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Volkelt-Briefe

Planen Sie 2 bis 4-jährige Steuerpause

Nach den ersten Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen über die Kernthemen zeichnet sich ab, dass es in der Steuerpolitik keine neuen Eckdaten geben wird. „Notfalls können wir bis 2017 auf neue Steuer­gesetze verzichten!“. So die CSU. Das geht vor allem zu Ihren Lasten als Privatperson. Sie werden – guter Verdienst vorausgesetzt – dop­pelt benachteilgt. Ent­weder, indem Sie bei steigendem Geschäftsführer-Gehalt, immer näher an die Reichensteuer driften. Oder, indem Ihr zusätzlicher Verdienst durch die kalte Progression über­propor­tional besteuert wird.

Für alle Unternehmen bedeutet dieser steuerliche Stillstand für die nächste Jahre zumindest, dass sie nicht mit Steuererhöhungen rechnen müssen. Mit Sicher­heit wird es nicht zu einer Erhö­hung der Abgeltungssteuer (25 %) kommen. Ungebremst weiter gehen wird aber die Politik der Finanzbe­hörden, den Ermessenspielraum für steuer­liche Gestaltungen per offiziellen Erlass zu gängeln (z. B. Betriebs­stättengewinn­aufteilungs­­verordnung, Verrech­nungs­preise, Funktionsverlagerungsverordnung, E-Bilanz). Vielen Unter­­nehmen wird es nicht erspart bleiben, steuerliche zu­läs­sige Gestaltungen mit Hilfe der Finanzgerichte durchzusetzen.

Vom Tisch ist die Vermögenssteuer. Anders die Finanz­transaktionssteuer. Sollte es eine Euro­pa weite Lösung geben, wird sich eine CDU/CSU/SPD-Regierung dem nicht verschließen. Die Steuer wird auf den End-Kunden überwälzt. Unternehmen müssen mit einer Verteuerung aller Finanz­dienstleistungen rechnen.

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