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Volkelt-Briefe

Bettina Wulff: Was tun gegen schlechte Noten im Internet?

Seit dem PR-Dra­ma um Bet­ti­na Wul­ff ist klar: Das Inter­net wird immer noch unter­schätzt. Und zwar so lan­ge, wie man selbst davon ver­schont bleibt. Gerät ein Unter­neh­men in einen sog. Shit­s­torm (= Empö­rungs­wel­le) ist (fast) nichts mehr zu machen. Das gilt auch für klei­ne­re Unter­neh­men, z. B. für den Hand­werks­be­trieb, den Hotel- oder Gas­tro­no­mie­be­trieb, der im Inter­net unbe­rech­tigt schlech­te Noten erhält. Was tun? …

  1. Erhal­ten Sie Kennt­nis von unbe­rech­tig­ten Ein­trä­gen über sich, for­dern Sie den Betrei­ber der Sei­te auf, die Ein­trä­ge zu löschen. Schrift­lich per Geschäfts­kor­re­spon­denz (ggf. per Ein­schrei­ben mit Rückschein).
  2. Reagiert der Betrei­ber nicht oder ver­wei­gert er die Löschung, soll­ten Sie dem Betrei­ber eine Kla­ge (Unter­las­sungs­kla­ge) andro­hen bzw. die­se umge­hend einreichen.
  3. Wol­len Sie das Vor­ge­hen pro­fes­sio­nell absi­chern, kön­nen Sie einen Online-Repu­ta­ti­on-Defen­der ein­schal­ten. Das sind Agen­tu­ren, die sich dar­auf spe­zia­li­siert haben, Fotos, Links oder Tex­te aus dem Inter­net zu ent­fer­nen (Goog­le > Repu­ta­ti­on Defen­der, z. B. „Sau­be­re Wes­te“, unbe­dingt Refe­ren­zen einholen!).
  4. Zu den Leis­tun­gen der Repu­ta­ti­on Defen­der gehö­ren: Bera­tung, Recher­che, Über­wa­chung oder die Löschung von Tex­ten und Bil­dern. Mög­lich ist es auch, alte Tex­te, die nicht mehr gelöscht wer­den kön­nen, durch aktu­el­le­re Tex­te im Goog­le-Lis­ting nach hin­ten zu verschieben.
  5. Die Prei­se für die­ses jun­ge Dienst­leis­tungs­an­ge­bot sind sehr unter­schied­lich. Ver­gleichen Sie und infor­mie­ren Sie sich vor­ab, wel­che Kos­ten anfal­len (Bei­spie­le: Löschung pro Link/Seite/Bild von 30 bis 199 EUR). Wird zusätz­lich anwalt­li­che Bera­tung erfor­der­lich (Kla­ge) wird das nach der Gebüh­ren­ord­nung für Anwäl­te (BRAGO) abge­rech­net und kos­tet inkl. Gerichts­kos­ten schnell eini­ge hun­dert EUR.

Ach­ten Sie aber auch unbe­dingt dar­auf, dass Sie kei­ne schla­fen­den Hun­de wecken. Oft schlum­mern Dif­fa­mie­run­gen und Unter­stel­lun­gen auf Inter­net-Sei­ten, die von nie­man­dem auf­ge­ru­fen wer­den und die kei­ner kennt oder die sich mit Pro­vo­ka­tio­nen erst ins Gespräch brin­gen wol­len. Dann soll­te zunächst Ihr IT-Exper­ten recher­chie­ren, ob die dif­fa­mie­ren­den Sei­ten über­haupt auf­ge­ru­fen wer­den, z. B. unter www.urlspion.de.

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