Das Crowdfunding – auch als Schwarmfinanzierung bezeichnet – ist eine internetgestützte Finanzierungsplattform, auf der Kapital suchende Unternehmen ihre Projekte (Klein-) Anlegern vorstellen und an denen diese sich beteiligen können. Das Verfahren ist unkompliziert und schnell. In der Regel wird eine Mindestkapitalsumme vereinbart, die dann von vielen anonymen Finanzieren eingesammelt wird. Die Vergütung für die Überlassung des Kapitals kann in den verschiedensten Formen erfolgen – etwa als Lieferung eines bestimmten Produktes (Kaffeemaschine) oder einer Dienstleistung (Konzertbesuch), als Vorkaufsrecht oder als Verzinsung (partiarisches Darlehen). Unterdessen gibt es eine ausgeprägte Crowdfunding-Szene in Deutschland. Einen guten Überblick gibt es beim Internet-Dienst > http://www.crowdfunding.de/plattformen und zwar speziell für Unternehmen unter dem Punkt Crowdinvestment. Hier werden einzelne Plattformen nach Branchen vorgestellt, z. B. www.exporo.de für Investitionen in Immobilien – also etwa auch in Geschäftsimmobilien.
Autor: volkelt
Digitalisierung
Wikipedia definiert: „Der Begriff Digitale Revolution bezeichnet den durch Digitaltechnik und Computer ausgelösten Umbruch, der seit Ausgang des 20. Jahrhunderts einen Wandel nahezu aller Lebensbereiche bewirkt und der in eine Digitale Welt führt, ähnlich wie die industrielle Revolution 200 Jahre zuvor in die Industriegesellschaft führte“. Betroffen davon sind nahezu alle Lebensbereiche – und damit auch alle Branchen und alle Unternehmen, die in den Branchen unterwegs sind.
Disruption
Disruption ist der zentrale Begriff für die Umwälzungen, die durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche (auch der Wirtschaftsabläufe und –prozesse) angetrieben werden. Wörtlich übersetzt bedeutet das so viel wie „Zerstörung“ – und soll folgenden Prozess beschreiben: Kamen Innovationen bisher in der Regel aus den Unternehmen selbst, indem sie ihre Produkte und Geschäftsmodelle sukzessive weiterentwickelten und so für einen permanente, aber beschauliche Erneuerung der Märkte sorgten, haben mit der „Digitalisierung“ auch Außenseiter und kleinere Unternehmenseinheiten die Chance, innovativ zu sein und neue Produkte auf den Markt zu bringen. Sie müssen keine Rücksicht auf klassische Geschäftsmodelle nehmen und können sich voll auf die (neuen) Verbraucherbedürfnisse konzentrieren. Folge: Viele der alten Geschäftsmodelle werden „zerstört“.
Als Gadget (englisch: Apparat) bezeichnet man ein kleines technisches Hilfsgerät, das eine – merh oder weniger – nützliche Funktion zur Verfügung stellt. Es zeichnet sich aus durch komfortable Transportierbarkeit, es ist „zum Mitnehmen“ (to go) konzipiert. Meist in einem modernen und schickem Design. Aber auch kleine, hilfreiche Anwendungsprogramme (Apps) werden als Gadget bezeichnet. Beispiele: Smartphone, besonders kleine tablets, mobile Spielkonsolen, Digitalkameras, mobile Ladestationen, Navigationsgeräte, MP3-Player.
