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Volkelt-Briefe

Unternehmens-PR: Der Jahresabschluss wird zum Geschäftsbericht

Mittelständische Unternehmen galten lange Zeit als verschwiegen und wenig transparent. Unterdessen haben sich einige Voraussetzungen geändert: Mit dem öffentlichen elektronischen Unternehmensregister liegen seit 1.1.2007 die Jahresabschluss-Zahlen aller Kapitalgesellschaften offen auf dem Tisch. Zum anderen haben die Anforderungen aus Basel II und in deren Folge die Finanzkrise dazu geführt, dass nahezu alle Unterneh-men dazu übergegangen sind, Ihre Unternehmenszahlen besser zu präsentieren. Sie haben in Sachen „Ge-schäftsberichterstattung“ deutlich nachgelegt.

Nach einer aktuellen Studie der Kommunikations-Agentur Ergo haben die von ihnen ermittelten 10 besten Rankings der Familien-Unternehmen den gleichen Offenlegungs-Standard wie börsennotierte Unternehmen. Aber: Es gibt auch noch eine große Anzahl mittelständischer Unternehmen, die „immer noch ein Bilderbuch statt einem exakten Finanzbericht veröffentlichen“. Trend: Die mittelständischen Unternehmen holen in Sachen Öffentlichkeit und PR auf. Aber immer noch unterschätzen viele die positive Wirkung eines optimierten Ge-schäftsberichts z. B. im Hinblick auf Wirkungen wie öffentliche Wahrnehmung, Personalbeschaffung und Zukunftsfähigkeit.

Für die Praxis: Prüfen Sie, …

ob Sie den aktuellen Jahresabschluss zu einem aussagekräftigen Geschäftsbericht und damit zu einem zukunftsfähigen PR-Instrument für Ihre Firma ausbauen können. Beachten Sie dazu: Der Geschäftsbericht enthält die wichtigsten Zahlen über den Geschäftsverlauf und die Aktivitäten eines Unternehmens. Er ist gesetzlich nicht definiert. Im Geschäftsbericht können die für die Rechenschaftslegung gesetzlich vorgeschriebenen Angaben wie Jahresabschluss und Lagebericht stehen. Sinnvoll sind auch zusätzliche ziel-bezogene freiwillige Angaben und Berichte, die der Selbstdarstellung des Unternehmens dienen (Ausbildung, Personalentwicklung, Forschung und Entwicklung usw.). Werden beide Angaben in einem Geschäftsbericht veröffentlicht, muss die gesetzlich vorgeschriebene Rechenschaftslegung klar von den freiwilligen – eher Public-Relations-orientierten – Angaben getrennt sein.

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