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Volkelt-Briefe

Die „GmbH“ in der GroKo: Stillstand, nur der Firmenwagen steht nicht still

auf den 174 Seiten Koalitionspapier taucht nicht einmal die „GmbH“ auf. Was nicht heißt, es bestünde kein Handlungsbedarf. Verwiesen sei auf offene Rechtsfragen zur Gesellschafterliste, die Möglichkeit einer beurkundungsfreien Übertragung von GmbH-Anteilen oder Probleme bei der Beschlussfeststellung. In Sachen GmbH-Gesellschaftsrecht ist also in den nächsten 4 Jahren nicht mit Änderungen zu rechnen.

Auch in Sachen …Besteuerung der deutschen Kapitalgesellschaften (auch: GmbH/UG) im internationalen Vergleich dürfte sich nichts bewegen. Das ist für uns als Praktiker und insbesondere für den Geschäftsführer im kleineren Unternehmen verkraftbar. Stärker in Gewicht fallen die an vielen Stellen nach wie vor ungeklärten Fragen der Sitzverlagerung – etwa, um Standortvorteile jeglicher Art besser zu nutzen. Da wird es nur Bewegung geben, wenn sich die Bundesregierung bewegt. Etwa in Sachen Mitbestimmung oder Gläubigerschutz. Allerdings: Auch hierzu gibt es kein Statement im Koalitionspapier. Und das sich die SPD in Sachen Mitbestimmung neu orientiert, dürfte wohl kaum zu erwarten sein. Also: Stillstand.

Ein rechnerisch akzeptabler Lichtblick wird aber für den Geschäftsführer-Firmenwagens kommen. Wenn Sie sich bei der nächsten Anschaffung für einen Elektro- oder Hybrid-Wagen entscheiden, müssen Sie den privaten Nutzungsanteil voraussichtlich nicht mehr nach der (durchaus teuren) 1%-Methode berechnen und versteuern – die steuerliche Bemessungsgrundlage wird halbiert auf 0,5 % des inländischen Listenpreises. Ein echter Anreiz.

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