Deutscher Wirtschafts-Buchpreis 2018

Der Deut­sche Wirt­schafts-Buch­preis wird ver­ge­ben von der Frank­fur­ter Buch­mes­se, der Han­dels­blatt GmbH und der Invest­ment­bank Gold­mann Sachs. Der Preis ist dotiert mit 10.000 EUR. Jury: Frau Prof. Ach­leit­ner, Dr. Simo­ne Bagel-Trah, Jür­gen Boos, Dr. Wolf­gang Fink, Lutz Goe­bel, Bodo Hom­bach, Prof. Bert Rürup, Praof. Mal­colm Schnauf, Dr. Susan­ne Schmdt. Vor­sitz: Hans-Jür­gen Jakobs. Wir haben für Sie die wich­tigs­ten Titel aus Unter­neh­mer-Sicht aus­ge­wählt. Mehr Infor­ma­tio­nen: Buch­ti­tel anklicken

Die Kandidaten 2018 (Auswahl):

Die­ses Buch ist für alle, die in Chi­na Geschäf­te machen wol­len, eine lehr­rei­che, aber auch span­nen­de Lek­tü­re und die umfas­sends­te Dar­stel­lung von Land und Leu­ten, die ich ken­ne.” Hein­rich von Pie­rer; lang­jäh­ri­ger Vor­stands­vor­sit­zen­der von Siemens

 

 

 

 

 

Auto­no­mer Indi­vi­du­al­ver­kehr und Pfle­ge-Robo­ter, soft­ware­ge­steu­er­te Kun­den­kor­re­spon­denz und Social Media, Big-Data-Öko­no­mie und Cle­ver-Bots, Indus­trie 4.0: Die Digi­ta­li­sie­rung hat gewal­ti­ge öko­no­mi­sche, aber auch kul­tu­rel­le und ethi­sche Wir­kun­gen. In Form eines Brü­cken­schlags zwi­schen Phi­lo­so­phie und Sci­ence-Fic­tion ent­wi­ckelt die­ses Buch die phi­lo­so­phi­schen Grund­la­gen eines Digi­ta­len Huma­nis­mus, für den die Unter­schei­dung zwi­schen mensch­li­chem Den­ken, Emp­fin­den und Han­deln einer­seits und soft­ware­ge­steu­er­ten, algo­rith­mi­schen Pro­zes­sen ande­rer­seits zen­tral ist. Eine Alter­na­ti­ve zur Sili­con-Val­ley-Ideo­lo­gie, für die künst­li­che Intel­li­genz zum Reli­gi­ons­er­satz zu wer­den droht.

 

Ste­hen wir für die Risi­ken ein, die wir ver­ur­sa­chen? Zu vie­le der Men­schen, die auf der Welt Macht und Ein­fluss haben, so Nas­sim Nicho­las Tal­eb, müs­sen nicht wirk­lich den Kopf hin­hal­ten für das, was sie tun und ver­an­las­sen. Intel­lek­tu­el­le, Jour­na­lis­ten, Büro­kra­ten, Ban­ker, ihnen vor allem wirft er vor, kein »Skin in the game« zu haben. Weil sie den Preis nicht bezah­len müs­sen, wenn sie irren, fäl­len sie schlech­te Ent­schei­dun­gen. Tal­eb zeigt anhand vie­ler Bei­spie­le, wie »Skin in the game«, ein fun­da­men­ta­les Kon­zept des Risi­ko­ma­nage­ments, auf alle Berei­che unse­res Lebens über­tra­gen wer­den kann. Sein neu­es Buch, so pro­vo­zie­rend und bahn­bre­chend wie »Der Schwar­ze Schwan«, for­dert uns her­aus, alles, was wir über Risi­ko und Ver­ant­wor­tung in Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft zu wis­sen glau­ben, neu zu denken.

 

Die vier apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter“ – so bezeich­net Mar­ke­ting-Guru Gal­lo­way Ama­zon, Apple, Face­book und Goog­le. Die­se Tech-Gigan­ten haben nicht nur neue Geschäfts­mo­del­le ent­wi­ckelt. Sie haben die Regeln des Wirt­schafts­le­bens und die Vor­aus­set­zun­gen für Erfolg neu definiert.
In dem respekt­lo­sen Stil, der Gal­lo­way zu einem der gefei­erts­ten Wirt­schafts­pro­fes­so­ren der Welt gemacht hat, zer­legt er die Stra­te­gien der Vier. Er führt vor, wie sie unse­re grund­le­gen­den emo­tio­na­len Bedürf­nis­se mit einer Schnel­lig­keit und in einem Aus­maß mani­pu­lie­ren, an die ande­re nicht her­an­kom­men. Und er zeigt, wie man die Leh­ren aus ihrem Auf­stieg auf sein eige­nes Unter­neh­men oder sei­nen eige­nen Job anwen­den kann. Ob man mit ihnen kon­kur­rie­ren will, mit ihnen Geschäf­te machen oder ein­fach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen.

