Kategorien
Volkelt-Briefe

Gute Berater, schlechte Berater: Wann wechseln?

Das Marktforschungsunternehmen S.W.I Finance (Hamburg) hat jetzt den Berufsstand der Steuerberater unter die Lupe genommen und die TOP 500 unter den deutschen Steuerberatern gekürt. Die Liste wurde jüngst im Handelsblatt veröffentlicht. Wer sich aber als wechselbereites GmbH-Mandat davon eine Orientierungshilfe erwartet hat, muss mit Ernüchterung feststellen: Es handelt sich lediglich um eine Auflistung der Steuer-Kanzleien, die sich an der Umfrage der Marktforscher beteiligt haben und die regelmäßig Weiterbildung betreiben – was allerdings ohnehin ein berufsständisches Muss ist. Das sind z. B. für Freiburg oder Saarbrücken – also Städte mit 300.000 und mehr Einwohnern – gerade einmal zwei oder drei Steuerberater genannt, die sich jetzt TOP-Steuerberater 500 nennen dürfen. U. E. genügt das allerdings bei weitem nicht, um eine Empfehlung für einen Berater-Wechsel auszusprechen.

Wichtig:Kündigen Sie Ihr altes Mandat schriftlich, auf Termin und zahlen Sie alle ausstehenden Honorarabrechnungen – ansonsten hat der (ehemalige) Berater das Recht, die Herausgabe von Unterlagen zu verweigern (Zurückbehaltungsrecht). Das ist ärgerlich und hält den Geschäftsbetrieb unnötig auf.

Besser ist es, das Gespräch mit den Kollegen über den qualifizierten Berater zu suchen. Wichtig ist, dass der bereits GmbHs (Kapitalgesellschaften) in vergleichbarer Größenordnung und am besten in der gleichen Branche berät. Auch hier gilt: Kein Beraterwechsel ohne Referenzen eingeholt und nachgeprüft zu haben. Im Zweifel holen Sie sich Zusatz-Informationen von der Steuerberaterkammer ein. Wichtig ist, dass die Chemie stimmt.

Schreibe einen Kommentar