Für alle Gesellschafter-Geschäftsführer von GmbHs ist klar: Alleine schon aus steuerlichen Gründen müssen alle Vergütungsbestandteile (Festgehalt, Tantieme, Zusatzleistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld) schriftlich im Anstellungsvertrag vereinbart werden. Und zwar ein-eindeutig nach Anlass, Höhe und Fälligkeit. Ist hier ein Weihnachtsgeld vorgesehen, dann hat der Geschäftsführer einen Anspruch auf diese Zusatzzahlung. Was aber, wenn es kein eindeutiges Vertragswerk gibt? Dazu gibt es ein Urteil des OLG München. …
Kategorie: Volkelt-Briefe
Die BBE-Media hat die neuesten Zahlen zur Geschäftsführer-Vergütung vorgelegt. Heute nehmen wir die Zahlen für GmbHs im industriellen Sektor etwas genauer unter die Lupe. Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf: …
In letzter Zeit gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die Steuerprüfer sich bei Betriebsprüfungen viel Zeit lassen. So werden immer wieder Fälle bekannt, in denen selbst bei kleineren Betrieben erst nach Monaten ein Zwischenergebnis bekannt gegeben wird und es auch dann noch Wochen bis zur Schlussbesprechung dauert (vgl. zuletzt Nr. 44/2015). In diesem Besteuerungsverfahren musste die geprüfte GmbH nach dem vorläufigen Nachzahlungsergebnis 700.000 EUR zahlen sollen. Erst nach einem halben Jahr einigte man sich in der Schlussbesprechung auf eine Nachzahlung von gerade einmal 50.000 EUR. …
Zahlt die GmbH an ihren Gesellschafter eine überhöhte Miete, darf das Finanzamt die überhöhten Zahlungen als verdeckte Gewinnausschüttung versteuern – nicht aber als Schenkung an den Gesellschafter (FG Münster, Urteil vom 22.10.2015, 3 K 986/15). …
In der Regel ist im Ausbildungsverhältnis eine ein- bis 4‑monatige Probezeit vorgeschaltet. Sie können als Arbeitgeber in dieser Zeit ohne Frist kündigen. Absolviert der Azubi vorher ein Praktikum in Ihrer Firma, dann wird diese Zeit nicht auf die Probezeit angerechnet (BAG, Urteil vom 19.11.2015, 6 AZR 844/14). …
„Steht Ihr Unternehmen erst einmal im Fokus der Öffentlichkeit, lässt sich nichts mehr verheimlichen“. So die Erkenntnis der meisten Unternehmer und Geschäftsführer, die wir zum VW-Krisen-Management befragt haben. Hatte der Vorstand zunächst noch dementiert, dass auch andere Modelle (Porsche, Audi Q7, Touareg) mit Manipulations-Software unterwegs sind, musste er das wenige Tage später als Falschaussage korrigieren. Vertrauensbildung sieht anders aus (vgl. dazu auch Nr. 40/2015). …
Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) zeichnet regelmäßig die besten (kleineren) Berater und Beratungsfirmen aus der 2. Reihe aus. Damit will die Gesellschaft gute bis beste Leistungen (Hidden Champions) prämieren. Nebeneffekt: Damit haben auch kleinere Beratungsfirmen die Chance, sich in einem Markt, der von immer weniger großen Beratungs-Konzernen (Ernest & Young, PWC, KPMG, Freshfields, Roland Berger, McKinsey) beherrscht wird, einen Namen zu machen. …
Die BBE-Media hat die neuesten Zahlen zur Geschäftsführer-Vergütung vorgelegt. Heute nehmen wir die Zahlen für Großhandel-GmbHs etwas genauer unter die Lupe. Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf:…
Seit 1.1.2015 bleiben Zuwendungen für Betriebsveranstaltungen (auch: Weihnachtsfeier) bis zu einem Betrag von 110 € (inkl. MWSt) steuer- und sozialversicherungsfrei. Dabei handelt es sich um einen Freibetrag (§ 19 EStG). …
Bei Streitigkeiten um die rechtmäßige/unrechtmäßige Übertragung eines GmbH-Anteils orientieren sich die Gerichte verstärkt an der Eintragung in der Gesellschafterliste gemäß § 40 GmbH-Gesetz. Jüngstes Beispiel: Eine Gesellschafterin hatte ihren Anteil auf die Kinder übertragen – mit der Option auf Rückübertragung im Todesfall. Der Sohn verstarb, war aber unterdessen in der Gesellschafterliste als Gesellschafter eingetragen. Auch mit Einstweiliger Verfügung gelang es der Mutter-Gesellschafterin nicht, das Stimmrecht aus dem Anteil des Sohnes vor einer gerichtlichen Feststellung der Rückübertragung zu übernehmen – und dass, obwohl wichtige und eilige Gesellschafterbeschlüsse für die GmbH anstanden (OLG München, Beschluss vom 17.7.2015, 14 W 1132/15). …