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Gesellschafter-Darlehen

Neben Kred­iten von Banken, Dar­lehen von Drit­ten kön­nen auch Gesellschafter (-Geschäfts­führer) die eigene GmbH mit Dar­lehen finanzieren, dem sog. Gesellschafter-Darlehen. Das ist vorteilhaft,

  1. wenn die GmbH nur einen vorüberge­hen­den Kred­itbe­darf hat und Sie nicht dauer­haft Kap­i­tal (Stammkap­i­tal) zuführen wollen,
  2. wenn Sie von Ihrer GmbH gewerbesteuer­freie Zin­szahlun­gen erhal­ten wollen.

Bei Betrieb­sprü­fun­gen wer­den Dar­lehensvere­in­barun­gen zwis­chen den Gesellschaftern und der GmbH beson­ders kri­tisch geprüft.

Im Grund­satz gilt: Das Gesellschafter-Darlehen muss so aus­gestal­tet sein, wie es auch zwis­chen Fremden/Dritten vere­in­bart würde. Also: Der Dar­lehensver­trag muss ins­ge­samt übliche Kon­di­tio­nen enthal­ten. Die Finanzbe­hör­den ori­en­tieren sich bei der steuer­rechtlichen Beurteilung solcher Ver­tragswerke an den zugrunde liegen­den zivil­rechtlichen Vere­in­barun­gen bzw. der dazu ergan­genen Rechtsprechung.

In den let­zten Jahren haben die Zivil­gerichte Dar­lehensvere­in­barun­gen auch dann anerkannt, wenn nicht alle regelungs­bedürfti­gen Sachver­halte im Ver­trag ange­sprochen waren. Nach dem MoMi-Gesetz gilt: Gesellschafter-Darlehen haften grund­sät­zlich wie Eigenkpaital. Sie haben damit keinen Anspruch auf Quote im Insolvenzverfahren.

Weit­er­führende Informationen:

Der Schnel­lkurs für Geschäfts­führer — Inhaltsübersicht

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