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Volkelt-Briefe

Recht: Dauerkonfilte zwischen den Gesellschaftern führen zur Auflösung der GmbH

Persönliche Gründe in der Person der Gesellschafter reichen nicht, eine Auflösung der GmbH durch gerichtlichen Beschluss zu erreichen. Besteht aber zwischen den Gesellschaftern ein tief greifendes und offensichtlich unheilbares Zerwürfnis, …

das verhindert, dass vorgeschriebene einstimmige Beschlussfassung zustande kommt, ist das ein wichtiger Grund zur Auflösung der GmbH (OLG Naumburg, Urteil vom 20.04.2012, 10 U 24/10).

Für die Praxis: Im Fall bekriegten sich die Gesellschafter einer GmbH seit 1995 in mehreren Rechtsverfahren. Dabei ging es um Rückzahlungsansprüche wegen einer missglückten Veräußerung eines GmbH-Anteils und um Rückzahlungsansprüche wegen überhöhtem Geschäftsführer-Gehalt. Das Gericht würdigte die Gesamtumstände als „unheilbares Zerwürfnis“ und damit als wichtigen Grund zur Auflösung der GmbH. Schlussendlich wurde die Auflösung jetzt im Jahre 2012 – also nach insgesamt 17 Jahren – gerichtlich bestätigt. Wer sich dieses Prozedere ersparen will, sollte im Gesellschaftsvertrag die Auflösungsmodalitäten der GmbH regeln (Weiterführend: Auflösung einer GmbH §§ 60 ff. GmbH-Gesetz).

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