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Gewinner: So geht „virtuelle Messe“

Die Corona-Abstandsregeln haben vielen herkömmlichen Messen sogar den endgültigen Garaus beschert. Alleine in Deutschland wurden ca. 450 Messen abgesagt (vgl. dazu auch Nr. 18/2020). Jetzt wurde die bereits verschobene Baselworld (Uhren und Schmuck) auch für 2021 endgültig abgesagt. Aber: Das neue Geschäftsmodell ist schon da: Die virtuelle Messe. Der Teilnehmer sitzt zu Hause vor dem Notebook und bewegt sich als Avatar (virtuelle Person)im virtuellen Messegeschehen zwischen anderen Avataren.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ist das Portfolio digital verfügbar, kann das gesamte Sortiment präsentiert werden. Das Angebot ist unendlich und jeder Messeteilnehmer kann genau das finden, was er braucht und was für ihn passt. Außerdem entfallen die Kosten für aufwendigen Messebau, für Reisen und Spesen. Kleine Einschränkung: Am Abend schmerzen nicht mehr die Füße, die Augen sind gefordert. Das Konzept steht: Nächste Woche startet die erste echte virtuelle Messe für industrielle Automation mit 40 Ausstellern und geschätzten 900 Besuchern. Veranstalter ist die Gläss Software & Automation aus Weingarten. Mehr Informationen dazu gibt es auf https://glaess-software.de.

Das Messe-Geschehen ist aber nicht auf virtuelle Produktpräsentationen beschränkt. Man kann mit allen anderen teilnehmenden Avataren Kontakt aufnehmen, Gesprächstermine vereinbaren, aber auch an Fachvorträgen teilnehmen, selbst referieren oder sich zu Wort melden und Fragen stellen – und alle Avatare hören zu. Sogar eine virtuelle After-Work-Party ist eingeplant.

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