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Volkelt-Briefe

Digitales: Vorsicht bei Ihrem Invest in digitales Geld

Krypto-Währungen bieten Vorteile (vgl. Nr. 50/2017) und Risiken. Dass das Spekulieren mit Krypto-Währungen nicht unerhebliche Risiken birgt, haben jetzt 30.000 Anleger des FinTech-Unternehmens Enivon AG erfahren müssen. Der Anlage-Verlust beläuft sich auf rund 100 Mio. US-Dollar. Was ist hier falsch gelaufen und worauf müssen Sie  bei der Anlage in Krypto-Währungen achten? Ausgangspunkt war ein Renditeversprechen von 161 % im Januar dieses Jahres. Worauf müssen Sie achten? …Bei der Ausgabe von virtuellen Aktien wurde ein Envion-Token mit einem Dollar gehandelt, unterdessen ist er nur noch 8 Cent wert. Jetzt wurde bekannt, dass das Berliner Unternehmen niemals einen Geschäftsbetrieb ausübte – das aus der Krypto-Währung geschürfte Geld nie in konkrete Projekte angelegt wurde. Die Prospekte der Enivon AG waren zwar ausgesprochen umfangreich und warben mit bekannten Gesichtern aus der Finanz-Branche, waren aber zu keinem Zeitpunkt von den zuständigen Behörden geprüft oder genehmigt.  Die beiden Gründer prozessieren gegeneinander. Nach einer Studie der US-Beratungsgesellschaft Satis sind 80 % aller virtuellen Börsengänge (ICO) Betrug. Also aufgepasst.

Informieren Sie sich bei (nennenswerten) Invests in Kryptowährungen aus erster Hand. Aussagekräftige Informationen zu den Anlagegesellschaften gibt es bei der Europäischen Börsenaufsicht und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Deren Auskünfte sind in der Regel fundiert, gut begründet und geben konkrete Warnhinweise – bis hin zu Hinweisen zu einem möglichen Totalverlust. Im Falle Enivon hatten die Aufsichtsbehörden entsprechende Warnungen ausgesprochen – ohne Erfolg.

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