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Volkelt-Briefe

Führung: Reden ist G(e)old – gute Mitarbeitergespräche wirken

Wie hal­ten Sie es mit Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­chen? Mit jedem? Zum Jah­res­an­fang oder zum Jah­res­en­de? Kei­ne Zeit? Unter den Exper­ten wird der­zeit hef­tig über Sinn und Nut­zen dis­ku­tiert. Bei SAP stellt man ab sofort um: Vom Jah­res­ge­spräch mit kon­kre­ten Ziel­ver­ein­ba­run­gen zum situa­ti­ven Gespräch. Eine groß ange­leg­te Stu­die zum Per­so­nal-Mana­ge­­ment (Lin­ked Per­son­nel Panel) belegt das Gegen­teil. …Man­ko der Stu­di­en: Unter­sucht wer­den in der Regel gro­ße Unter­neh­men, in denen die Hier­ar­chie über meh­re­re Ebe­nen reicht und ein star­kes mitt­le­res Manage­ment imple­men­tiert ist. Das trifft für die meis­ten mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men aber so nicht zu. Auch in zwei von drei klei­ne­ren Unter­neh­men wer­den Leis­tungs­­­be­ur­tei­lungs-Gesprä­che geführt. Und die Mit­ar­bei­ter hono­rie­ren das. Wo mit­ein­an­der gespro­chen wird, gibt es eine hohr Arbeits­zu­frie­den­heit, die Mit­ar­bei­ter sind enga­giert, die Zustim­mung zum Arbeit­ge­ber ist grö­ßer (Com­mit­ment), die Wechsel­bereitschaft ist gerin­ger und die Mit­ar­bei­ter haben ein höhe­res Inter­es­se an der wei­te­ren Ent­wick­lung der Fir­ma. Eini­ges spricht dafür, das Gespräch als Füh­rungs­in­stru­ment zu nutzen.

Wich­tig ist, dass der Mit­ar­bei­ter das Leis­tungs­be­ur­tei­lungs-Gespräch als sol­ches wahr­nimmt und dass das Gespräch regel­mä­ßig statt­fin­det. Wesent­lich ist eine gute Vor­be­rei­tung –Fak­ten über die Per­son und über die Leis­tun­gen des Mit­ar­bei­ters. Zur Aner­ken­nung und Wert­schät­zung des Mit­ar­bei­ters gehört sach­li­che Kri­tik. Ver­mei­den soll­ten Sie Pole­mik, Wit­zig­keit und Plau­der­ton. Damit wird jedes Gespräch abge­wer­tet. Kon­kre­te Ziel­ver­ein­ba­run­gen sind nur sinn­voll, wenn es um rea­lis­ti­sche und quan­tif­zier­ba­re Zie­le geht – was in den meis­ten Fäl­len kaum mög­lich ist. Reden und Zuhö­ren ist so gese­hen G(e)old wert.

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