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Geschäftsführer-Gehälter 2014: Mit + 6,4 % gut im Plus

Der durchschnittliche Geschäftsführer ist männlich, 51 Jahre alt und verdient 146.412 € im Geschäftsjahr 2014. Das sind 6,4 % mehr als im Vorjahr. So das Ergebnis der aktuellen Geschäftsführer Vergütungs-Studie der BBE Media. Diese Zahlen dienen auch den Finanzbehörden als Orientierungsgröße, wenn die steuerliche Angemessenheit des Geschäftsführer-Gehalts geprüft wird (vgl. Nr. 47/2013). …

Entscheidend für die Angemessenheit ist die Unternehmensgröße und hier an erster Stelle der Umsatz. Die BBE-Studie ermittelt für Unternehmen mit einem Umsatz < 5 Mio. EUR einen Durchschnitts­wert (hier: Median = 50 % verdienen mehr und 50 % verdienen weniger) für die Jahres-Gesamt-Bezüge von 143.000 €. Für Unternehmen mit einem Umsatz > 25 Mio. € ermittelt die Studie 331.000 € an Geschäfts­führer-Gehalt. Ausführliche Vergleichszahlen nach Branchen gibt es > Hier anklicken.

Die Studie weist für Geschäftsführer im Einzelhandel gegenüber dem Vorjahr (98.000 €) eine überdurchschnittliche Steigerung um fast 30 % auf 130.000 €. Der Einzelhandel rangierte in den letzten Jahren am Ende der Skala (vgl. Nr. 47/2012).

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Geschäftsführer-Vergütung 2014 nach Branchen:

Branche Festgehalt Tantieme Gesamt-Gehalt
Industrie 127.000 35.000 162.000
Großhandel 128.000 27.000 155.000
Dienstleistung 117.000 22.000 139.000
Einzelhandel 105.000 25.000 130.000
Handwerk 102.000 20.000 122.000

 

Quelle: BBE Media Geschäftsführer-Vergütungs-Studie 2014, gerundet auf Tsd. EUR

Monieren die Finanzbehörden das an den Gesellschafter-Geschäftsführer gezahlte Gehalt als „zu hoch“, können Sie verlamgen, dass Ihr Einzelfall geprüft wird. Der bloße Verweis der Finanzbehörden auf die Vergleichswerte z. B. aus der BBE-Studie ist kein Indiz dafür, dass Ihr Gehalt „zu hoch“ ist. Im Einzelfall muss die gesamte Situation der GmbH (Umsatz, Ertragslage, Anzahl der Beschäftigten, Branche) und die Situation des Geschäftsführers (Anzahl der Geschäftsführer, Alter, Ausbildung, Qualifikation) mit in die Beurteilung einfließen. Die detaillierte Begründung für das Vorliegen einer VgA anhand von Vergleichswerten trägt die Finanzbehörde (vgl. BFH, Urteil vom 27.10.1992, VIII R 41/89).

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