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Volkelt-Briefe

Digitales: So lesen sich die neuen Erfolgsgeschichten (VII)

Das Auto der Zukunft kommt nicht von VW, Daimler, BMW oder Toyota. Auch nicht von Google, Amazon oder Alibaba. Eher schon von Tesla. Einer der ganz Neuen auf dem internationalen Automobilmarkt heißt Pininfarina Automobili, wird aus Indien finanziert, firmiert in München und bastelt an einer neu-alten, italienischen Edelmarke.

Hintergrund:

Auf der Suche nach der verloren gegangenen Wertschätzung beim alten Arbeitgeber (Audi, BMW) haben deren ehemalige Entwicklungsingenieure neue Herausforderungen gesucht und ihre Chancen auf den neuen Kapitalmärkten gefunden und genutzt. Der indische Mahindra Konzern (indischer Automobilhersteller spezialisiert auf Geländewagen, hält 51 % an Peugeot) hat in das Vorhaben bereits einen dreistelligen Millionenbetrag investiert und ist gewillt, ein neues E-Automobil-Format im Premium-Segment global durchzusetzen.  Das Erfolgsrezept: „Wir zapfen die Köpfe und Konzepte der Spezialisten an, denen das Korsett der Konzerne zu eng geworden ist“.  Das Konzept hat Methode: Unterdessen haben sich im Raum München ein halbes Dutzend neuer Auto-Firmen angesiedelt – alle mit dem Auftrag, neue Automobilkonzepte insbesondere für China, aber auch für den Weltmarkt zu entwickeln.

Diese Beispiele aus der Automobil-Branche zeigen anschaulich, mit und in welcher Dynamik sich die Märkte der Zukunft entwickeln. Nur solche StartUps werden den Markteintritt schaffen, denen es gelingt, Konzepte zu entwickeln, die in die Planungen der Konzerne passen und die von Investoren – möglichst schnell – mit den dazu notwendigen finanziellen Ressourcen ausgestattet werden. Management-Fähigkeiten, Vernetzung, Erfahrungen in der Projektsteuerung und Technisches Know How sind die Kernkompetenzen, die über den Erfolg im Umgang mit StartUps entscheiden.

 

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