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Fördermittel: Nichts zu verschenken …

Was sind Sie für ein Unternehmer-Typ? „Wenn es Fördermittel gibt – warum nicht?“ oder „Ich verlasse mich lieber auf mich selbst? Fakt ist: Unterdessen gibt es für Jedes und Alles Fördermittel. Ein Blick in die Fördermittel-Datenbank Europa/Bund/Länder offenbart: Sie müssen Sie schon ganz genau hinschauen, für welchen Fall es keine Fördermittel gibt (https://www.foerderdatenbank.de). Fakt ist allerdings auch, dass man sich sehr gut auskennen muss (z. B. in der Kombination von Fördertöpfen) und dass der bürokratische Aufwand nicht zu verachten ist. …Fakt ist auch, dass sich kleinere und mittelständische Unternehmen sehr zurück halten mit der Finanzierung aus öffentlichen Mitteln. Tendenz: Weiter abnehmend. So finanzierten sich 2006 mittelständische Unternehmen noch zu 15 % aus Fördermitteln. 2013 lag der Anteil nur noch bei 12 %. Umgekehrt: Große Unternehmen nutzen Fördermittel systematisch. Die meisten beschäftigen eigene Spezialisten, die sich um öffentliche Fördermittel kümmern. Dabei ist es gerade formuliertes Ziel der Wirtschaftsförderung Nachteile der kleineren Unternehmen gegenüber den Konzernen zu kompensieren. Da geht es um Projekte wie Messeförderung, Energieeinsparmaßnahmen, die Weiterbildung von Mitarbeitern, Handwerksförderung oder Export­hilfen. Förderprogramme, die auf den Mittelstand zugeschnitten sind.

Sich selbst in die umfangreiche und komplizierte Materie einzuarbeiten, ist in der Regel nicht sehr Erfolg versprechend. Eine Alternative ist, sich externe Beratung einzuholen. Inzwischen gibt es einen ganzen Markt von Fördermittelberatern. Allerdings müssen Sie schon sehr genau hinschauen, wenn Sie den passenden finden wollen. Hilfreich ist es, zunächst zu den Fördermittel-Institu­tionen (KfW-Bank, Wirtschaftsförderung der Bundesregierung, regionale Wirtschaftsfördergesellschaften) Kontakt aufzunehmen und nur Fördermittelberater mit ausgewiesener Referenzliste zu kontakten bzw. zu beauftragen.

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