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Digitales: Was tun, wenn Sie als Arbeitgeber schlecht bewertet werden?

Die Suche nach neuen Mitarbeitern ohne digitale Stellenausschreibung ist kaum noch vorstellbar. Ob Adzuna, Jobbörse, Monster, Jobscout24 oder Stepstone: Die meisten für´s Personal-Rekruiting Verantwortlichen haben ihre Favoriten. Umgekehrt gilt: Fast alle Arbeitnehmer nutzen unterdessen bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber-Bewertungsportale, um vorab hilfreiche Informationen über ihren zukünftigen Arbeitgeber in Erfahrung zu bringen. Die Crux: Bewertrungen sind subjektiv und es gibt keine Versicherung gegen Schönwettermeldungen. Umgekehrt können sich Arbeitgeber in der Praxis gegen schlechte Bewertungen nicht oder nur mit großem juristischem Aufwand wehren. Es lohnt, zumindest in den beliebtesten Arbeitgeber-Bewertungsportalen den Stellenwert des eigenen Unternehmens zu kennen. Laut Handelsblatt-Analyse sind das in dieser Reihenfolge: Kununu (Bewertungen zu 877.738 Unternehmen), Jobvoting, Glassdoor oder MeinChef.

Achtung:Die Änderung einer einmal eingetragenen Bewertung ist in der Regel nur vom angemeldeten User selbst zu veranlassen. Im Einzelfall kann es also durchaus lohnen, mit dem kritischen Mitarbeiter/Bewerber Kontakt aufzunehmen und diesen zu einer Prüfung seines Eintrags zu veranlassen.

Bestes Gegenmittel gegen schlechte Noten im Arbeitgeber-Portal sind zufriedene eigene Mitarbeiter. Diese können ihren eigenen Eintrag ergänzen und auf kritische Anmerkungen und subjektive Einzelmeinungen eingehen. Falschaussagen mit juristischen Mitteln anzugehen, ist dagegen ausgesprochen aufwändig und erfahrungsgemäß nur dann durchzusetzen, wenn es sich um offensichtliche Falschaussagen/Verleumdungen handelt – was in der juristischen Praxis selten gelingt.

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