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Steuervorteil: Management-Beteiligung an der GmbH

Betei­ligt sich Ihr Unter­neh­mens­be­ra­ter an der GmbH und ver­äu­ßert die­ser anschlie­ßend sei­ne Betei­li­gung, dann muss­te er bis­her davon aus­ge­hen, dass das Finanz­amt den Ver­äu­ße­rungs­ge­winn als Ein­künf­te aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit wer­tet und dafür den per­sön­li­chen (Höchst-) Ein­kom­men­steu­er-Satz ansetz­te. Das ist aber laut Finanz­ge­richt Baden-Würt­tem­berg nicht kor­rekt. Die Finanz­be­hör­den haben zwar Revi­si­on ein­ge­legt (Akten­zei­chen des anhän­gi­gen Ver­fah­rens: VIII R 21/17). U. E. ist aber davon aus­zu­ge­hen, dass der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) in der Sache nicht anders ent­schei­den wird. Das gilt regel­mä­ßig auch dann, wenn ein Arbeit­neh­mer an der GmbH betei­ligt wird (FG Baden-Würt­tem­berg, Urteil v. 26.6.2017, 8 K 4018/14).

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NEU: Eckdaten für die neue Entsende-Richtlinie

Ab 2020 müs­sen Sie alle Mit­ar­bei­ter nach inlän­di­schem Arbeits­recht behan­deln. Zen­tra­les Mot­to: „Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit”. Das gilt für den (Min­dest-) Lohn (ab dem 1. Tag) und für alle ansons­ten ver­ein­bar­ten tarif­li­chen Ver­pflich­tun­gen (ab 18 Mona­ten). Die Kos­ten für die Rei­se in das Land und für ihre Unter­kunft dür­fen nicht mehr von ihrem Lohn abge­zo­gen wer­den, son­dern müs­sen vom Arbeit­ge­ber getra­gen wer­den. Aus­nah­men gel­ten nur noch für Lkw-Fah­rer (Quel­le: EU Par­la­ment, Beschluss vom 28.5.2018).

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Kommunale GmbHs: BFH ermöglicht neues Steuerspar-Modell

Gemein­den dür­fen bei ihren Regie­be­trie­ben Rück­la­gen bil­den, die bis zu ihrer Auf­lö­sung die Kapi­tal­ertrag­steu­er min­dern. Damit wen­det sich der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) gegen die Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung, die eine Rück­la­gen­bil­dung von wei­te­ren und stren­gen Vor­aus­set­zun­gen abhän­gig macht (BFH, Urteil v. 30.1.2018, VIII R 75/13, 42/15 u. a.).

Laut Finanz­ver­wal­tung ist im Gegen­satz zu Eigen­be­trie­ben bei Regie­be­trie­ben (hier: Schwimm­bad) eine Rück­la­gen­bil­dung nur dann zuläs­sig, wenn die Zwe­cke des Betrie­bes gewerb­li­cher Art ohne die Rück­la­gen­bil­dung nicht erfüllt wer­den kön­nen. Nach dem Urteil des BFH ist dem nicht zu fol­gen, da hier­für kei­ne gesetz­li­che Grund­la­ge besteht (BMF-Schrei­ben vom 9.1.2015, IV C 2 ‑S 2706- a/13/10001). Die dort auf­ge­führ­ten Vor­ga­ben sind nach dem neu­en Urteil des BFH gegenstandslos.

 

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Steilvorlage: DSGVO für Abmahner – Was tun?

Stich­tag 25. Mai 2018: Ab sofort gilt für alle Unter­neh­men mit IT und/oder Inter­net euro­pa­weit die neue Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO). Die Medi­en haben dazu berich­tet – auch wir haben früh­zei­tig auf die Ände­run­gen hin­ge­wie­sen (vgl. Nr. 15/2018).

Den­noch:

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Geschäftsführer/Haftung: So dokumentieren Sie richtig

Zuletzt haben wir in Aus­ga­be 21/2018 (Sei­te 4) auf ein aktu­el­les und wich­ti­ges Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Bran­den­burg (Urteil v. 7.2.2018, 7 U 132/16) zur Geschäfts­füh­rer-Haf­tung und sei­ner Ver­pflich­tung zur Doku­men­ta­ti­on von Ent­schei­dun­gen hin­ge­wie­sen. Tenor: Das Gericht ver­langt, dass der Geschäfts­füh­rer „in der kon­kre­ten Ent­schei­dungs­si­tua­ti­on die ver­füg­ba­ren Infor­ma­ti­ons­quel­len tat­säch­li­cher und recht­li­cher Art aus­schöpft”. Hier eini­ge kon­kre­te Hin­wei­se, wie Sie sich als Geschäfts­füh­rer ent­spre­chend absi­chern bzw. wie Sie ganz kon­kret Doku­men­tie­ren, um im Ernst­fall zu bele­gen, dass Sie Ihrer Infor­ma­ti­ons­ver­pflich­tung kor­rekt nach­ge­kom­men sind: … 

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GmbH & Co. KG: Wichtiges Urteil zur Gewinnverteilung

Ein wich­ti­ges Urteil zur steu­er­lich mög­li­chen (und zuläs­si­gen) Gewinn­ver­tei­lung in der GmbH & Co. KG kommt jetzt vom Finanz­ge­richt (FG) Müns­ter. Danach gilt: … 

