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Volkelt-Briefe

Verlust-Verrechnung: Konzernklausel wird erweitert

Unterdessen wurde Pläne bekannt, wonach dass Bundesfinanzministerium die sog. Konzernklausel etwas weiter fassen will. Danach können nicht nur Konzerne mit 100 % – Beteiligungen die Verlustverrechnung bei einer Umstrukturierung nutzen. Eine Verlustverrechnung ist auch dann möglich, wenn … zwischen der erwerbenden und der übernommenen Konzern-Gesellschaft eine dritte Gesellschaft zwischengeschaltet ist. Diese Fälle gelten bisher als sog. schädlicher Beteiligungserwerb. Danach gilt: Werden mehr als 25 % der Anteile eines Unternehmens innerhalb von 5 Jahren erworben, kann der Verlustvortrag nur noch anteilig übernommen werden. Werden mehr als 50 % der Anteile eines Unternehmens innerhalb von 5 Jahren erworben, entfällt der Verlustvortrag komplett (§ 8c KStG).

Die Neuregelung soll rückwirkend gelten. Und zwar für Unternehmenserwerbe ab 2010. Dabei geht es um Umstrukturierungen innerhalb eines Konzerns oder eines GmbH-Unternehmensverbundes. War in den Umstrukturierungsprozess eine konzernfremde Zwischengesellschaft eingebunden, haben die Finanzbehörden die Verlustverrechnung nicht zugelassen bzw. anteilig verrechnet. Hier sollte der Steuerberater prüfen, ob – auch wenn kein Einspruch gegen den entsprechenden Steuerbescheid eingelegt wurde – eine nachträgliche Verlustverrechnung möglich ist.

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