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Volkelt-Briefe

Planung 2020: NEUE Möglichkeiten für die Nachfolge

Schon gehört: „Verantwortungseigentum“? Damit sollen – so der politische Wille – auch die Unternehmen nachhaltig werden. Bosch und Alnatura praktizieren das bereits in der Form einer doppelten Stiftungsgesellschaft. Also ziemlich aufwändig und beratungsintensiv. Das soll anders werden.

Zwei Ziele sollen dann im Gesellschaftsvertrag bzw. in der Satzung des Unternehmens verankert werden. Zum einen sollen die für das Unternehmen handelnden Personen – also die Geschäftsführung und die Mitarbeiter – allein über die wirtschaftlichen Belange des Unternehmens entscheiden. Sie führen das Unternehmen in „Verantwortungseigentum“. Das ist ein klares weg von der Renditeorientierung der Investoren. Zum anderen wird vorgegeben, dass der gesamte Ertrag, den ein Unternehmen erwirtschaftet, in die Zukunft des Unternehmens investiert werden muss – Rücklagenbildung eingeschlossen. Das umzusetzen, haben sich 32 Unternehmer aus den verschiedensten Branchen und Unternehmensgrößen zum Ziel gesetzt und dazu die Stiftung Verantwortungseigentum begründet. Erster Erfolg: Es gibt bereits 200 Unternehmen in Deutschland, die nach den Grundsätzen des Verantwortungseigentums aufgestellt sind.

Noch sind einige rechtliche Hürden bis zu einer einfachen und unbürokratischeren Umsetzung (Rechtsform) aus dem Weg zu räumen. Dennoch: Das Modell ist auch für kleinere Unternehmen interessant. Z. B. dann, wenn das Unternehmen gut etabliert ist und kein Nachfolger aus der Familie vorhanden ist. Dann kann damit eine dauerhafte Fortführung der Gründungsidee gesichert werden. Das Unternehmen bleibt bestehen, wird nicht an Dritte verkauft oder einfach „zerschlagen“.

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