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Betriebliche Altersversorgung: Mehr Anreize auch für kleinere Firmen

Die Neuausrichtung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) kommt in Fahrt. Nach Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) kommen jetzt auch Vorschläge von den Gewerkschaften und der Versicherungswirtschaft (vgl. Nr. 13/2015). Im Kern geht es darum, die bAV auch für die Mitarbeiter in kleineren Unternehmen attraktiver zu machen. …

Stand bisher: Auf Wunsch des Arbeitnehmers muss jedes Unternehmen Lohn in eine bAV einzahlen. Das nutzen aber nur 30 % der Arbeitnehmer in Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern und gerade 40 % in den Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern. Neuester Vorschlag: Von der Beitragspflicht zur Insolvenzsicherung der bAV werden die Firmen ausgenommen, die einen sog. Arbeitgeberanteil zur bAV zuzahlen.

Bisher können Arbeitnehmer bis zu 4 % des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze steuer- und abgabenfrei in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen. Nach dem neuen Modell, das auch von der Versicherungswirtschaft getragen wird, soll der Arbeitgeber zusätzliche 4 % steuerfrei beisteuern können. Nicht gelöst ist bislang die doppelte Beitragspflicht des bAV-Anteils zur Krankenversicherung (KV). Insgesamt nimmt das neue Gesicht der bAV langsam Konturen an. Sicher ist allerdings jetzt schon, dass die Neuregelung für Arbeitgeber Zusatzkosten bringen wird.

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