Generation R
Ob die Generation der Babyboomer oder Generation X.: Wir sind alle Kinder unserer Zeit und werden von gesellschaftlichen, kulturellen und technischen Entwicklungen geprägt. Das wird auch unseren Kindern und Enkeln nicht anders gehen – der kommenden Generation „R” – wie Robotic Natives. Das steht für eine Generation, die in der Umgebung von Industrie- und Consumer-Robotern aufwächst. Welchen zeitlichen Horizont gilt es dabei zu überblicken bzw. zu planen? Auf der Hannover-Messe 2018 – soeben zu Ende gegangen – dominierten die Themen KI und Robotik. Es gab jede Menge neuer Varianten zu sehen. Zu sehen war allerdings auch, dass die vorgeführten Exemplare der industriellen und der consumer-Robotik eher noch Wunschdenken denn tatsächliche Leistungsfähigkeit darstellen. Experten vergleichen den Stand der Robotik heute mit der Einführung des ersten Laptops. Die Durchsetzung des Marktes dauerte für den Laptop 10 bis 15 Jahre. Das ist eine realistische Dimension auch für eine flächendeckende Durchsetzung der Robotik – also ein Zeitrahmen bis 2030.
Berücksichtigt man eine zunehmende Beschleunigung der technologischen Entwicklung, wird sich die Robotik in Branchen mit besonderem Wertschöpfungspotenzial (Health, Logistik, Mobilität) deutlich schneller durchsetzen. So hat der VDI bereits für dieses Jahr die Wachstumsprognose des gesamten deutschen Robotik-Marktes von 8 % um 7 auf 15 % angehoben – mit einem Gesamtjahresumsatz von 4,2 Mrd. EUR. Tendenz weiter stark zunehmend. Alleine die Industrielle Bildverarbeitung (Steuerung) wird nach neuer Prognose ein Umsatzplus von 18 % erreichen, statt der zunächst erwarteten 10 %. Das entspricht einem Branchenumsatz von 2,6 Mrd. EUR. Bei solchen Wachstumsraten ist eine Durchsetzung bis 2025 wahrscheinlich – ein knapper Zeitrahmen für notwendige Anpassungen
Kryptowährung
Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel. Sie werden erzeugt aus kryptographischen Werkzeugen wie Blockchains und digitalen Signaturen. Die erste offiziell eingesetzte Kryptowährung war der Bitcoin, mit dem seit 2009 Geschäfte getätigt werden. In 21018 gibt es weltweit rund 4.500 Kryptowährungen, von denen aber nur wenige einen Handelsumsatz von mehr als 1 Mio. $ erreichen. Vorteil der Kryptowährungen: Sie ermöglichen einen internationalen digitalen Zahlungsverkehr, ohne auf Zentralinstanzen (Banken) angewiesen zu sein.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ordnet den Bitcoin als mit Devisen vergleichbare Werteinheiten ein. Kryptowährungen sind – bilanztechnisch gesehen – so genannte nicht abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände (Recheneinheiten). Diese sind vergleichbar mit Rechten, Patenten und Lizenzen. Kryptowährungen im Privatvermögen sind nach einem Halten von 12 Monaten steuerfrei (365 Tage). Danach beträgt der Steuersatz auf den Veräußerungsgewinn zwischen 0 und 45 % – je nach persönlichem Steuersatz. Die Schweizer Stadt Zug ist weltweite die erste und bisher einzige Kommune, die eine Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit Bitcoin akzeptieren. Die Stadt gilt deswegen als Hochburg der Blogchain-Szene.
Künstliche Intelligenz (KI)
Die Enquetekommission des Bundestags beschreibt Künstliche Intelligenz als „Sprung von der rechnenden zur kognitiven Informatik“. KI ist demnach mehr und mehr in der Lage, Erlerntes auf neue Situationen zu übertragen. Die Wissenschaftler und Buchautoren Stuart Russel und Peter Norvig (Artificial Intelligence: A Modern Approach) unterscheiden starke und schwache KI. Ist sich eine Maschine „seiner selbst bewusst“ sprechen sie von starker KI. Das gibt es aber in der Praxis noch nicht.
Schwache KI kann feste Aufgabenstellungen lösen – ggf. sogar besser als der Mensch. Anschauliches Beispiel für die schwache KI ist derzeit das autonome (selbstfahrende) Automobil. Komliziertere Modelle – etwa die Auswertung von Kundenverhalten durch Google oder Amazon – sind bereits in der Lage, neue Prozesse zu erkennen und darauf mit neuen Lösungen bzw. Angeboten zu reagieren. Wikipedia-Definition: „Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst“. Offen bleibt eine exakte Definition des Begriffes Intelligenz.
