Wenn die sog. Kassennachschau – siehe Seite 1 dieser Ausgabe – gravierende Mängel zu Tage fördert (etwa: große Abweichungen, Lücken im Kassenbuch) und sich damit ein dringender Verdacht auf (systematische) Steuerhinterziehung ergibt, ist Alarmstufe „rot” angesagt. Die Finanzbehörden sind berechtigt, unmittelbar weitere rechtliche Schritte – etwa eine Steuerfahndung – einzuleiten. Jetzt dürfen Sie keine Fehler machen, die Ihrer Rechtsposition schaden: …
Kategorie: Volkelt-Briefe
Laut IFH Köln wurden 2013 noch rund 448 Mrd. EUR im stationären Handel und lediglich 27 Mrd. EUR im Online-Handel umgesetzt (= 5,6 %). Nach Hochrechnungen wird der Anteil im stationären Handel auf 405 Mrd. EUR sinken und der Online-Anteil auf 77 Mrd. EUR weiter ansteigen (= 16 %). Gingen nicht wenige Experten bisher davon aus, dass sich der Verdrängungswettbewerb zugunsten des Online-Handels weiter beschleunigen wird, ist unterdessen festzustellen, dass die Angebotsformen immer mehr miteinander verschmelzen. Z. B. im Kfz-Handel – der Kunde konfiguriert seinen Wagen online. Der Kauf wird „konventionell” über den Händler vor Ort abgewickelt.
Fakt ist, …
Dass die Finanzbehörden in den Branchen, in denen viel Bargeld in Umlauf ist, die eingereichten Besteuerungsunterlagen bzw. angegebenen Umsätze häufig anzweifeln, ist bekannt. Viele Unternehmen nutzen unterdessen die Möglichkeit, eine sog. offene Ladenkasse zu führen. Damit können kleinere Unternehmen die Investitionen für ein finanzamtstaugliches Kassensystem sparen – immerhin geht es hier bereits bei wenigen Kassenplätzen um fünfstellige Kosten.
Problem bisher: …
Beantragt der GmbH-Gesellschafter für Gewinnausschüttungen die sog. Günstigerprüfung, versäumt es aber, einen Antrag auf Besteuerung nach dem für ihn günstigeren Teileinkünfteverfahren zu stellen, kann er u. U. – so der BFH – eine Verlängerung der Antragsfrist erreichen und so dennoch vom günstigeren Teileinkünfteverfahren profitieren (BFH, Urteil v. 29.8.2017, VIII R 33/15).
Investiert der GmbH-Gesellschafter den Erlös aus dem Verkauf seines GmbH-Anteils, den er als Geschenk (hier: von seinem Bruder) erhalten hat und der nach der Verschonungsregelung steuerfrei blieb, erneut in die Anschaffung von GmbH-Anteilen, ist das Finanzamt nicht berechtigt, den Veräußerungsgewinn nachträglich zu versteuern. Das gilt selbst dann, wenn sich durch den Verkauf und Neuerwerb die Beteiligungsquote des GmbH-Gesellschafters (hier: < 25 %) geändert hat und selbst dann, wenn er einen Teil des Erlöses erst nach Ablauf der gesetzlichen Sechsmonatsfrist für Reinvestitionen investiert hat (FG Münster, Urteil v. 20.11.2017, 3 K 1879/15, Revision ist zugelassen).
Beteiligt sich ein Arbeitnehmer (hier: Geschäftsführer mit einer 0,96 % Beteiligung an einer Holding-GmbH) kapitalmäßig an seinem Arbeitgeber, kann die Beteiligung eigenständige Erwerbsgrundlage sein, so dass die damit in Zusammenhang stehenden Einnahmen in keinem einkommensteuerrechtlich erheblichen Veranlassungszusammenhang zum Arbeitsverhältnis stehen. Der Arbeitnehmer nutzt in diesem Fall sein Kapital als eine vom Arbeitsverhältnis unabhängige und eigenständige Erwerbsgrundlage. Die daraus erzielten laufenden Erträge sind dann keine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sondern solche aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungssteuer (FG Baden-Württemberg, Urteil v. 9.5.2017, 5 K 3825/14)
Der IfO-Geschäftsklima-Index steht – Stand: 19. Dezember 2017 – mit 117,2 Punkten nur knapp unter seinem Allzeit-Hoch (vgl. Seite 3). Um die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen ist also bestens bestellt. Beim IfO-Index wird allerdings nur abgefragt, ob Unternehmensleiter eine Verbesserung, eine Konstanz oder eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage sehen. Es handelt sich also um eine Moment-Aufnahme und weniger um einen analytischen Ausblick in die Zukunft.
Dennoch: …
GmbH 2018: Die wichtigsten Eckdaten für Ihre Planung
Viele Geschäftsführer haben die freien Tage zwischen Weihnachten und dem Jahrswechsel dazu genutzt, die Eckdaten des neuen Geschäftsjahres 2018 festzulegen und die Jahrestermin-Planung anzugehen. Hier die wichtigsten Rahmendaten für Ihre Unternehmensplanung 2018 im Überblick: …
Digitale Geschäftsmodelle leben davon, dass die Anwendungen bzw. angebotenen digitalen Lösungen quasi unendlich multipliziert werden können, die Beschränktheit des lokalen Marktes damit aufgehoben ist und Startups auf diese Weise den herkömmlichen Anbietern kosten- und angebotsmäßig überlegen sind. Soweit die Theorie. In der Praxis stoßen auch viele Startups an Kapazitätsgrenzen, wenn sie zu schnell wachsen und die Technik der Anwendung Grenzen setzt.
Beispiel: …
Gewährt der Gesellschafter einer GmbH neben der Einlage eine typische Stille Beteiligung in die GmbH, stellt der Anspruch auf Rückgewähr der stillen Einlage eine einem Darlehen gleichgestellte Forderung dar. Folge: … Im Krisenfall gelten die Vorgaben für Gesellschafter-Darlehen. Rückzahlungen und Gewinnbeteiligungen können vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden (BGH, Urteil v. 23.11.2017, IX ZR 218/16).