 

Zwei Jahr­zehn­te nach den so zutref­fen­den Pro­gno­sen sei­nes Welt­best­sel­lers lie­fert Hans-Peter Mar­tin eine eben­so bri­san­te Ana­ly­se: Der Sys­tem­crash fin­det statt. Robo­tik und die Digi­ta­li­sie­rung wer­den die bestehen­de, enor­me gesell­schaft­li­che Ungleich­heit noch ver­stär­ken, selbst im Wes­ten wen­den sich nicht nur brei­te Bevöl­ke­rungs­krei­se, son­dern auch die Eli­te von der Demo­kra­tie ab. Die Finanz­kri­se bro­delt wei­ter, Han­dels­krie­ge dro­hen, der Kli­ma­wan­del zeigt sei­ne extre­men Gesich­ter, Chi­na auch. Popu­lis­ten und auto­ri­tä­re Regime wer­den die pri­va­te Daten­flut jedes Bür­gers nut­zen, um ihre Macht zu fes­ti­gen. Auch Deutsch­land ist kei­ne Insel der Seli­gen mehr. Der neue Natio­na­lis­mus gilt als Heils­brin­ger, doch er mün­det in eine Kriegs­spi­ra­le. Game Over. Frei­spiel unge­wiss. Und dann? Der Autor bie­tet zahl­rei­che, unkon­ven­tio­nel­le Aus­we­ge an.

 

Daten statt Prei­se, Mono­po­le statt Wett­be­werb, Sharing statt Eigen­tum, Crowd­wor­king statt Sozi­al­part­ner­schaft: Die Digi­ta­le Revo­lu­ti­on stellt die Art und Wei­se des Wirt­schaf­tens auf den Kopf. Die alten Leit­plan­ken, mit denen die Sozia­le Markt­wirt­schaft die wohl­stands­meh­ren­den Kräf­te schütz­te, pas­sen heu­te nicht mehr. Sie brau­chen ein Update.
Die Öko­no­men Achim Wam­bach, Prä­si­dent des ZEW in Mann­heim, und Hans Chris­ti­an Mül­ler, Redak­teur beim Han­dels­blatt, zei­gen, dass auch die Inter­net­wirt­schaft zum Woh­le aller arbei­ten kann, wenn man die nöti­gen Gren­zen setzt. Wenn Wett­be­werbs- und Sozi­al­po­li­tik umden­ken und ihr Instru­men­ta­ri­um schär­fen, kann es auch mor­gen pro­duk­ti­ven Wett­be­werb und aus­kömm­li­che Arbeit für alle geben. Wam­bach ist über­zeugt: Die Poli­tik muss umschal­ten und die gro­ßen Inter­net­kon­zer­ne regulieren.

 

Hux­leys schö­ne neue Welt rel­oa­ded: Die 24-jäh­ri­ge Mae Hol­land ist über­glück­lich. Sie hat einen Job ergat­tert in der hipps­ten Fir­ma der Welt, beim »Cir­cle«, einem freund­li­chen Inter­net­kon­zern mit Sitz in Kali­for­ni­en, der die Geschäfts­fel­der von Goog­le, Apple, Face­book und Twit­ter geschluckt hat, indem er alle Kun­den mit einer ein­zi­gen Inter­net­iden­ti­tät aus­stat­tet, über die ein­fach alles abge­wi­ckelt wer­den kann. Mit dem Weg­fall der Anony­mi­tät im Netz – so ein Ziel der »wei­sen drei Män­ner«, die den Kon­zern lei­ten – wird die Welt eine bes­se­re. Mae stürzt sich vol­ler Begeis­te­rung in die­se schö­ne neue Welt mit ihren licht­durch­flu­te­ten Büros und High-Class-Restau­rants, wo Ster­ne-Köche kos­ten­lo­se Mahl­zei­ten für die Mit­ar­bei­ter kre­ieren, wo inter­na­tio­na­le Pop­stars Gra­tis-Kon­zer­te geben und fast jeden Abend coo­le Par­tys gefei­ert wer­den. Sie wird zur Vor­zei­ge­mit­ar­bei­te­rin und treibt den Wahn, alles müs­se trans­pa­rent sein, auf die Spit­ze. Doch eine Begeg­nung mit einem mys­te­riö­sen Kol­le­gen ändert alles …