Der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann entwickelte in den Siebziger Jahren den Begriff des New Work mit dem Ziel, die abhängige Lohnarbeit zu hinterfragen und letztlich zu überwinden. Dagegen setzt er sein Konzept der freien und selbst bestimmten Arbeit unter dem Credo: „Die Arbeit, die der Mensch wirklich will“. Mit der Entwicklung der modernen Gesellschaften zu Dienstleistungsgesellschaften und der Weiterentwicklung zur digitalisierten Gesellschaft hat sich auch die Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Viele Tätigkeiten werden von Selbstständigen, Freiberuflern oder Freelancern erledigt.
Die klassischen Arbeitszeitmodelle werden mehr und mehr ersetzt durch selbst bestimmte Arbeitszeiten ohne Kontrollen. Die Arbeit ist für viele Menschen inhaltlicher Bestandteil des Lebens und der Selbstverwirklichung. Heute geht es der New-Work-Bewegung darum, die Arbeit mit den individuellen Interessen, Werten und Überzeugungen in Einklang zu bringen. Ziel ist es, das Arbeitssystem und die Unternehmensstruktur so anzupassen, dass die Mitarbeiter weit gehend selbst bestimmt über Arbeitsinhalte, die Arbeitszeit oder den Arbeitsort entscheiden können.
NFC Technologie
Das ist die Technologie (Near Field Communication), mit der Kunden per Smartphone kontaktlos an der Kasse bezahlen können. Damit werden die Daten per Funk über maximal 4 Zentimeter vom Smartphone an das Kassensystem übermittelt. Die Überweisung ist kostenfrei. Die maximale Datenübertragungsrate beträgt 424 kBit/s. Jede Bank und jeder Kartenanbieter legt ein Zahl-Limit selbst fest und daher wird bei einigen Kreditkarten bereits über 25 Euro eine PIN bei der Zahlung nötig. Die Volksbanken habenderzeit rund 14 Mio. Girokarten mit Kontaktlos-Funktionen an ihre Kunden ausgegeben. Bis 2020 werden 27 Mio. Karten mit der entsprechenden Technologie ausgestattet sein. Bei den Sparkassen sind 23 Mio. Girokarten mit NFC-Technologie im Umlauf. Noch breiter sind die US-Bezahl-Plattformen von Google (GoogleWallet) und Payback Pay aufgestellt, Apple plant seine Version Apple Pay noch für den Herbst 2018 – sie alle sind Vorreiter in Sachen Abschaffung des Bargelds. Umgekehrt ist in Deutschland an ca. 475.000 Kassenterminals das kontaktlose Zahlen möglich.
Digitale Geschäftsmodelle leben davon, dass die Anwendungen bzw. angebotenen digitalen Lösungen quasi unendlich multipliziert werden können, die Beschränktheit des lokalen Marktes damit aufgehoben ist und Startups auf diese Weise den herkömmlichen Anbietern kosten- und angebotsmäßig überlegen sind. Diesen Prozess des Größer-Werdens, der Möglichkeit zu neuem Wachstum, bezeichnet man als Skalieren. Allgemein beschreibt Skalierung eine Größenveränderung. In der IT spricht man von Skalierung, wenn Objekte vergrößert oder verkleinert werden. Auch Schriftgrößen können skaliert werden. In der Wirtschaft skalieren Unternehmen. Das heißt in den meisten Fällen, dass sie expandieren. Sie bekommen mehr Aufträge und erwirtschaften höheren Gewinn. Damit wird auch die Kalkulation nach vorne verlagert – man rechnet mit dem Wachstum – mit steigenden Umsätzen und Erträgen. Mit Auswirkungen auf Preise, Services und Konditionen.