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Volkelt-Briefe

Digitales: Die neuen Aufgaben der Geschäftsführung (I)

Ob Sie Ihr Geschäftsführer-Amt von den Eltern geerbt haben. Oder ob Sie eine Firma im Management-By-Out gekauft haben. Oder mühsam erarbeitet haben. Aus meiner langjährigen Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit Geschäftsführer-Kollegen/Innen weiß ich, dass es einige Dinge gibt, die den Typ „Geschäftsführer“ ausmachen. Zum Beispiel, dass Geschäftsführer keine Zeit haben. Keine Zeit zum Lesen. Zum Urlaub machen. Für die Familie. Für die Kinder. Für den einzelnen Mitarbeiter. Bei vielen Kollegen/Innen blieb und bleibt dabei auch das Thema Digitalisierung auf der Strecke. Hier hilft nur: Nehmen Sie sich die Zeit. Mehr noch: Sie müssen sich die Zeit dazu nehmen, wenn Sie noch ein paar Jahre im Geschäftsleben mitmischen wollen.

Ein anderer selbstgelegter Fallstrick sind Aussagen wie: „So schlimm wird es schon nicht kommen“ oder „das dauert noch ein paar Jahre, bis wir es in unserer Branche zu spüren bekommen“. Sicher: Viele Unternehmen betreiben Kaizen, KVP und systematische Innovationen seit Jahren oder bereits Jahrzehnten mit großem Erfolg. Dagegen stehen Einsichten wie: „Plötzlich taumeln Banken und Versicherungen. Die Gastro-Branche wird umgebaut. Klassisches Marketing funktioniert nicht mehr“.

Fakt ist:

Mit einem Appell an die Kollegen/Innen ist es nicht mehr getan. Als Geschäftsführer sind SIE es, der die Weichen in die digitale Zukunft stellt und die Ziele vorgibt – auch im täglichen operativen Geschäft.

Natürlich sind auch einige insbesondere der jüngeren Kollegen/Innen Digital-affin – die Generation R – die Robotic Natives – lässt grüßen. Der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) hat unterdessen für dieses Jahr die Wachstumsprognose des gesamten deutschen Robotik-Marktes von 8 % um 7 Pluspunkte auf 15 % angehoben – mit einem Gesamtjahresumsatz von 4,2 Mrd. EUR. Tendenz weiter stark zunehmend.

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