Kommt es bei der Umstrukturierung einer Immobilien besitzenden GmbH zu einem Anteilserwerb durch einen Gesellschafter oder zu einem Anteilserwerb durch die GmbH selbst (hier: sog. Eigener Geschäftsanteil), dann liegt eine grunderwerbsteuerpflichtige Anteilsvereinigung vor (BFH, Urteil vom 20.1.2015, II R 8/13).…
Kategorie: Volkelt-Briefe
Entgegen der bisherigen Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 3.8.2004, IV A 6 – S 2244 – 16/04) werden diese Bezüge nach den im Zeitpunkt des Zuflusses geltenden Vorschriften besteuert. Für Zuflüsse im Jahr 2008 kann demnach nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert werden. Danach werden lediglich 50 % der Einkünfte zur Besteuerung herangezogen (BFH, Urteil vom 8.11.2014, IX R 4/14). …
Unternehmen, deren Internet-Seiten nicht smartphone-optimiert sind, werden ab sofort schlechter gelistet. Sie werden im Google-Ranking weiter unten plaziert. Das betrifft in erster Linie die Google-Abfragen, die über das Smartphone eingegeben werden. In Europa sind das aber bereits 20 % aller Google-Abfragen. Sogar 30 % aller Online-Einkäufe werden unterdessen über Tablet oder Smartphone getätigt. …
Erst wurden die betroffenen Unternehmen vertröstet: Die GroKo wollte am 23.4. die Praxis-Erfahrungen mit dem Mindestlohn ernsthaft prüfen, neu bewerten und ggf. nachbessern. Jetzt ist die Enttäuschung doch recht groß. Man hat sich auf „Nichts” verständigt. Was im Klartext heißt: Die bürokratischen Zumutungen (und Kosten natürlich) spielen für die Politik offensichtlich keine Rolle. Die CDU beteuert zwar weiterhin, dass es Änderungen geben wird. Für die betroffenen Unternehmen müssen wir allerdings konstatieren: Heiße Luft und die Verärgerung über die Bürokratie-Politik nimmt weiter zu. Wen wundert´s.
Psychologie ist gefragt, wenn der Chef zu einem wichtigen Mitarbeiter keine Basis findet. Dann fallen im Vorfeld der Trennung schon einmal Sätze wie: „Sie haben sich verändert in letzter Zeit“ oder „Ihr Team steht nicht mehr hinter ihnen“. Dabei handelt es sich genau genommen meist lediglich um Spekulationen oder Unterstellungen, die sich einer sachlichen Auseinandersetzung entziehen. Diese Art psychologischer Kriegsführung gegen unbeliebte Mitarbeiter nimmt zu. Zuletzt hat sich Andreas Nentwich, Gesellschafter-Geschäftsführer der Interims Agents GmbH, in seinem Buch „Rausfliegen mit Erfolg“ mit solchen polemischen Techniken auseinandergesetzt.
Aber aufgepasst: …
Wenn die Mindestlohn-Runde der Bundesregierung heute zur Bestandsaugnahme zum Mindestlohn zusammen kommt, haben die meisten Geschäftsführer ohnehin keine größeren Erwartungen. Fakt ist, dass es nur zu einer Kontrolle nach Papier kommen dürfte – in der Praxis wird sich spätestens nach 2 Wochen kein Arbeitnehmer mehr daran erinnern können, wie er an welchem Tag gearbeitet hat. Die persönliche Befragung der Mitarbeiter durch den Zoll wird kaum verwertbaren Erkenntnisse bringen. Dabei geht es den meisten Unternehmen nicht – wie von der Politik unterstellt – um das „Führen von Listen“, sondern um die) Arbeitszeit für die Dokumentation und das Geld für das Lohnbüro. ..
In GmbHs mit mehreren Geschäftsführern werden Ressorts eingerichtet. Entweder nach BWL-Vorgabe in ein kaufmännisches und ein technisches Ressort (oder: Vertrieb, Marketing, Produktion usw.). Effektiver in kleineren Firmen ist es, die Ressorts nach den tatsächlichen Abläufen im Unternehmen und nach der Qualifikation des Geschäftsführers auszurichten. Wie Ressorts gebildet werden, dazu gibt es keine gesetzlichen Vorgaben.
Viele Geschäftsführer haben zur Alterssicherung eine Pensionszusage mit der GmbH vereinbart. Problem bisher: Werden nicht alle steuerlichen Voraussetzungen eingehalten, drohen bei einer Betriebsprüfung saftige Nachzahlungen. Z. B., wenn eine sog. Überversorgung vorliegt. Das ist nach Auffassung der Finanzbehörden immer dann der Fall, wenn der Geschäftsführer nach dem Ausscheiden mehr als 75 % seines letzten Bruttoverdienstes aus seiner Altersversorgung erhält. So monieren die Finanzämter, wenn die Pensionszusage auf 75% des letzten Aktivbezugs vereinbart wird, für den Geschäftsführer aber zusätzlich eine Direktversicherung von der GmbH gezahlt wird. Kam es zu einer Betriebsprüfung, dann musste die überhöhte Pensionsrückstellung aufgelöst werden und dem Papier-Gewinn der GmbH zugeschlagen.
Das Finanzamt akzeptiert die Steuerwirkung eines Gewinnabführungsvertrages nur, wenn alle Vorgaben exakt eingehalten sind. In vielen Fällen wird die vorgeschriebene 5‑Jahres-Frist nicht eingehalten. Z. B. dann, wenn im Vertrag eine Laufzeit über 5 Wirtschaftsjahre korrekt datiert ist (hier: 1.1.2005 bis 31.12.2010). Die Organgesellschaft aber erst zu einem späteren Zeitpunkt (hier: mit Vertrag vom 9.2.2005) ordnungsgemäß ins Handelsregister eingetragen wurde (FG Düsseldorf, Urteil vom 3.3.2015, 6 K 4332/12 K, F).
Um sicherzustellen, dass in Zukunft nur noch Kassensysteme in der Praxis eingesetzt werden dürfen, die gegen jede Art von Manipulationen geschützt sind, prüfen die Grünen derzeit, welcher Schaden durch fehlerhafte Kassensysteme verursacht wird und welchen Aufwand es verursachen würde, neue Kassen-Systeme einzuführen (Quelle: Kleine Anfrage der Fraktion Die Grünen an die Bundesregierung vom 14.4.2015).