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BISS - DIE Wirtschafts-Satire

Peter Altmaier

 „Alt­mai­er“ ist ein uralter saar­län­di­scher Name und der ein oder ande­re erin­nert sich noch dar­an, wie der gebür­ti­ge Wahl­schie­der Fritz Alt­mey­er den SV Saar 05 Saar­brü­cken mit sei­nen unver­ges­se­nen Dribb­lings und den unnach­ahm­li­chen Toren erst­mals auf den drit­ten Platz der Regio­nal­li­ga Süd­west schlenz­te. Von da aus sind es über die L 140 gera­de ein­mal 14,4 Kilo­me­ter bis zu der Stel­le im saar­län­di­schen Ens­dorf, wo Peter Alt­mai­er vor­bei am RWE-Groß-Koh­le­kraf­t­­werk in aller Frü­he zum ört­li­chen Kin­der­gar­ten gebracht wur­de, weil der Vater zur Früh­schicht in der Gru­be nach Koh­le suchen musste.

Inso­fern han­delt es sich qua­si um ein „Zurück zu sei­nen Wur­zeln“, wenn er jetzt Umwelt­mi­nis­ter ist und sich die RWE für sei­ne – rein Lun­gen mäßig gese­hen – ver­korks­te Kind­heit mal vor­knöp­fen kann. Da wird er voll auch auf sei­ne Vor­kennt­nis­se und Erfah­run­gen als zustän­di­ger EU-Ver­wal­tungs­kom­mis­sar für die sozia­le Sicher­heit von Wan­der­ar­bei­tern zurück­grei­fen kön­nen. Schon damals muss­te er viel ins Aus­land tele­fo­nie­ren, was ihm heu­te den sport­li­chen Umgang mit elek­tro­ni­schen Medi­en und den sozia­len Netz­wer­ken erleich­ter­te. Der gute Mann war gera­de mal 1 Stun­de zum neu­en Umwelt­mi­nis­ter ver­ei­digt, da ließ er der Twit­ter-Gemein­de mit­tei­len, dass das Bun­des­um­welt-Minis­te­ri­um ab mor­gen einen eige­nen Account ein­rich­ten wird. Wuff – was für ein Don­ner­schlag zum Amtsantritt.

Ob Peter Alt­mai­er nun auch tat­säch­lich mit dem Fuß­bal­ler Fritz Alt­mey­er ver­wandt ist, las­sen wir zur­zeit par­al­lel von einem renom­mier­ten Sprach­wis­sen­schaft­ler und von Herrn Wer­ner Alt­mei­er vom Ein­woh­ner­mel­de­amt in Saar­lou­is prü­fen. Über die Ergeb­nis­se hal­ten wir Sie auf dem Laufenden.

P.S.: Nicht rich­tig ist, dass gegen Peter Alt­mai­er staats­an­walt­schaft­lich ermit­telt wur­de. Vor­wurf damals: Als Jugend­li­cher soll er vom Wirt der Ens­dor­fer Piz­ze­ria „Viar­eg­gio“ Schutz­gel­der in Form von Frei­piz­za und Lam­brusco erpresst haben. Hier han­delt es sich ledig­lich um eine Ver­wechs­lung mit der gleich­na­mi­ge Piz­za-Con­nec­tion, einer Befrei­ungs-Bewe­gung, die der CDU Bei­ne machen woll­te aber nichts mit der Mafia zu tun hat.

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