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Volkelt-Briefe

GmbH/Nachfolge: Die neue Lust auf die Familien-GmbH

Gleich zwei Studien belegen frischen Wind in der Nachwuchs-Diskussion in mittelständischen Unternehmen. So bestätigen die Ergebnisse des Friedrichshafener Instituts für Familienunternehmen und Studien der Beratungsgesellschaft PwC, dass eine Nachfolgeregelung aus den eigenen Reihen wieder (deutlich) auf dem Vormarsch ist. Die Amtsmüdigkeit der „Next Generation“ ist augenscheinlich vorbei. In ausgewählten Zahlen: 89 % der Nachfolger sind bereits im Unternehmen tätig. Die Hälfte davon plant, später auch die Geschäftsführung zu übernehmen.

Interessant und durchaus weiterführend sind die dort genannten Gründe dieser Entwicklung: 1. Da gibt es eine deutliche Abkehr vom patriarchalischen Nachfolgemodell. Nicht mehr der „Älteste“ muss übernehmen. Wer bereit und qualifiziert ist, darf Verantwortung. 2.) Die Nachfolger werden für ihren Job so gut ausgebildet wie noch nie zuvor. 3.) Auch der weibliche Nachwuchs drängt – gleichberechtigt und ebenfalls gut ausgebildet und motiviert – in die Chefetagen. 4.)  Die Generation der Digital Natives bringt neuen Schwung in die Geschäftsmodelle. Und 5.) Es gibt eine neue Lust auf Verantwortung, die eigene Firma nachhaltig in die Zukunft zu führen. Klingt nicht schlecht. Bleibt die Angst vor´m loslassen. Aber auch für die Senior-Generation gibt es unterdessen viele neue Herausforderungen und Lösungen.

Nachfolge-Planung kann nicht früh genug beginnen. Das beginnt bei der Suche nach qualifizierten und qualifizierbaren engagierten Mitarbeitern aus dem eigenen Unternehmen und reicht bis zu einem „Lust auf Unternehmer sein“ in der eigenen Familie.

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