat darüber hinaus in den USA ein Investment von 50 Mio. EUR eingesammelt. Die Ausgründung aus der Technischen Universität München ist heute der weltweit führende Anbieter im Bereich Process Mining. Dabei geht es um die Auswertung und Visualisierung großer Datenmengen, die in fast jedem Unternehmen anfallen. Auto 1 – die 2014 gegründete Plattform für den Handel mit Gebrauchtautomobilen setzt unterdessen weltweit rund 1,5 Mrd. EUR um. About You – eine Tochtergesellschaft des Otto-Versands, die Menschen mit Outfit-Vorschlägen und Mode-Accessoires versorgt, wird mit einem Marktwert von 1 Mrd. US-Dollar gehandelt.
Volkelt-Brief 01/2019
GF-Haftung: Keine Risiko-Entscheidungen ohne externes Know-How + GmbH-Planung 2019: Die wichtigsten Plandaten im Überblick + Digitales: Wann braucht Ihre GmbH einen Digitalisierungsbeauftragten? + Kompakt: Konjunktur- und Finanz-Plandaten Januar 2019 + Geschäftsführer privat: Steuererklärungen und Rückzahlung 2018 + ACHTUNG: DRV prüft Sonderzahlungen an Mini- und Midi-Jobber + Neues Urteil: Gesellschafter-Geschäftsführer-Ehen mit großem Altersunterschied + Marketing: Unerlaubte Telefon-Akquise kostet bis zu 300.000 EUR
BISS … die Wirtschaft-Satire
| Planung | Führen Sie die Teilpläne (Finanzen, Kosten, Umsatz, Personal, Marketing) zusammen. Prüfen Sie anhand der Planung 2017/2018: Ist der Unternehmensplan vollständig und realistisch? Händigen Sie die Planung den verantwortlichen Mitarbeitern aus. Das Thema „Digitalisierung” ist Chefsache. Weisen Sie die zuständigen Mitarbeiter an, das Thema zum TOP in den Ressort-Besprechungen zu machen und über Entwicklungen, Erkenntnisse und Maßnahmen regelmäßig der Geschäftsführung zu berichten. |
| Marketing | Prüfen Sie anhand des Soll-Ist-Vergleichs aus der laufenden Planungsperiode:
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| Führung | Konnten in 2018 nicht alle Personalgespräche durchgeführt werden, sollte das bis Ende Januar nachgeholt werden. Das betrifft alle Mitarbeiter mit Schlüsselfunktionen und Personalverantwortung. Prüfen Sie, ob solche Gespräche mit Zielvereinbarungen auch in den Abteilungen/Projekten durchgeführt wurden. |
| Personal | Personal bleibt der Engpass. Prüfen Sie:
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| Urlaub | Bis Ende Januar sollte die Urlaubsplanung 2019 abgeschlossen sein. Achtung: Geschäftsführer, die ihren Urlaub in 2018 nicht antreten konnten, haben Anspruch auf Urlaubsabgeltung. Besteht kein Anspruch auf Urlaubsabgeltung laut Anstellungsvertrag, sollten Sie die Auszahlung (ab 1.4.2019) erst nach Rücksprache mit dem Steuerberater veranlassen |
| Steuern | Für Ihre GmbH wird sich in 2019 in Sachen Körperschaftsteuer (15 %) / Solidaritätszuschlag (5,5 % der KSt-Schuld) / Abgeltungssteuer (25 %) nichts ändern. Allerdings sind einige lohnsteuerliche Änderungen umzusetzen (Rechengrößen in der Sozialversicherung, Job-Ticket, Kindergeld usw.). Prüfen Sie zusammen mit Ihrem Steuerberater:
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| Termine |
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Für die IT und Datenschutz im Unternehmen ist der Datenschutzbeauftragte Pflicht. Ganz so pragmatisch sieht der Gesetzgeber seine Aufgaben in Sachen Digitalisierung (noch) nicht. Dennoch: Ohne Spezialisierung und Expertenwissen ist die digitale Zukunft nicht zu stemmen. Größere Unternehmen leisten sich einen Digitaliserungs-Vorstand (Chief Digital Officer).
Auch und gerade kleinere Unternehmen sind gut beraten, das Thema …
Der Blick in die Börsen – und damit in die Zukunft – offenbart: Dow-Jones, Eurostox, DAX und Konsorten weisen den Weg nach „unten”. Noch gibt es (weltweites) Wachstum, aber die Margen schrumpfen. Die Automobil-Branche ist der größte Patient 2019. Die Symptome sind bekannt. An der Therapie wird gearbeitet.
| Betrifft … | Trend |
| Konjunktur | Die oben aufgezeigten Entwicklungen belegen auch die neuesten IfO-Zahlen. Die Aussichten für Januar 2019 werden nur noch mit 98,7 Prozentpunkten bewertet, nach 99 Punkten im Vormonat. Trend: Die Geschäftserwartungen der Unternehmen liegen damit erneut deutlich unter der aktuellen Klima-Bewertung (IfO-Geschäftsklima-Index im November: 102,0, Tendenz: fallend). |
| Zinsen | In der Geldpolitik der US-Notenbank FED deutet sich eine grundsätzliche Veränderung an. Ab sofort wird die FED noch flexibler auf Entwicklungen auf den Kapitalmärkten reagieren können. In Zukunft werden Zinsschritte monatlich beraten und bekannt gegeben. Das dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) in Sachen Nullzins-Politik noch stärker als bisher unter Zugzwang setzen. |
| Automobile und Automobilzulieferer | Kapazitätspläne werden nach unten korrigiert – auch in den Zuliefererbetrieben werden Schichten umorganisiert oder ausgesetzt. In der Branche hat man die Zeichen der Zeit bereits antizipiert und steuert gegen. Wichtige Mitarbeiter müssen jetzt verantworlich eingebunden und mitgenommen werden. |
| Firmenwagen | Fahrer von Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen werden bei der Privatnutzung dieser Fahrzeuge steuerlich entlastet. Für Elektrofahrzeuge und für extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge, die nach dem 31.12.2018 und vor dem 1.1.2022 angeschafft oder geleast werden, wird der Vorteil aus der privaten Nutzung solcher Fahrzeuge monatlich nur noch mit 0,5 % des Bruttolistenpreises berechnet (vgl. Nr. 36/2018). |
| Private Krankenversicherung | Der Verband der Privaten Krankenversicherer (PKV) hat für 2019 eine Beitragserhöhnung um durchschnittlich 1,9 % für die private KV angekündigt. U. U. lohnt der Beitragsvergleich bzw. ein Wechsel der Versicherung. |