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Digitales: So schnell kommt die Generation „R”

Ob die Gene­ra­ti­on der Baby­boo­mer, Gene­ra­ti­on GOLF oder Gene­ra­ti­on X.: Wir sind alle Kin­der unse­rer Zeit und wer­den von gesell­schaft­li­chen, kul­tu­rel­len und tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen geprägt. Das wird auch unse­ren Kin­dern und Enkeln nicht anders gehen – der kom­men­den Gene­ra­ti­on „R” –  wie Robo­tic Nati­ves. Das steht für eine Gene­ra­ti­on, die … 

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GmbH/Recht: Geschäftsführer muss AGB der GmbH einhalten

Möch­te der Allein-Gesell­schaf­ter sei­nen Geschäfts­füh­rer auf Haf­tung ver­kla­gen, muss er dafür dem Gericht nicht erst einen ent­spre­chen­den Gesell­schaf­ter-Beschluss (In der Ein­per­so­nen-GmbH: Ent­schluss) vor­le­gen. Laut Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Mün­chen genügt sei­ne ein­fa­che Wil­lens­er­klä­rung, um ein Gerichts­ver­fah­ren gegen den Geschäfts­füh­rer in Gang zu set­zen (OLG Mün­chen, Urteil v. 8.2.2018, 23 U 2913/17, rechts­kräf­tig).

Im Pro­zess ging es um die eigen­hän­di­ge Ände­rung einer Pro­vi­si­ons­ver­ein­ba­rung mit Kun­den durch den Geschäfts­füh­rer – und zwar zu Unguns­ten der GmbH (hier: Ver­si­che­rung). Ohne ent­spre­chen­de Kom­pe­tenz (sei es im Anstel­lungs­ver­trag oder im Gesell­schafts­ver­trag) ist der Geschäfts­füh­rer nicht befugt, die von der GmbH gesetz­ten AGB eigen­hän­dig für ein­zel­ne Kun­den aus­zu­set­zen. Für den Scha­den der GmbH ist der Geschäfts­füh­rer ersatz­pflich­tig. Das gilt auch für ande­re Bran­chen, bei denen die GmbH für das Kun­den­ge­schäft kla­re AGB vor­gibt. Wol­len Sie davon abwei­chen, soll­ten Sie sich ent­spre­chend absi­chern (Gesell­schaf­ter­be­schluss).

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Verweigerung der Pflichtoffenlegung kostet jährlich ca. 150 Mio. EUR

Laut Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um (BMJ) ist die genaue Anzahl der publi­ka­ti­ons­pflich­ti­gen Unter­neh­men in Deutsch­land nicht bekannt. Gemäß Schät­zung des Bun­des­an­zei­ger-Ver­lags als Betrei­ber des Bun­des­an­zei­gers sind es rund 1,3 Mio. Unter­neh­men. Seit Inkraft­tre­ten des EHUG (2007) wur­den jähr­lich deut­lich mehr als 100.000 Ord­nungs­geld­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wor­den. 2017 waren es 157.000. Dazu kom­men 3.500 Buß­geld­ver­fah­ren. Die Ein­nah­men durch Ord­nungs- bzw. Buß­gel­der, die erho­ben wur­den, weil Unter­neh­men ihrer Publi­zi­täts­pflicht nicht nach­ka­men, betru­gen 2017 ca. 82,2 Mio. EUR. Der Per­so­nal­auf­wand zur Durch­set­zung der Publi­zi­täts­pflicht bezif­fert das Minis­te­ri­um mit 17,48 Mio. EUR jährlich.

Lei­der gibt es kei­ne Gegen­rech­nung  – der Nut­zen des elek­tro­ni­schen Unter­neh­mens­re­gis­ters ist nach wie vor höchst umstrit­ten – zumal alle Finanz­da­ten der Unter­neh­men ohne­hin den Finanz­be­hör­den vor­lie­gen. Zu Ver­wei­sen ist auch dar­auf, dass die Ver­pflich­tung zur Füh­rung eines öffent­li­chen Unter­neh­mens­re­gis­ters in eini­gen euro­päi­schen Län­dern (Ita­li­en, Grie­chen­land, aber auch: Frank­reich) deut­lich lascher gehand­habt wird als in Deutsch­land – zum Wett­be­werbs­nach­teil deut­scher Unternehmen.

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FA-Nachzahlungszinsen: BVerfG entscheidet noch 2018

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat die 0,5 % Zin­sen pro Monat, die Finanz­äm­ter bei Steu­er­nach­zah­lun­gen berech­nen, moniert (vgl. Nr. 21/2018). Aller­dings hat sich der BFH nicht dazu geäu­ßert, wel­cher Zins­satz als „ange­mes­sen” anzu­set­zen ist. Dazu: Unter­des­sen hat sich das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zu Wort gemel­det und ange­kün­digt, noch in die­sem Jahr in Sachen Steu­er­zin­sen zu ent­schei­den. Die Chan­cen auf Rück­zah­lung über­höh­ter Zin­sen ste­hen nicht schlecht. GmbHs, die mit Nach­zah­lungs­zin­sen belas­tet sind, soll­ten gegen die ent­spre­chen­den Steu­er­be­schei­de Ein­spruch ein­le­gen und für die Zins­for­de­rung Aus­set­zung der Voll­zie­hung (AdV) beantragen.