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Volkelt-Briefe

Microsoft-Programme: Jeder 3. Mittelständler muss nachzahlen

Unternehmen, die Microsoft-Produkte nutzen, verpflichten sich beim Kauf zur Selbstauskunft. Unterdessen verschickt Microsoft jährlich in Deutschland ca. 3.500 dieser Fragebögen zur Selbstauskunft.

Was tun? Microsoft kann dann anhand der Fragebögen und der Internet-Updates für Netzwerk-Betriebssysteme, z. B. auch der Office oder Outlook-Programme lückenlos feststellen, ob dafür die entsprechenden Lizenzen gekauft wurden. Ergebnis: Immer mehr Unternehmen erhalten (bis zu sechsstellige) Strafgebühren für fehlende Lizenzen. Allein im Jahr 2012 waren das rund 14 Mio. EUR. Auch viele kleinere Betriebe sind unterdessen von Kontrollen und Strafgebühren betroffen. Damit macht Microsoft die Anfang 2000 beschlossene Strategie wahr, Software-Verstöße (Raubkopien) lückenlos zu ahnden. Was tun? Verstöße gegen Software-Lizenzvereinbaren sind kein Kavaliersdelikt. Alle Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass sie in den nächsten Wochen und Monaten kontrolliert werden. Besser ist es, wenn Sie vorab reagieren. Und zwar so:

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die in Ihrer Firma genutzten und lizenzierten Programme (Software Asset Management). Insbesondere für das Server-Betriebssystem und für Lizenzen der Netzwerk-Zugänge.
  • Schaffen Sie das nicht allein, beauftragen Sie Ihren IT-Verantwortlichen/IT-Berater mit einem Software-Audit.
  • Stellen Sie Lücken fest: Durch Umstrukturierungen, Software-Tausch oder Opensource-Anwendungen können Sie nachbessern und eventuelle Zusatzgebühren vermeiden.
Nach unseren Recherchen hat unterdessen jedes 3. Unternehmen einen Strafbefehl über Zusatzgebühren erhalten oder ist unmittelbar von Strafgebühren bedroht. Aus den Praxisfällen ist bekannt, dass Microsoft keinerlei Entgegenkommen oder Kompromissbereitschaft zeigt. Selbst dann, wenn das betroffene Unternehmen durch die Zusatzbelastung im Bestand bedroht ist.

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